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Teu­fel, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Teu|fel
Beispiele: zum Teufel jagen (umgangssprachlich); zum Teufel! (umgangssprachlich); auf Teufel komm raus (umgangssprachlich für ohne Vorsicht, bedenkenlos)

Bedeutungsübersicht

  1. Widersacher Gottes, dessen Reich die Hölle ist; Gestalt, die das Böse verkörpert; Satan
  2. Dämon, böser Geist der Hölle

Synonyme zu Teufel

Aussprache

Betonung: Teufel🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch tiuvel, tievel, althochdeutsch tiufal, wahrscheinlich über das Gotische < kirchenlateinisch diabolus, Diabolos

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Teufeldie Teufel
Genitivdes Teufelsder Teufel
Dativdem Teufelden Teufeln
Akkusativden Teufeldie Teufel

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Teufel
    © Bibliographisches Institut, Berlin
    Widersacher Gottes, dessen Reich die Hölle ist; Gestalt, die das Böse verkörpert; Satan

    Grammatik

    ohne Plural

    Beispiele

    • der leibhaftige Teufel
    • den Teufel austreiben, verjagen, bannen
    • Faust verkaufte, verschrieb seine Seele dem Teufel, schloss einen Pakt mit dem Teufel
    • <in übertragener Bedeutung>: der Kerl ist ein Teufel [in Menschengestalt] (ist höchst böse, grausam)
    • <in übertragener Bedeutung>: ein armer Teufel (ein bedauernswerter, unglücklicher Mensch; jemand, der völlig mittellos ist)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • der Teufel ist los (umgangssprachlich: es gibt Streit, Aufregung, Lärm o. Ä.: in der Firma ist der Teufel los; nach Offenbarung 20, 2 ff.)
    • jemanden reitet der Teufel (umgangssprachlich: jemand treibt Unfug, stellt mutwillig etwas an; nach altem Volksglauben setzt sich der Teufel denen, die er in seine Gewalt bekommen will, auf den Rücken und reitet auf ihnen)
    • hole/hol dich usw. der Teufel/der Teufel soll dich usw. holen (salopp; Ausrufe der Verwünschung)
    • Teufel auch!/Teufel, Teufel! (salopp; Ausrufe der Bewunderung, des Staunens)
    • pfui Teufel! (umgangssprachlich; Ausruf der Abscheu)
    • [das] weiß der Teufel (salopp; Kuckuck 1)
    • etwas fürchten/scheuen o. Ä. wie der Teufel das Weihwasser (umgangssprachlich: etwas sehr scheuen)
    • hinter etwas her sein wie der Teufel hinter der armen Seele (umgangssprachlich: gierig, ganz versessen auf etwas sein, etwas unbedingt haben wollen)
    • den Teufel (salopp: gar nicht[s]; nicht im Geringsten: den Teufel werde ich tun [mich zu entschuldigen]!; er kümmert sich den Teufel um sie)
    • den Teufel an die Wand malen (umgangssprachlich: ein Unglück dadurch heraufbeschwören, dass man darüber spricht; nach einer bei der Beschwörung des Teufels üblichen Praktik)
    • des Teufels sein (umgangssprachlich: etwas völlig Unvernünftiges tun, im Sinn haben; eigentlich = dem Teufel gehören [= vom Teufel besessen sein])
    • auf Teufel komm raus (umgangssprachlich: aus Leibeskräften; so stark, heftig, schnell o. ä. wie möglich; um jeden Preis)
    • in Teufels Küche kommen (umgangssprachlich: in eine äußerst schwierige Lage geraten; im Mittelalter stellte man sich die Hölle als eine Art Hexenküche, als eine Küche des Teufels vor, wo die Sünder über dem Feuer gebraten werden, also eigentlich = in die Hölle kommen)
    • wie der Teufel (umgangssprachlich: außerordentlich stark, intensiv, heftig, schnell: er ist gerannt, gefahren wie der Teufel)
    • zum Teufel gehen/sich zum Teufel scheren (salopp; Henker)
    • zum/beim Teufel sein (salopp: verloren, defekt o. Ä. sein)
    • jemanden zum Teufel wünschen (salopp: jemanden weit fort wünschen)
    • der Teufel steckt im Detail (Kleinigkeiten bereiten die meisten Probleme)
    • das/es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn … (umgangssprachlich: es ist ganz unwahrscheinlich, dass …)
    • wenn man vom Teufel spricht, ist er nicht weit (scherzhafter Ausruf, wenn jemand, von dem man gerade gesprochen hat, unerwartet auftaucht)
  2. Dämon, böser Geist der Hölle

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