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Na­se, die

Wortart: Substantiv, feminin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Na|se

Bedeutungsübersicht

    1. Geruchsorgan (von Menschen und Tieren)
    2. Geruchssinn
    3. Spürsinn, Gespür
    1. (scherzhaft) Bug eines Schiffes, Flugzeugs; Vorderteil eines Autos
    2. Vorsprung an einer Felswand oder einem Gebäude
    3. hakenförmiger Ansatz (z. B. an einem Dachziegel, einem Hobel)
  1. (umgangssprachlich) herablaufender Farb-, Lacktropfen
  2. in Flüssen lebender, relativ großer Karpfenfisch mit einem einer Nase ähnlichen Oberkiefer

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu Nase

Aussprache

Betonung: Nase🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch nase, althochdeutsch nasa, ursprünglich wahrscheinlich = Nasenloch

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdie Nasedie Nasen
Genitivder Naseder Nasen
Dativder Naseden Nasen
Akkusativdie Nasedie Nasen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. Nase
      © MEV Verlag, Augsburg
      Geruchsorgan (von Menschen und Tieren)

      Beispiele

      • eine knollige Nase
      • der Hund hat eine feuchte Nase
      • jemandem blutet die Nase
      • jemandem läuft die Nase (umgangssprachlich; jemand hat Schnupfen)
      • die Nase ist verstopft
      • sich die Nase putzen
      • die Nase rümpfen
      • das Kind ist auf die Nase gefallen (umgangssprachlich; hingefallen)
      • durch die Nase atmen

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • jemandem passt/gefällt jemandes Nase nicht (umgangssprachlich: jemand kann jemanden nicht leiden)
      • von jemandem, etwas die Nase [gestrichen] voll haben (umgangssprachlich: jemandes, einer Sache [gänzlich] überdrüssig sein)
      • die Nase vorn haben (umgangssprachlich: bei etwas dabei sein, gewinnen)
      • seine Nase in etwas/in alles [hinein]stecken (umgangssprachlich: sich neugierig um etwas/um alles kümmern, [was einen nichts angeht])
      • nicht weiter sehen als seine Nase [reicht] (umgangssprachlich: engstirnig sein)
      • die Nase hängen lassen (Kopf  1)
      • die Nase hoch tragen (Kopf 1)
      • die Nase rümpfen (jemanden, etwas gering schätzen, auf jemanden/etwas verächtlich herabsehen)
      • sich <Dativ> die Nase begießen (umgangssprachlich: Alkohol trinken)
      • die Nase zu tief ins Glas stecken (umgangssprachlich: sich betrinken)
      • sich <Dativ> eine goldene Nase verdienen (umgangssprachlich: sehr viel Geld verdienen)
      • die/seine Nase in ein Buch stecken (umgangssprachlich: eifrig lernen)
      • jemandem eine [lange] Nase drehen/machen (umgangssprachlich: jemanden auslachen, verspotten)
      • die/jemandes Nase beleidigen (umgangssprachlich: schlecht riechen)
      • immer der Nase nach (umgangssprachlich: immer geradeaus)
      • jemandem etwas an der Nase ansehen (umgangssprachlich; Nasenspitze)
      • sich an die eigene Nase fassen/(selten:) sich an der eigenen Nase zupfen/(österreichisch, schweizerisch:) sich selber an der Nase nehmen (umgangssprachlich: sich um die eigenen Fehler und Schwächen kümmern)
      • jemanden an der Nase herumführen (umgangssprachlich: jemanden täuschen, irreführen; nach dem Bild des an einem Nasenring gezogenen Tieres)
      • auf der Nase liegen (umgangssprachlich: krank sein)
      • auf die Nase fallen (umgangssprachlich: einen Misserfolg erleben)
      • jemandem etwas auf die Nase binden (umgangssprachlich: jemandem etwas erzählen, was für ihn nicht bestimmt ist)
      • jemandem auf der Nase herumtanzen (Kopf 1)
      • jemandem eins/was auf die Nase geben (umgangssprachlich: 1. jemanden verprügeln. 2. jemanden tadeln, zurechtweisen.)
      • jemandem etwas aus der Nase ziehen (umgangssprachlich: von jemand etwas [was er nicht erzählen will oder sollte] erst nach wiederholtem, geschicktem Fragen schließlich erzählt bekommen)
      • jemandem in die Nase fahren (umgangssprachlich: jemanden ärgern)
      • jemanden mit der Nase auf etwas stoßen (umgangssprachlich: jemanden deutlich auf etwas hinweisen)
      • immer mit der Nase vorneweg sein (umgangssprachlich: vorwitzig sein)
      • nach jemandes Nase gehen (umgangssprachlich: jemandes Vorstellungen entsprechend verlaufen)
      • pro Nase (umgangssprachlich: pro Person)
      • jemandem etwas unter die Nase reiben (umgangssprachlich: jemandem wegen etwas Vorhaltungen machen; jemandem [unverblümt] etwas Unangenehmes sagen; bezieht sich darauf, dass man jemandem etwas, dessen Geruch er genau wahrnehmen soll, dicht unter die Nase hält und es dabei hin- und herbewegt)
      • jemandem etwas unter die Nase halten (umgangssprachlich: jemandem etwas so vors Gesicht halten, dass er es sehen muss)
      • jemandem vor der Nase wegfahren (umgangssprachlich: von jemandem knapp verpasst werden)
      • jemandem jemanden vor die Nase setzen (umgangssprachlich: jemandem jemanden überordnen, zum Vorgesetzten machen)
      • jemandem etwas vor der Nase wegschnappen (umgangssprachlich: etwas schnell an sich bringen, bevor jemand anders es bekommen kann)
      • etwas vor der Nase haben (umgangssprachlich: etwas in unmittelbarer Nähe haben)
    2. Geruchssinn

      Beispiel

      der Hund hat eine gute Nase
    3. Spürsinn, Gespür

      Beispiel

      seine Nase hat ihn getäuscht
    1. Nase - Nase eines Flugzeugs
      Nase eines Flugzeugs - © Andreas Imhof - Fotolia.com
      Bug eines Schiffes, Flugzeugs; Vorderteil eines Autos

      Gebrauch

      scherzhaft

      Beispiel

      die Nase des Bootes hob sich aus den Wellen
    2. Vorsprung an einer Felswand oder einem Gebäude
    3. hakenförmiger Ansatz (z. B. an einem Dachziegel, einem Hobel)
  1. herablaufender Farb-, Lacktropfen

    Gebrauch

    umgangssprachlich

  2. Nase
    © Bibliographisches Institut, Berlin
    in Flüssen lebender, relativ großer Karpfenfisch mit einem einer Nase (1a) ähnlichen Oberkiefer

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