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arm

Wortart: Adjektiv
Häufigkeit: ▮▮▮▮
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Rechtschreibung

Worttrennung: arm

är|mer, ärms|te

  • wir armen Kinder; aber wir Armen
  • Arm und Reich (veraltet für jedermann)
  • ein Konflikt zwischen Arm und Reich (armen und reichen Menschen); Arme und Reiche, bei Armen und Reichen, der Arme und der Reiche
  • arme Ritter (eine Süßspeise)  [Regel 89]
Vgl. arm machen, armmachen

Bedeutungsübersicht

    1. ohne [genügend] Geld zum Leben, wenig besitzend, bedürftig, mittellos
    2. wenig habend, aufweisend oder hergebend, ohne nutzbringenden Gehalt, ärmlich
  1. unglücklich, bedauernswert, beklagenswert

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.
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Synonyme zu arm

Antonyme zu arm

reich

Aussprache

Betonung: ạrm 🔉
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Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch arm, wahrscheinlich ursprünglich = verwaist, wohl verwandt mit Erbe

Grammatik

Adjektiv; Steigerungsformen: ärmer, ärmste

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. ohne [genügend] Geld zum Leben, wenig besitzend, bedürftig, mittellos

      Beispiele

      • eine arme Familie
      • ein Kind armer Leute
      • arm, aber glücklich
      • sie waren [sehr] arm
      • ihre Spielleidenschaft hat sie arm gemacht
      • <substantiviert>: der Gegensatz zwischen Arm und Reich, zwischen Armen und Reichen
      • die Ärmsten der Armen

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • Arm und Reich (veraltet: alle Menschen ohne Unterschied)
      • es trifft ja keinen Armen (umgangssprachlich: er hat ja genug Geld, sodass es ihn nicht sehr hart trifft)
    2. wenig habend, aufweisend oder hergebend, ohne nutzbringenden Gehalt, ärmlich

      Beispiele

      • arme (wenig ergiebige, wenig fruchtbare) Böden
      • um das auszudrücken, ist unsere Sprache zu arm
      • geistig arm (abwertend; geistig anspruchslos) sein

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • arm an etwas sein (wenig von etwas haben: diese Früchte sind arm an Vitaminen; das Leben ist arm an Freuden)
      • um etwas ärmer werden (etwas verlieren: der Sport ist um zwei Meister ärmer geworden; mit diesem Vorfall war sie um eine Illusion ärmer geworden)
  1. unglücklich, bedauernswert, beklagenswert

    Beispiele

    • das arme Kind
    • der arme Kerl
    • die armen Seelen [im Fegefeuer]
    • meine armen (umgangssprachlich; übermäßig strapazierten, geschundenen, schmerzenden o. ä.) Beine!
    • (umgangssprachlich) sie ist arm dran (es geht ihr nicht gut)
    • <substantiviert>: der Ärmste, was hat er [alles] erdulden müssen!
    • du Arme[r]!

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