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Schul­ter, die

Wortart: Substantiv, feminin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Schul|ter

Bedeutungsübersicht

  1. (beim Menschen) oberer Teil des Rumpfes zu beiden Seiten des Halses, mit dem die Arme verbunden sind
  2. Teil eines Kleidungsstückes, der die Schulter bedeckt
    1. (bei vierfüßigen Wirbeltieren) seitliche, obere, über jedem der beiden Schulterblätter gelegene Rückengegend
    2. oberer, fleischiger Teil des Vorderbeins (besonders bei Schlachtvieh und Wild)

Aussprache

Betonung: Schụlter🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch schulter, althochdeutsch scult(er)ra, Herkunft ungeklärt

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdie Schulterdie Schultern
Genitivder Schulterder Schultern
Dativder Schulterden Schultern
Akkusativdie Schulterdie Schultern

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Schulter - Mann mit Kind auf den Schultern
    Mann mit Kind auf den Schultern - © MEV Verlag, Augsburg
    (beim Menschen) oberer Teil des Rumpfes zu beiden Seiten des Halses, mit dem die Arme verbunden sind

    Beispiele

    • breite, vom Alter gebeugte Schultern
    • die Schultern bedauernd hochziehen
    • die, mit den Schultern zucken (mit einem Hochziehen der Schulter zu verstehen geben, dass man etwas nicht weiß, jemanden oder etwas nicht versteht)
    • jemandem bis an die, bis zur Schulter reichen
    • jemanden im Zorn an den Schultern rütteln
    • jemandem kameradschaftlich, jovial auf die Schulter klopfen
    • der Ringer zwang, legte seinen Gegner auf die Schultern (schulterte ihn)
    • er nahm, hob das Kind auf die Schultern
    • den Arm um jemandes Schultern legen
    • <in übertragener Bedeutung>: die ganze Verantwortung liegt, lastet auf seinen Schultern

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • Schulter an Schulter (1. so nah, dicht neben jemandem, nebeneinander, dass man sich mit den Schultern [beinahe] berührt. 2. gemeinsam [im Einsatz für ein und dieselbe Sache]: er kämpfte Schulter an Schulter mit seinem Partner.)
    • jemandem, einer Sache die kalte Schulter zeigen (umgangssprachlich: einer Person oder Sache keine Beachtung [mehr] schenken, ihr mit Gleichgültigkeit oder Nichtachtung begegnen, sie abweisen, zurückweisen, ablehnen; vielleicht nach englisch to give [oder to show] somebody the cold shoulder)
    • etwas auf die leichte Schulter nehmen (etwas nicht ernst genug nehmen)
    • auf beiden Schultern [Wasser] tragen (zwei Parteien gerecht werden wollen)
    • jemanden über die Schulter ansehen (auf jemanden herabsehen)
  2. Teil eines Kleidungsstückes, der die Schulter (1) bedeckt

    Beispiel

    die linke Schulter sitzt nicht
    1. (bei vierfüßigen Wirbeltieren) seitliche, obere, über jedem der beiden Schulterblätter gelegene Rückengegend
    2. oberer, fleischiger Teil des Vorderbeins (besonders bei Schlachtvieh und Wild)

      Beispiel

      ein Stück Hammelfleisch von der Schulter

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