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Zahn, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Zahn
Beispiel: sich die Zähne putzen, aber das Zähneputzen nicht vergessen! [Regel 82]

Bedeutungsübersicht

  1. in einem der beiden Kiefer wurzelndes, gewöhnlich in die Mundhöhle ragendes [spitzes, scharfes] knochenähnliches Gebilde, das besonders zur Zerkleinerung der Nahrung dient
  2. (Zoologie) einem spitzen Zahn gleichendes Gebilde auf der Haut eines Haifisches
  3. zackenartiger Teil, Zacke
  4. (umgangssprachlich) hohe Geschwindigkeit
  5. (salopp veraltend) junge Frau

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu Zahn

Aussprache

Betonung: Zahn🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch zan(t), althochdeutsch zan(d), eigentlich = der Kauende

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Zahndie Zähne
Genitivdes Zahnes, Zahnsder Zähne
Dativdem Zahnden Zähnen
Akkusativden Zahndie Zähne

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Zahn
    © Bibliographisches Institut, Berlin
    in einem der beiden Kiefer wurzelndes, gewöhnlich in die Mundhöhle ragendes [spitzes, scharfes] knochenähnliches Gebilde, das besonders zur Zerkleinerung der Nahrung dient

    Beispiele

    • scharfe, strahlend weiße, regelmäßige, gepflegte, gesunde, schlechte, gelbe, kariöse, faule Zähne
    • ein hohler, lockerer, kranker Zahn
    • die Zähne brechen durch
    • ein Zahn wackelt, schmerzt
    • mir ist ein Zahn abgebrochen
    • der Zahn muss gezogen werden
    • ihr fallen die Zähne aus
    • du musst [dir] öfter die Zähne putzen
    • einen Zahn plombieren, füllen
    • der Hund zeigte, fletschte, bleckt die Zähne
    • jemandem einen Zahn ausschlagen
    • jemandem die Zähne einschlagen
    • falsche Zähne haben (ein Gebiss tragen)
    • er murmelte dauernd etwas zwischen den Zähnen (artikulierte nicht deutlich)
    • mit den Zähnen knirschen
    • <in übertragener Bedeutung>: der Zahn des Zweifels nagt an ihr (Zweifel zehrt an ihr)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • dritte Zähne (künstliches Gebiss)
    • der Zahn der Zeit (umgangssprachlich: die in Verfall, Abnutzung sich zeigende zerstörende Kraft der Zeit: dem Zahn der Zeit zum Opfer fallen; der Zahn der Zeit nagt auch an diesem Baudenkmal; wohl Lehnübersetzung von englisch the tooth of time, Shakespeare, Maß für Maß, V, 1)
    • jemandem tut kein Zahn mehr weh (umgangssprachlich: jemand ist tot)
    • jemandem den Zahn ziehen (umgangssprachlich: jemandem eine Illusion, Hoffnung nehmen; jemanden ernüchtern)
    • [jemandem] die Zähne zeigen (umgangssprachlich: [jemandem gegenüber] Stärke demonstrieren, [jemandem] seine Entschlossenheit zeigen zu handeln, sich durchzusetzen; nach der Drohhaltung von Hunden und bestimmten Raubtieren)
    • die Zähne zusammenbeißen (umgangssprachlich: ein Höchstmaß an Selbstbeherrschung aufbieten, um etwas sehr Unangenehmes, Schmerzhaftes ertragen zu können; nach der Beobachtung, dass Menschen bei großer Anstrengung, bei Schmerz, Wut o. Ä. die Zähne fest zusammenbeißen)
    • die Zähne nicht auseinanderkriegen (umgangssprachlich: sich nicht äußern, nichts sagen, schweigen)
    • sich <Dativ> an etwas die Zähne ausbeißen (umgangssprachlich: an einer schwierigen Aufgabe trotz größter Anstrengungen scheitern: an dieser Frage haben sich die Prüflinge die Zähne ausgebissen)
    • sich <Dativ> an jemandem die Zähne ausbeißen (umgangssprachlich: mit jemandem nicht fertigwerden; sich vergeblich bemühen, jemanden zu etwas Bestimmtem zu veranlassen)
    • lange Zähne machen/mit langen Zähnen essen (umgangssprachlich: beim Essen seinen Widerwillen deutlich erkennen lassen)
    • jemandem auf den Zahn fühlen (umgangssprachlich: jemanden ausforschen, einer sehr kritischen Prüfung unterziehen: die Kommission fühlte den Bewerbern gründlich auf den Zahn; der Zahnarzt versuchte früher an der Reaktion des Patienten zu erkennen, welcher Zahn der kranke war, indem er mit den Fingern die infrage kommenden Zähne beklopfte oder befühlte)
    • bis an die Zähne bewaffnet (schwer bewaffnet)
    • [nur] für einen Zahn/für den hohlen Zahn reichen, sein (salopp: [von Essbarem] bei Weitem nicht ausreichen, allzu wenig sein: dieses Steak war nur etwas für den hohlen Zahn)
    • etwas mit Zähnen und Klauen verteidigen (umgangssprachlich: etwas äußerst entschlossen und mit allen verfügbaren Mitteln verteidigen: seine Privilegien mit Zähnen und Klauen verteidigen)
    • etwas, nichts, nichts Ordentliches o. Ä. zwischen die Zähne kriegen (umgangssprachlich: etwas, nichts, nichts Nahrhaftes o. Ä. zu essen bekommen)
  2. einem spitzen Zahn (1) gleichendes Gebilde auf der Haut eines Haifisches

    Gebrauch

    Zoologie

  3. Zahn - Briefmarke mit Zähnen am Rand
    Briefmarke mit Zähnen am Rand - © Bibliographisches Institut, Berlin
    zackenartiger Teil, Zacke

    Beispiel

    die Zähne einer Säge, eines Kamms, einer Briefmarke, eines Laubblatts
  4. hohe Geschwindigkeit

    Herkunft

    wohl nach dem mit Zähnen (3) versehenen Teil, an dem früher der Handgashebel entlanggeführt wurde

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    einen ganz schönen Zahn draufhaben

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    einen Zahn zulegen (umgangssprachlich: 1. seine Geschwindigkeit, sein Tempo [deutlich] erhöhen. 2. sich in seinen Anstrengungen, seinen Bemühungen zur Erreichung eines Ziels [erheblich] steigern.)
  5. junge Frau

    Gebrauch

    salopp veraltend

    Beispiel

    ein heißer, steiler Zahn

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