Wie arbeitet die Dudenredaktion?

In der Dudenredaktion mit Sitz im Berliner Unternehmen Bibliographisches Institut GmbH arbeitet ein Team von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie dokumentieren unter Einsatz modernster Datenbanktechnik Wortschatz und Sprachwandel des Deutschen. Aus ihren Beobachtungen leiten sie Empfehlungen ab.

Intelligente Wörterbucharbeit

Die Wörterbücher der Dudenredaktion zeigen nicht nur das breite Spektrum der deutschen Gegenwartssprache, sondern sie geben auch Sicherheit in allen sprachlichen Belangen. Die wesentliche Grundlage der Wörterbucharbeit bildet die große und ständig wachsende elektronische Textsammlung, die der Verlag selbst erstellt hat und pflegt: das Dudenkorpus mit mittlerweile über 5 Milliarden Wörtern bzw. Wortformen. Darüber hinaus nutzt die Dudenredaktion das Internet, verschiedene Wirtschaftsdatenbanken und andere elektronische Textsammlungen als Arbeitswerkzeug.

Dr. Kathrin Kunkel-Razum
Dr. Kathrin Kunkel-Razum leitet die Wörterbucharbeit der Dudenredaktion.  

Die Sprachdatenbank sichert eine authentische Dokumentation der sich wandelnden deutschen Gegenwartssprache. Aus dem gesamten deutschen Sprachraum werden Textsorten unterschiedlichster Art – vom literarischen Text über Zeitungsartikel bis hin zu Gebrauchsanleitungen – verarbeitet und ausgewertet. Neben der Ausgewogenheit und Vielfalt der Textquellen spielen genaue linguistische Informationen zu jeder der Millionen von Wortformen eine zentrale Rolle. Die Ergebnisse quantitativer und qualitativer Analyseverfahren schlagen sich unmittelbar in der Qualität der Duden-Nachschlagewerke nieder.

Die Dudenempfehlungen

Auch die aktuelle, 27. Auflage des Standardwerks „Duden – Die deutsche Rechtschreibung” entspricht in allen Teilen der amtlichen, für Schulen und Behörden verbindlichen Rechtschreibregelung. In allen Fällen, in denen die neue Rechtschreibung für ein Wort mehrere Schreibweisen zulässt, führt der Duden alle zulässigen Varianten auf und empfiehlt eine davon. Die von der Dudenredaktion zum Gebrauch empfohlene Schreibweise ist als solche durch gelbe Unterlegung deutlich gekennzeichnet.

gelb unterlegte Dudenempfehlungen im Wörterbuch
In allen Fällen, in denen die neue Rechtschreibung für ein Wort mehrere Schreibweisen zulässt, gibt der Duden eine Empfehlung. Erkennbar ist sie an der gelben Unterlegung.

Die Dudenempfehlungen verstehen sich als Entscheidungshilfe für Medien, Unternehmen, Verlage, Lektorate, Korrektorate, Redaktionen und Privatpersonen, die Wert auf eine einheitliche Orthografie legen. Im Dudenverlag sind diese Empfehlungen verbindlicher Standard für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und alle Produkte. Die elektronische Version des Standardwerkes von Duden sowie andere Software blendet selbstverständlich bei mehreren zulässigen Schreibweisen die Dudenempfehlung ein.