Tod, der

Wortart:
Substantiv, maskulin
Häufigkeit:
▒▒▒▒
Aussprache:
Betonung
🔉Tod

Rechtschreibung

Worttrennung
Tod
Beispiel
zu Tode fallen, hetzen, erschrecken

Bedeutungen (2)

  1. Aufhören, Ende des Lebens; Augenblick des Aufhörens aller Lebensfunktionen eines Lebewesens
    Beispiele
    • ein plötzlicher Tod
    • ein langer, qualvoller Tod (eine lange, qualvolle Zeitspanne bis zum Eintritt des Todes)
    • der Tod ist durch Ersticken eingetreten
    • der Tod kam, trat um 18 Uhr ein
    • dieser Verlust war sein Tod (führte dazu, dass er starb)
    • auf den Schlachtfeldern wurden Millionen Tode gestorben (dichterisch; kamen Millionen Menschen ums Leben)
    • den Tod eines Gerechten sterben
    • den Tod fürchten, nicht scheuen
    • einen schweren, leichten Tod haben
    • jemandem den Tod wünschen
    • Kinder, kommt rein, ihr holt euch noch den Tod (emotional übertreibend; ihr werdet auf den Tod krank)
    • eines natürlichen, gewaltsamen Todes sterben
    • jemandem die Treue halten bis in den/bis zum Tod
    • jemanden in den Tod treiben
    • für seine Überzeugung in den Tod gehen (gehoben; sein Leben opfern)
    • er hat seinen Leichtsinn mit dem Tod/Tode bezahlen müssen
    • jemanden vom Tod/Tode erretten
    • ein Tier zu Tode schinden (so schinden, dass es stirbt)
    • er hat sich zu Tode gestürzt (ist so unglücklich gestürzt, dass er dadurch zu Tode gekommen ist)
    • er wurde zum Tode verurteilt
    • diese Krankheit führt zum Tod
    • er ist zu Tode erkrankt (so sehr erkrankt, dass er dabei sterben könnte)
    • 〈in übertragener Bedeutung:〉 mangelndes Vertrauen ist der Tod (bedeutet das Ende) jeder näheren menschlichen Beziehung
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • der Schwarze/schwarze Tod (die Pest)
    • der Weiße/weiße Tod (der Tod durch Lawinen, durch Erfrieren im Schnee)
    • den Tod finden (gehoben: ums Leben kommen)
    • tausend Tode sterben (emotional übertreibend: voller Angst, Zweifel, Unruhe sein)
    • des Todes sein (gehoben veraltend: sterben müssen)
    • auf den Tod (gehoben: in einer Weise, die das Leben bedroht, die lebensgefährlich ist: auf den Tod krank, erkältet sein)
    • auf/(seltener:) für den Tod (umgangssprachlich emotional übertreibend: in äußerstem Maße, ganz und gar, überhaupt: er konnte ihn auf den/für den Tod nicht ausstehen)
    • mit Tod abgehen (veraltet: sterben)
    • zu Tode (emotional übertreibend: sehr, aufs Äußerste, schrecklich: sich zu Tode langweilen; er war zu Tode erschrocken)
    • zu Tode kommen (gehoben: den Tod finden)
    • etwas zu Tode reiten (etwas bis zum Überdruss wiederholen; so oft behandeln o. Ä., dass es seiner Wirkung beraubt wird)
    • umsonst ist [nur] der Tod [und der kostet das Leben] (es gibt nichts umsonst, für alles muss bezahlt werden)
  2. in der Vorstellung als meist schaurige, düstere, grausame Gestalt gedachte Verkörperung des Todes (1); die Endlichkeit des Lebens versinnbildlichende Gestalt
    Gebrauch
    oft dichterisch oder gehoben
    Beispiele
    • der Tod klopft an, lauert auf der Straße, nahm ihm die Feder aus der Hand
    • der Tod als Sensenmann
    • er sah aus wie der leibhaftige Tod
    • dem Tod entfliehen, trotzen
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • Tod und Teufel (alles Mögliche, alle möglichen Leute)
    • Tod und Teufel! (Fluch)
    • weder Tod noch Teufel/sich nicht vor Tod und Teufel fürchten (sich vor nichts fürchten)
    • dem Tod ins Auge schauen/sehen (in Lebensgefahr sein)
    • dem Tod von der Schaufel/(häufiger:) Schippe gesprungen sein (scherzhaft: einer tödlichen Gefahr gerade noch entronnen sein)
    • mit dem Tod/Tode ringen (lebensgefährlich erkrankt, verletzt, dem Sterben nahe sein)

Herkunft

mittelhochdeutsch tōd, althochdeutsch tōt, substantivierte Bildung zu dem unter tot genannten Verb

Grammatik

der Tod; Genitiv: des Tod[e]s, Plural: die Tode (Plural selten)

Wussten Sie schon?

  • Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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