ster­ben

Wortart:
starkes Verb
Aussprache:
Betonung
🔉sterben

Rechtschreibung

Worttrennung
ster|ben
Beispiele
du stirbst; du starbst, du stürbest; gestorben; stirb!; jemanden in Würde sterben lassen; ein Projekt sterben lassen oder sterbenlassen (umgangssprachlich)

Bedeutungen (4)

  1. aufhören zu leben, sein Leben beschließen
    Beispiele
    • jung sterben
    • eines sanften Todes sterben
    • er starb als gläubiger Christ
    • an Altersschwäche, an den Folgen eines Unfalls sterben
    • (formelhafter Schluss von Märchen:) und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute
    • 〈substantiviert:〉 [in Bezug auf einen Schwerkranken, Altersschwachen] im Sterben liegen (kurz vorm Tode sein)
    • 〈in übertragener Bedeutung:〉 der Wald stirbt (geht zugrunde)
    • 〈in übertragener Bedeutung:〉 (gehoben) seine Hoffnung, Liebe ist gestorben (erloschen)
    • 〈in übertragener Bedeutung:〉 (umgangssprachlich) vor Angst, Scham, Langeweile, Neugier sterben (sich überaus ängstigen usw.)
    • 〈in übertragener Bedeutung; substantiviert:〉dann kam, begann das große Sterben (Massensterben)
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • zum Sterben langweilig, müde, einsam o. Ä. (emotional: sehr, überaus [in Bezug auf einen negativen Zustand]: obwohl sie zum Sterben müde war, lief sie weiter)
    • für jemanden gestorben sein (von jemandem völlig ignoriert werden, für ihn nicht mehr existieren, weil man seine Erwartungen o. Ä. in hohem Maße enttäuscht hat)
    • gestorben [sein] (1. salopp; [in Bezug auf etwas Geplantes o. Ä.] nicht zustande gekommen [sein], nicht ausgeführt, in die Wirklichkeit umgesetzt worden [sein] und deshalb [vorläufig] nicht mehr zur Diskussion stehend. 2. Film-, Fernsehjargon; [in Bezug auf die Dreharbeit für eine bestimmte Szene] abgebrochen, abgeschlossen: „Gestorben!“.)
    • daran, davon stirbt man nicht gleich (umgangssprachlich: das ist nicht so schlimm, nicht so gefährlich)
  2. einen bestimmten Tod erleiden
    Grammatik
    mit Akkusativ des Inhalts
    Beispiele
    • den Helden-, Hungertod sterben
    • einen qualvollen Tod sterben
  3. (für etwas, jemanden) sein Leben lassen
    Beispiel
    • für seinen Glauben, für das Vaterland sterben
  4. (jemandem) durch den Tod genommen werden
    Beispiel
    • ihr ist der Mann gestorben

Synonyme zu sterben

  • aufhören zu leben, aus unsrer/eurer Mitte gerissen werden, sein Leben beschließen, sein Leben verlieren

Herkunft

mittelhochdeutsch sterben, althochdeutsch sterban, eigentlich (verhüllend) = erstarren, steif werden, zu starren

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit „ist“

Wussten Sie schon?

  • Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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