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Ton, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Wort mit gleicher Schreibung: Ton (Substantiv, maskulin)
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Ton
Beispiel: Ton in Ton gemustert

Bedeutungsübersicht

    1. vom Gehör wahrgenommene gleichmäßige Schwingung der Luft, die (im Unterschied zum Klang) keine Obertöne aufweist
    2. (aus einer Reihe harmonischer Töne zusammengesetzter) Klang
    3. (Rundfunk, Film, Fernsehen) Tonaufnahme
    1. Rede-, Sprech-, Schreibweise, Tonfall
    2. (umgangssprachlich) Wort; Äußerung
  1. Betonung, Akzent
  2. (Literaturwissenschaft) (in der Lyrik des Mittelalters und im Meistersang) sich gegenseitig bedingende Strophenform und Melodie; Einheit von rhythmisch-metrischer Gestalt und Melodie
  3. Kurzform für: Farbton

Synonyme zu Ton

Aussprache

Betonung: Ton🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch tōn, dōn = Lied; Laut, Ton, althochdeutsch tonus < lateinisch tonus = das (An)spannen (der Saiten); Ton, Klang < griechisch tónos, zu: teínein = (an)spannen, dehnen

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Tondie Töne
Genitivdes Tones, Tonsder Töne
Dativdem Tonden Tönen
Akkusativden Tondie Töne

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. vom Gehör wahrgenommene gleichmäßige Schwingung der Luft, die (im Unterschied zum Klang) keine Obertöne aufweist

      Beispiele

      • ein hoher, tiefer Ton
      • der Ton verklingt
      • einen Ton, Töne hervorbringen
    2. (aus einer Reihe harmonischer Töne 1a zusammengesetzter) Klang (1)

      Beispiele

      • ein klarer, runder Ton
      • ein ganzer, halber Ton (Musik; Abstand eines Tones vom nächsten innerhalb einer Tonleiter)
      • den Ton (Musik; die Tonstufe) a auf dem Klavier anschlagen
      • <in übertragener Bedeutung>: man hört den falschen Ton, die falschen Töne in seinen Äußerungen (man hört, dass das, was er sagt, nicht ehrlich gemeint ist)
      • [den Sängerinnen und Sängern] den Ton (die Tonhöhe) angeben

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • den Ton angeben (tonangebend sein)
      • jemanden, etwas in den höchsten Tönen loben (jemanden, etwas überschwänglich loben)
      • der Ton macht die Musik (es kommt auf die Tonart 2 an, in der jemand etwas sagt, vorbringt)
    3. Tonaufnahme

      Gebrauch

      Rundfunk, Film, Fernsehen

      Beispiele

      • den Ton steuern, aussteuern
      • einem Film Ton unterlegen
      • Ton ab! – Ton läuft! (Kommando und Bestätigung des Kommandos bei der Aufnahmearbeit)
    1. Rede-, Sprech-, Schreibweise, Tonfall (2)

      Grammatik

      meist Singular

      Beispiele

      • sein Ton, der Ton seines Briefes ist arrogant
      • was ist das für ein Ton?
      • bei ihnen herrscht ein ungezwungener, rauer Ton (Umgangston)
      • nicht den richtigen Ton finden
      • einen überheblichen Ton anschlagen
      • ich verbitte mir diesen Ton!
      • sich einen anderen Ton ausbitten
      • etwas in einem freundlichen Ton sagen
      • sich im Ton vergreifen

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • einen [furchtbaren o. ä.] Ton am Leib haben (umgangssprachlich abwertend: in ungebührlicher Weise sprechen, sich äußern)
      • einen anderen, schärferen o. ä. Ton anschlagen (von nun an größere Strenge walten lassen)
    2. Wort; Äußerung

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiele

      • keinen Ton reden, verlauten lassen
      • er konnte vor Überraschung, Heiserkeit keinen Ton heraus-, hervorbringen
      • er hätte nur einen Ton zu sagen brauchen
      • ich möchte keinen Ton mehr hören (umgangssprachlich; Aufforderung besonders an ein Kind, keine Widerrede mehr zu geben)

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • große/dicke Töne reden/schwingen/spucken (umgangssprachlich abwertend: großspurig, angeberisch reden)
      • der gute/(seltener:) feine Ton (Regeln des Umgangs: den guten Ton verletzen; etwas gehört zum guten Ton; nach A. v. Knigge, Knigge)
      • hast du/haste/hat der Mensch Töne? (salopp: hat man dafür noch Worte?)
  1. Betonung (1), Akzent (1a)

    Beispiel

    die zweite Silbe trägt den Ton
  2. (in der Lyrik des Mittelalters und im Meistersang) sich gegenseitig bedingende Strophenform und Melodie; Einheit von rhythmisch-metrischer Gestalt und Melodie

    Gebrauch

    Literaturwissenschaft

  3. Kurzform für: Farbton (1, 2)

    Herkunft

    wohl nach französisch ton < lateinisch tonus

    Beispiele

    • kräftige, warme, matte Töne
    • Polstermöbel und Tapeten sind im Ton aufeinander abgestimmt
    • die Farbe ist einen Ton (umgangssprachlich; eine Nuance) zu grell

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    Ton in Ton ([in Bezug auf zwei oder mehrere Farbtöne] nur in Nuancen voneinander abweichend und einen harmonischen Zusammenklang darstellend)

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