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ster­ben

Wortart: starkes Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▮
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Rechtschreibung

Worttrennung: ster|ben
Beispiele: du stirbst; du starbst, du stürbest; gestorben; stirb!; jemanden in Würde sterben lassen; ein Projekt sterben lassen oder sterbenlassen (umgangssprachlich)

Bedeutungsübersicht

  1. aufhören zu leben, sein Leben beschließen
  2. einen bestimmten Tod erleiden
  3. (für etwas, jemanden) sein Leben lassen
  4. (jemandem) durch den Tod genommen werden

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.
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Synonyme zu sterben

aufhören zu leben, aus unsrer/eurer Mitte gerissen werden, sein Leben beschließen, sein Leben verlieren, umkommen; (gehoben) [da]hinsterben, den Weg allen Fleisches gehen, entschlafen, hingehen, ins Grab sinken, seinen letzten Seufzer tun, verscheiden, versterben, vom Tode ereilt werden, von der Erde scheiden, vor Gottes Richterstuhl treten; (umgangssprachlich) abtreten, wegsterben; (salopp) abfahren, abschnappen, abtanzen, den Löffel abgeben/wegwerfen/wegschmeißen, [einen] Abgang machen, einen Flachmann bauen, hopsgehen, ins Gras beißen, über die Wupper gehen; (derb) abkratzen, den Arsch zukneifen, einen kalten Arsch kriegen, kapores gehen, krepieren, verrecken; (verhüllend) die Augen für immer schließen, die Augen zumachen, [friedlich] einschlafen, einschlummern, für immer von jemandem gehen, seine letzte Reise antreten, über den Jordan gehen; (gehoben verhüllend) abberufen werden, abscheiden, aus der Welt gehen/scheiden, dahingehen, dahinscheiden, davongehen, den/seinen Geist aushauchen, die ewige Ruhe finden, entschlummern, heimgehen, hinscheiden, hinübergehen, hinüberschlafen, hinüberschlummern, in den ewigen Frieden/in das Reich des Todes/in die Ewigkeit/ins ewige Leben eingehen, sein Dasein vollenden, sein Leben/die Seele aushauchen, sein Leben vollenden, vom Schauplatz/von der Bühne des Lebens abtreten, zu Staub werden; (bildungssprachlich verhüllend) in das Reich der Schatten hinabsteigen; (umgangssprachlich verhüllend) bei Petrus anklopfen, sich davonmachen, den letzten Schnaufer tun; (verhüllend ironisch) in die ewigen Jagdgründe eingehen; (familiär scherzhaft) Sterbchen machen; (umgangssprachlich, besonders norddeutsch) totgehen; (norddeutsch, besonders berlinisch salopp) abnibbeln; (landschaftlich salopp) himmeln; (landschaftlich derb) abschrammen, abstinken; (besonders bayrisch) aufs Totenbrett kommen; (veraltend) fortsterben; (gehoben veraltend) ableben; (scherzhaft, sonst gehoben veraltet) sich zu den Vätern versammeln/zu seinen Vätern versammelt werden; (salopp oder ironisch, sonst gehoben veraltet) in die/zur Grube fahren; (ironisch, sonst veraltet) den/seinen Geist aufgeben; (veraltet) mit dem Tod abgehen; (gehoben veraltet) dahinfahren, verbleichen; (dichterisch veraltet) erblassen, erbleichen; (veraltet verhüllend) das Zeitliche segnen, hinfahren, zur großen Armee abberufen werden

Aussprache

Betonung: stẹrben 🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch sterben, althochdeutsch sterban, eigentlich (verhüllend) = erstarren, steif werden, zu starren
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Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit »ist«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich sterbeich sterbe 
 du stirbstdu sterbest stirb!
 er/sie/es stirbter/sie/es sterbe 
Pluralwir sterbenwir sterben 
 ihr sterbtihr sterbet
 sie sterbensie sterben 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich starbich stürbe
 du starbstdu stürbest, stürbst
 er/sie/es starber/sie/es stürbe
Pluralwir starbenwir stürben
 ihr starbtihr stürbet, stürbt
 sie starbensie stürben
Partizip I sterbend
Partizip II gestorben
Infinitiv mit zu zu sterben

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. aufhören zu leben, sein Leben beschließen

    Beispiele

    • jung sterben
    • eines sanften Todes sterben
    • er starb als gläubiger Christ
    • an Altersschwäche, an den Folgen eines Unfalls sterben
    • (formelhafter Schluss von Märchen:) und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute
    • <substantiviert>: [in Bezug auf einen Schwerkranken, Altersschwachen] im Sterben liegen (kurz vorm Tode sein)
    • <in übertragener Bedeutung>: der Wald stirbt (geht zugrunde)
    • <in übertragener Bedeutung>: (gehoben) seine Hoffnung, Liebe ist gestorben (erloschen)
    • <in übertragener Bedeutung>: (umgangssprachlich) vor Angst, Scham, Langeweile, Neugier sterben (sich überaus ängstigen usw.)
    • <in übertragener Bedeutung; substantiviert>: dann kam, begann das große Sterben (Massensterben)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • zum Sterben langweilig, müde, einsam o. Ä. (emotional: sehr, überaus [in Bezug auf einen negativen Zustand]: obwohl sie zum Sterben müde war, lief sie weiter)
    • für jemanden gestorben sein (von jemandem völlig ignoriert werden, für ihn nicht mehr existieren, weil man seine Erwartungen o. Ä. in hohem Maße enttäuscht hat)
    • gestorben [sein] (1. salopp; [in Bezug auf etwas Geplantes o. Ä.] nicht zustande gekommen [sein], nicht ausgeführt, in die Wirklichkeit umgesetzt worden [sein] und deshalb [vorläufig] nicht mehr zur Diskussion stehend. 2. Film-, Fernsehjargon; [in Bezug auf die Dreharbeit für eine bestimmte Szene] abgebrochen, abgeschlossen: „Gestorben!“.)
    • daran, davon stirbt man nicht gleich (umgangssprachlich: das ist nicht so schlimm, nicht so gefährlich)
  2. einen bestimmten Tod erleiden

    Grammatik

    mit Akkusativ des Inhalts

    Beispiele

    • den Helden-, Hungertod sterben
    • einen qualvollen Tod sterben
  3. (für etwas, jemanden) sein Leben lassen

    Beispiel

    für seinen Glauben, für das Vaterland sterben
  4. (jemandem) durch den Tod genommen werden

    Beispiel

    ihr ist der Mann gestorben

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