pein­lich

Wortart:
Adjektiv
Häufigkeit:
▒▒▒░░
Aussprache:
Betonung
🔉peinlich

Rechtschreibung

Worttrennung
pein|lich
Beispiel
(Rechtssprache veraltet): peinliches Recht (Strafrecht), peinliche Gerichtsordnung (Strafprozessordnung)

Bedeutungen (3)

  1. ein Gefühl der Verlegenheit, des Unbehagens, der Beschämung o. Ä. auslösend
    Beispiele
    • ein peinlicher Zwischenfall
    • ein peinliches Versehen, Vorkommnis
    • eine peinliche Lage, Situation, Panne, Frage
    • es herrschte peinliches Schweigen
    • sein Benehmen war, wirkte, berührte peinlich
    • es ist mir furchtbar peinlich, dass ich zu spät komme
    • von etwas peinlich berührt, überrascht, betroffen sein
    • 〈substantiviert:〉 das Peinliche an der Sache war …
    1. mit einer sich bis ins Kleinste erstreckenden Sorgfalt; äußerst genau
      Beispiele
      • eine peinliche Beachtung aller Vorsichtsmaßregeln
      • eine peinliche (sehr große, pedantische) Ordnung
      • peinlichste Sauberkeit
      • er hat alles peinlich geordnet
      • etwas peinlich befolgen
      • 〈substantiviert:〉 alles wurde aufs Peinlichste/peinlichste geregelt
    2. sehr, aufs Äußerste, überaus
      Grammatik
      intensivierend bei Adjektiv
      Beispiele
      • er ist peinlich genau
      • alles ist peinlich sauber
  2. Strafen über Leib und Leben betreffend
    Gebrauch
    Rechtssprache veraltet
    Beispiele
    • (früher) das peinliche Gericht (Gericht, das Strafen über Leib und Leben verhängt)
    • ein peinliches Verhör (Verhör unter Anwendung der Folter)

Synonyme zu peinlich

Herkunft

mittelhochdeutsch pīnlich = schmerzlich; strafwürdig

Wussten Sie schon?

  • Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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peinlich
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