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En­de, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▮
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Rechtschreibung

Worttrennung: En|de
Beispiele: am Ende; zu Ende sein, bringen, führen, gehen, kommen; Ende Januar; letzten Endes; eine Frau Ende dreißig; Ende Jahr (schweizerisch für Ende des Jahres)

Bedeutungsübersicht

    1. Stelle, Ort, wo etwas aufhört
    2. Zeitpunkt, an dem etwas aufhört; letztes Stadium
    3. (gehoben verhüllend) Tod
    4. (veraltet) Zweck, Endzweck
    1. letztes, äußerstes Stück
    2. (landschaftlich) kleines Stück (von einem Ganzen)
    3. (umgangssprachlich) [größere] Strecke
  1. (Jägersprache) Sprosse des [Hirsch]geweihs
  2. (Seemannssprache) Tau

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu Ende

Antonyme zu Ende

Anfang

Aussprache

Betonung: Ẹnde🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch ende, althochdeutsch enti = äußerster räumlicher oder zeitlicher Punkt, eigentlich = vor einem Liegendes

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdas Endedie Enden
Genitivdes Endesder Enden
Dativdem Endeden Enden
Akkusativdas Endedie Enden

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. Stelle, Ort, wo etwas aufhört

      Grammatik

      Plural selten

      Beispiele

      • das spitze Ende
      • das Ende der Straße
      • am Ende der Welt (scherzhaft; weit draußen)
      • jemandem bis ans Ende der Welt (überallhin) folgen
      • wir liefen von einem Ende zum andern
      • <in übertragener Bedeutung>: er fasst die Sache am richtigen Ende (richtig) an
    2. Zeitpunkt, an dem etwas aufhört; letztes Stadium

      Grammatik

      ohne Plural

      Beispiele

      • ein schlimmes Ende
      • das Ende der Welt (der Jüngste Tag)
      • das Ende (der Schluss) der Vorstellung
      • Ende (Funkwesen; Schluss) der Durchsage
      • das Ende naht, ist nicht abzusehen
      • (gehoben) es war des Staunens kein Ende
      • alles muss einmal ein Ende haben
      • bei seinen Erzählungen findet er kein Ende, kann er kein Ende finden (kommt er nicht zum Schluss, kann er nicht aufhören)
      • kein Ende nehmen (nicht aufhören wollen)
      • Regen und kein Ende (nicht enden wollender Regen)
      • ein böses, kein gutes Ende nehmen (böse ausgehen)
      • einer Sache ein Ende machen, setzen, bereiten (gehoben; etwas beenden)
      • seinem Leben ein Ende machen, setzen (gehoben; Selbstmord begehen)
      • Ende April
      • er ist Ende fünfzig/der Fünfziger (er ist bald 60 Jahre alt)
      • am, bis, gegen, seit, zu[m] Ende des Jahres, der Woche, (schweizerisch:) Ende Jahr, Woche
      • die Vorstellung ist [gleich] zu Ende (aus, beendet)
      • meine Geduld ist zu Ende
      • mit jemandem geht es zu Ende (verhüllend; jemand liegt im Sterben)
      • unser Geld geht zu Ende
      • mit etwas zu Ende kommen (fertig werden)
      • den Brief zu Ende (fertig) lesen, bis zum Ende (vollständig) lesen
      • bis zum bitteren Ende (bis zum [unvermeidlich] unangenehmen Schluss)
      • eine Arbeit zu Ende bringen, führen (beenden)

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • das dicke Ende (umgangssprachlich: die [unerwarteten] größten Schwierigkeiten: das dicke Ende kommt noch, kommt nach; Herkunft ungeklärt)
      • das Ende vom Lied (umgangssprachlich: der enttäuschende Ausgang: das Ende vom Lied war, dass alles beim Alten blieb; nach dem häufig traurigen Ausgang alter Volkslieder)
      • ein Ende mit Schrecken (ein schreckliches, schlimmes Ende; Psalm 73, 19)
      • letzten Endes (schließlich: letzten Endes musste er doch nachgeben)
      • am Ende (1. schließlich, im Grunde: das ist am Ende dasselbe. 2. norddeutsch; vielleicht, etwa: du bist es am Ende [gar] selbst gewesen.)
      • am Ende des Tages (schließlich, letzten Endes; Lehnübersetzung von englisch at the end of the day)
      • am Ende sein (umgangssprachlich: völlig erschöpft sein)
      • mit etwas am Ende sein (nicht mehr weiterwissen, -können: mit seinem Wissen am Ende sein)
      • ohne Ende (1. fortwährend, fortgesetzt. 2. in unüberschaubar großer Zahl [aufeinanderfolgend]; sehr viel[e]: Autos, Tabellen, Zahlen ohne Ende.)
      • alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei (scherzhaft: alles muss einmal aufhören)
      • Ende gut, alles gut (bei glücklichem Ausgang einer Sache sind die vorangegangenen Schwierigkeiten nicht mehr so wichtig)
    3. Tod

      Gebrauch

      gehoben verhüllend

      Beispiele

      • sein Ende nahen fühlen
      • ein qualvolles Ende haben
    4. Zweck, Endzweck

      Gebrauch

      veraltet

      Beispiel

      zu welchem Ende?
    1. letztes, äußerstes Stück

      Beispiele

      • die beiden Enden der Schnur
      • das Ende (der Zipfel) der Wurst
    2. kleines Stück (von einem Ganzen)

      Gebrauch

      landschaftlich

      Beispiel

      ein Ende Bindfaden
    3. [größere] Strecke

      Grammatik

      ohne Plural

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiel

      es ist noch ein ganzes, gutes Ende bis zum Bahnhof
  1. Ende
    © Ar?nas Gabalis - Fotolia.com
    Sprosse des [Hirsch]geweihs

    Gebrauch

    Jägersprache

    Beispiel

    das Geweih hat acht Enden
  2. Ende
    © Marcin Sadlowski - Fotolia.com
    Tau

    Gebrauch

    Seemannssprache

    Beispiel

    ein Ende auswerfen, kappen

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