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Mund, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Wort mit gleicher Schreibung: Mund (Substantiv, feminin)
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Mund
Beispiele: einen, zwei, ein paar Mundvoll oder Mund voll nehmen; einige Mundvoll oder Mund voll Brot; den Mund [zu] voll nehmen (großsprecherisch sein)

Bedeutungsübersicht

    1. durch Unter- und Oberkiefer gebildete, durch die Lippen verschließbare Öffnung im unteren Teil des menschlichen Gesichts, die zur Nahrungsaufnahme und zur Hervorbringung sprachlicher Laute dient
    2. (Zoologie) Mundöffnung
  1. (Bergmannssprache) Kurzform für: Mundloch

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu Mund

(umgangssprachlich) Schnabel; (salopp) Rand, Rüssel, Schlund, Schnauze; (derb) Fresse; (bildungssprachlich scherzhaft) Gehege der Zähne; (umgangssprachlich scherzhaft) Futterluke, Plappermäulchen; (salopp, meist abwertend) Klappe; (familiär, besonders norddeutsch) Schnute; (derb abwertend) Maul; (süddeutsch) Triel; (landschaftlich salopp, meist abwertend) Gosch; (norddeutsch, mitteldeutsch) Flappe; (Anatomie) Os

Aussprache

Betonung: Mụnd🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch munt, althochdeutsch mund

Grammatik

der Mund; Genitiv: des Mund[e]s, Plural: die Münder, selten auch: Munde, Münde

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. Mund
      © Bibliographisches Institut, Berlin
      durch Unter- und Oberkiefer gebildete, durch die Lippen verschließbare Öffnung im unteren Teil des menschlichen Gesichts, die zur Nahrungsaufnahme und zur Hervorbringung sprachlicher Laute dient

      Beispiele

      • ein großer, voller, sinnlicher, zahnloser, roter, lächelnder Mund
      • ein bitterer Mund
      • vor Staunen blieb ihr der Mund offen stehen
      • (gehoben veraltend) sein Mund ist für immer verstummt (er ist gestorben)
      • den Mund öffnen, [zu einer Grimasse, vor Schmerz] verziehen, aufreißen
      • (umgangssprachlich) stopf dir doch den Mund nicht so voll! (iss nicht so gierig!)
      • sie küsste seinen Mund
      • er küsste sie auf den Mund
      • aus dem Mund riechen (einen üblen Mundgeruch haben)
      • mit offenem Mund (erstaunt) zuhören
      • einige Mund voll Kartoffelbrei essen
      • sie hat einen herben Zug um den Mund
      • das höre ich aus deinem Mund (von dir) zum ersten Mal
      • der Verunglückte wurde von Mund zu Mund beatmet
      • der Kranke hatte Schaum vor dem Mund
      • <in übertragener Bedeutung>: (umgangssprachlich) sie hat vier hungrige Münder zu stopfen (vier Kinder zu versorgen)

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • jemandes Mund steht nicht still (umgangssprachlich: jemand hat unaufhörlich etwas zu erzählen)
      • den Mund nicht aufbekommen/aufkriegen (umgangssprachlich: nicht reden, sich zu etwas nicht äußern können)
      • den Mund [zu] voll nehmen (umgangssprachlich: großsprecherisch sein)
      • den Mund [nicht] aufmachen/auftun (umgangssprachlich: sich zu etwas [nicht] äußern; etwas/nichts sagen)
      • Mund und Augen/Nase aufreißen/aufsperren (umgangssprachlich: fassungslos erstaunt sein)
      • einen großen Mund haben (umgangssprachlich: ein Prahler und vorlaut sein)
      • den Mund halten (umgangssprachlich: 1. schweigen [und dabei etwas unterdrücken, was man sagen wollte]. 2. ein Geheimnis nicht verraten.)
      • seinen Mund halten (umgangssprachlich: nichts von einer Sache verraten)
      • sich <Dativ> den Mund fransig/fusselig reden (umgangssprachlich: lange [vergeblich] auf jemanden einreden)
      • jemandem [mit etwas] den Mund stopfen (umgangssprachlich: jemanden durch etwas zum Schweigen bringen)
      • jemandem den Mund verbieten (jemandem untersagen, seine Meinung zu äußern)
      • sich <Dativ> den Mund verbrennen (umgangssprachlich: sich durch unbedachtes Reden schaden)
      • jemandem den Mund wässrig machen (umgangssprachlich: durch enthusiastische Schilderungen jemandes Verlangen nach etwas erregen)
      • nicht auf den Mund gefallen sein (umgangssprachlich: schlagfertig sein)
      • aus berufenem Munde (aus sicherer Quelle, von kompetenter Seite)
      • etwas, jemanden dauernd im Mund führen (etwas, jemandes Namen ständig im Gespräch erwähnen, als Wort gebrauchen)
      • in aller Munde sein (sehr bekannt, populär sein)
      • jemandem etwas in den Mund legen (1. jemanden bestimmte Worte sagen lassen. 2. jemanden auf eine bestimmte Antwort hinlenken. 3. jemandem etwas zuschreiben, was er nicht gesagt hat.)
      • jemandem nach dem/zum Munde reden (jemandem immer zustimmen, das sagen, was der andere gern hören will)
      • jemandem über den Mund fahren (umgangssprachlich: jemandem das Wort abschneiden, jemandem scharf antworten)
      • von Mund zu Mund gehen (durch Weitererzählen verbreitet werden)
      • sich <Dativ> etwas vom/(selten:) am Mund[e] absparen (sich etwas unter Opfern, durch persönliche Einschränkung ersparen)
      • du hast wohl deinen Mund zu Hause gelassen! (scherzhaft: warum bist du hier bei anderen so schweigsam?)
    2. Mundöffnung

      Gebrauch

      Zoologie

  1. Kurzform für: Mundloch

    Gebrauch

    Bergmannssprache

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