Bein, das

Wortart INFO
Substantiv, Neutrum
Häufigkeit INFO
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Rechtschreibung

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Worttrennung
Bein

Bedeutungen (5)

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  1. zum Stehen und Fortbewegen dienende Gliedmaße bei Mensch und Tier (die beim Wirbeltier und beim Menschen vom Hüftgelenk bis zu den Zehen reicht)
    Bein
    © Bibliographisches Institut, Berlin
    Beispiele
    • das rechte, linke Bein
    • gerade Beine
    • ein künstliches Bein
    • die Beine spreizen, von sich strecken, übereinanderschlagen
    • sich mühsam auf die Beine stellen
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • kein Bein (schweizerisch, sonst landschaftlich: kein Mensch)
    • jemandem [lange] Beine machen (umgangssprachlich: 1. jemanden fortjagen. 2. jemanden antreiben, sich schneller zu bewegen.)
    • jüngere Beine haben (umgangssprachlich: besser als eine ältere Person laufen können)
    • ein langes Bein machen (Fußball: den ballführenden Gegner durch einen Spreiz- oder Grätschschritt vom Ball zu trennen suchen)
    • ein/das Bein stehen lassen (Fußball: den ballführenden Gegner über ein Bein fallen lassen)
    • [nur] ein linkes, rechtes Bein haben (Fußball: nur mit dem linken, rechten Bein richtig schießen können, Schusskraft haben)
    • die Beine breit machen (salopp: [von Frauen] Geschlechtsverkehr ausüben)
    • sich <Dativ> die Beine vertreten (umgangssprachlich: nach langem Sitzen ein wenig hin und her gehen)
    • sich <Dativ> kein Bein ausreißen (umgangssprachlich: sich [bei der Arbeit] nicht besonders anstrengen)
    • jemandem ein Bein stellen (1. jemanden durch Vorstellen eines Beines zum Stolpern bringen. 2. jemandem durch eine bestimmte Handlung Schaden zufügen; jemanden hereinlegen.)
    • Beine bekommen/gekriegt haben (umgangssprachlich: plötzlich abhandengekommen oder gestohlen worden sein)
    • die Beine in die Hand/unter die Arme nehmen (umgangssprachlich: ganz schnell [weg]laufen)
    • die Beine unter jemandes Tisch strecken (umgangssprachlich: sich von jemandem ernähren lassen; von jemandem versorgt werden)
    • sich <Dativ> die Beine nach etwas ablaufen, abrennen, wund laufen/wundlaufen (umgangssprachlich: in dauerndem [vergeblichem] Bemühen hinter einer Sache her sein, viele Gänge wegen etwas machen)
    • sich <Dativ> die Beine abstehen; sich <Dativ> die Beine in den Leib/Bauch stehen (umgangssprachlich: lange stehen und auf etwas warten müssen)
    • alles, was Beine hat (umgangssprachlich: alle, die laufen können)
    • etwas noch am Bein haben (umgangssprachlich: etwas noch bezahlen müssen, als Verpflichtung haben; nach dem früheren Brauch, sich kleine Lasten am Bein festzubinden)
    • jemandem, sich etwas ans Bein hängen/binden (umgangssprachlich: jemandem, sich etwas aufbürden und ihn, sie, sich dadurch in der Aktivität hemmen; die Wendung nimmt darauf Bezug, dass dem Vieh auf nicht eingezäunter Weide die Vorderbeine zusammengebunden werden und ein Holzklotz an die Beine gebunden wird, um es in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken. Auch Gefangene schmiedete man früher an einen Klotz, um ihnen die Bewegungsfreiheit zu nehmen)
    • etwas ans Bein binden (umgangssprachlich veraltend: etwas darangeben, einbüßen; die Wendung meint eigentlich, dass etwas, was man sich ans Bein bindet, nicht bis zum Herzen dringen kann, dass man sich also etwas nicht zu Herzen gehen lässt und es leicht verschmerzt)
    • wieder auf den Beinen sein (wieder [ganz] gesund sein)
    • viel auf den Beinen sein (viel unterwegs sein; [in einer Tätigkeit mit Stehen oder Umherlaufen] sehr beschäftigt sein)
    • auf den Beinen sein (draußen, auf der Straße sein)
    • [wieder] auf die Beine kommen (1. sich aufrichten, aufstehen. 2. [wieder] gesund werden. 3. wirtschaftlich wieder hochkommen, festen Fuß fassen.)
    • jemanden, sich [wieder] auf die Beine bringen/stellen (1. jemanden, sich [wieder] aufrichten: ich stellte mich mühsam auf die Beine. 2. jemanden, sich [innerlich] stärken, wieder aufrichten.)
    • jemanden auf die Beine bringen (jemanden herauslocken, zusammenbringen)
    • etwas [wieder] auf die Beine bringen (etwas [wieder] in einen guten Zustand bringen)
    • etwas auf die Beine stellen (etwas in bewundernswerter Weise zustande bringen)
    • jemandem auf die Beine helfen (1. einer gestürzten Person wieder aufhelfen. 2. jemandem helfen, eine Schwäche oder Krankheit zu überwinden. 3. jemandem finanziell helfen, damit er wieder wirtschaftlich vorankommt.)
    • immer wieder auf die Beine fallen (umgangssprachlich: aus allen Schwierigkeiten immer wieder ohne Schaden hervorgehen; nach der Beobachtung, dass Katzen bei einem Sturz meist auf die Beine fallen und sich deshalb nur selten Schäden zuziehen)
    • sich nicht [mehr]/kaum [noch] auf den Beinen halten können (vor Müdigkeit, Schwäche dem Umfallen nahe sein)
    • auf eigenen Beinen stehen (selbstständig, unabhängig sein)
    • auf schwachen Beinen stehen (schwach, unsicher sein)
    • schwach auf den Beinen (1. nicht gesund, von (schwerer) Krankheit geschwächt. 2. umgangssprachlich; unbewiesen, ungesichert.)
    • in die Beine gehen (1. umgangssprachlich; die Beine schwer machen, belasten; die Beweglichkeit der Beine hemmen. 2. zum rhythmischen [Sich]bewegen, zum Tanzen anregen.)
    • mit beiden Beinen im Leben/[fest] auf der Erde stehen (Realist[in], Praktiker[in] sein; sich in jeder Lage zurechtfinden)
    • mit dem linken Bein zuerst aufgestanden sein (umgangssprachlich: schlechter Laune sein, an allem etwas auszusetzen haben; das Aufstehen mit dem verkehrten Bein galt als schlechtes Vorzeichen)
    • mit einem Bein im Gefängnis stehen (1. etwas, was hart an der Grenze des Erlaubten ist, getan haben. 2. einen risikoreichen Beruf haben, bei dem eine Unachtsamkeit o. Ä. schwerwiegende Folgen hat, die einem eine Gefängnisstrafe einbringen kann.)
    • mit einem Bein im Grab[e] stehen (schwer krank oder in großer Gefahr sein)
    • von einem Bein aufs andere treten (umgangssprachlich: ungeduldig warten müssen)
    • auf einem Bein kann man nicht stehen (ein Glas Alkohol genügt nicht; bei der Aufforderung oder dem Wunsch, ein zweites Glas zu trinken)
    1. Teil eines Möbelstücks, eines Gerätes o. Ä., mit dem es auf dem Boden steht
      Bein - Stuhl mit vier Beinen
      Stuhl mit vier Beinen - © MEV Verlag, Augsburg
    2. untere, die Bewegung vermittelnde Teile des Autos (Achsschenkel, Räder, Reifen)
      Gebrauch
      Jargon
      Grammatik
      Pluraletantum
  2. Hosenbein
    Bein - Hose mit zwei Beinen
    Hose mit zwei Beinen - © Klaus Eppele - Fotolia.com
    Beispiel
    • eine Hose mit engen, weiten Beinen
  3. Fuß
    Bein
    © Bibliographisches Institut, Berlin
    Gebrauch
    nord- und mitteldeutsch
    Beispiel
    • er hat mich aufs Bein getreten
  4. Knochen
    Gebrauch
    süddeutsch, österreichisch, schweizerisch, Medizin in Zusammensetzungen, sonst veraltet
    Beispiel
    • der Hund nagt an einem Bein
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • jemandem in die Beine fahren (jemandem durch alle Glieder, durch den ganzen Körper gehen: die Aufregung war ihr in die Beine gefahren)

Synonyme zu Bein

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Herkunft

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mittelhochdeutsch, althochdeutsch bein, Herkunft ungeklärt

Grammatik

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das Bein; Genitiv: des Bein[e]s, Plural: die Beine (landschaftlich, süddeutsch, österreichisch umgangssprachlich auch: Beiner)

SingularPlural
Nominativdas Beindie Beine
Genitivdes Beines, Beinsder Beine
Dativdem Beinden Beinen
Akkusativdas Beindie Beine

Wussten Sie schon?

Info
  • Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Aussprache

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Betonung
🔉Bein

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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