Ku­ckuck, der

Wortart INFO
Substantiv, maskulin
Häufigkeit INFO
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Rechtschreibung

Info
Worttrennung
Ku|ckuck

Bedeutungen (2)

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  1. besonders in Wäldern lebender Vogel mit braungrauem Gefieder, einem leicht gekrümmten Schnabel und langem Schwanz, der seine Eier zum Ausbrüten in Nester von Singvögeln legt
    Kuckuck
    © Bibliographisches Institut, Berlin
    Herkunft
    aus dem Niederdeutsch-Mitteldeutschen < mittelniederdeutsch kukuk, lautmalend
    Beispiel
    • der Kuckuck ruft
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    [in den folgenden Wendungen steht „Kuckuck“ verhüllend für: Teufel]

    • an einem Ort, bei jemandem ist der Kuckuck los (umgangssprachlich: an einem Ort, bei jemandem geht es drunter und drüber)
    • [das] weiß der Kuckuck (salopp: 1. wer weiß …; es ist unbekannt. 2. wahrhaftig; überraschenderweise ist es so.)
    • hol dich der Kuckuck/der Kuckuck soll dich holen (salopp: Teufel a)
    • zum Kuckuck [noch mal] (salopp: Ausruf der Verärgerung, der Ungeduld)
    • beim/zum Kuckuck sein (salopp: verloren sein)
    • jemanden zum Kuckuck wünschen (verhüllend: Teufel a)
  2. Siegel, das der Gerichtsvollzieher bei der Pfändung an Einrichtungsgegenstände klebt
    Kuckuck
    © MEV Verlag, Augsburg
    Herkunft
    ironische Bezeichnung für den früher auf das Siegel aufgedruckten Wappenadler
    Gebrauch
    scherzhaft
    Beispiel
    • bei ihm klebt der Kuckuck an/auf allen Möbeln

Grammatik

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SingularPlural
Nominativder Kuckuckdie Kuckucke
Genitivdes Kuckucksder Kuckucke
Dativdem Kuckuckden Kuckucken
Akkusativden Kuckuckdie Kuckucke

Aussprache

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Betonung
Kuckuck
Lautschrift
🔉[ˈkʊkʊk]