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Bär, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Wort mit gleicher Schreibung: Bär (Substantiv, maskulin)
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Bär
Beispiel: Regel 150: der Große, der Kleine Bär (Sternbilder)

Bedeutungsübersicht

  1. großes Raubtier mit dickem Pelz, gedrungenem Körper und kurzem Schwanz
    1. (salopp) weibliche Schambehaarung
    2. (salopp) Vulva
  2. (Börsenjargon) jemand, dessen Aktivitäten an der Börse von erwartetem Fallen der Kurse geprägt sind

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu Bär

Aussprache

Betonung: Bär
Lautschrift: [bɛːɐ̯] 🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch ber, althochdeutsch bero, eigentlich = der Braune, verhüllend Bezeichnung

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Bärdie Bären
Genitivdes Bärender Bären
Dativdem Bärenden Bären
Akkusativden Bärendie Bären

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Bär
    © MEV Verlag, Augsburg
    großes Raubtier mit dickem Pelz, gedrungenem Körper und kurzem Schwanz

    Beispiele

    • der Bär brummt
    • Bären jagen, erlegen
    • <in übertragener Bedeutung>: er ist ein richtiger Bär (umgangssprachlich; ein großer, kräftiger, oft etwas ungeschickt, aber gutmütig wirkender Mensch)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • der Große Bär, der Kleine Bär (Sternbilder des nördlichen Himmels; nach lateinisch Ursa Major und Ursa Minor)
    • wie ein Bär (umgangssprachlich: in auffallend hohem Maß, sehr: hungrig sein, stark sein wie ein Bär)
    • jemandem einen Bären aufbinden (umgangssprachlich: jemandem etwas Unwahres so erzählen, dass er es glaubt; die Wendung geht wohl davon aus, dass es praktisch unmöglich ist, jemandem – ohne dass er es merkt – einen Bären auf den Rücken zu binden)
    • hier/da ist der Bär los; hier/da geht der Bär ab (umgangssprachlich: hier/da ist etwas los, hier/da herrscht Stimmung; die Wendungen beziehen sich wohl auf den [entlaufenen] Tanzbären oder den Bären im Zirkus)
    1. weibliche Schambehaarung

      Gebrauch

      salopp

    2. Vulva

      Gebrauch

      salopp

  2. jemand, dessen Aktivitäten an der Börse von erwartetem Fallen der Kurse geprägt sind

    Herkunft

    nach englisch bear = jemand, der auf Baisse spekuliert (eigentlich = Bär), Herkunft ungeklärt; vielleicht gekürzt aus: bearskin jobber = Bärenfellverkäufer, wohl nach der sprichwörtlichen Warnung, nicht das Fell des Bären zu verkaufen, bevor dieser erlegt ist; heute im Begriffspaar »Bär und Bulle« (Bulle) meist damit erklärt, dass der Bär die Kurse mit seiner Tatze nach unten drückt, während der Bulle sie mit seinen Hörnern nach oben wirft

    Gebrauch

    Börsenjargon

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