Schna­bel, der

Wortart:
Substantiv, maskulin
Häufigkeit:
▒▒░░░
Aussprache:
Betonung
🔉Schnabel

Rechtschreibung

Worttrennung
Schna|bel

Bedeutungen (5)

  1. (bei verschiedenen Wirbeltieren, besonders den Vögeln) vorspringender, oft spitz auslaufender, von einer Hornschicht überzogener Fortsatz vorn am Kopf
    Schnabel - Schnabel eines Adlers
    Schnabel eines Adlers - © MEV Verlag, Augsburg
    Beispiele
    • ein langer, kurzer, spitzer, krummer, breiter, kräftiger, gelber Schnabel
    • den Schnabel aufsperren, wetzen
    • der Storch klappert mit dem Schnabel
  2. Gebrauch
    umgangssprachlich
    Beispiel
    • mach, sperr mal deinen Schnabel auf!
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • reden, sprechen, wie einem der Schnabel gewachsen ist (umgangssprachlich: unbekümmert, frei heraus und ohne Ziererei sprechen)
    • den Schnabel halten (umgangssprachlich; Mund 1a)
    • den Schnabel [nicht] aufmachen/auftun (umgangssprachlich; Mund 1a)
    • sich <Dativ> den Schnabel verbrennen (umgangssprachlich; Mund 1a)
    • jemandem [mit etwas] den Schnabel stopfen (umgangssprachlich; Mund 1a)
    • seinen Schnabel an jemandem wetzen (umgangssprachlich: boshaft, abfällig über jemanden reden; über jemanden lästern)
  3. kleine Röhre zum Ausgießen an einer Kanne, einem Krug
  4. (bei antiken und mittelalterlichen Schiffen) verlängerter, spitz zulaufender Bug
  5. schnabelförmiges Mundstück bei bestimmten Blasinstrumenten
    Gebrauch
    Musik

Herkunft

mittelhochdeutsch snabel, althochdeutsch snabul, wohl verwandt mit schnappen

Grammatik

der Schnabel; Genitiv: des Schnabels, Plural: die Schnäbel

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