Mann, der

Wortart INFO
Substantiv, maskulin
Häufigkeit INFO
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Wort mit gleicher Schreibung
Mann (Eigenname)

Rechtschreibung

Info
Worttrennung
Mann
Beispiele
alle Mann an Bord, an Deck!; tausend Mann; er ist Manns genug; seinen Mann stehen; Mann, ist das schön! (umgangssprachlich)

Bedeutungen (4)

Info
  1. erwachsene Person männlichen Geschlechts
    Mann
    © MEV Verlag, Augsburg
    Grammatik
    Plural: Männer
    Beispiele
    • ein alter Mann
    • er ist ein ganzer Mann
    • (umgangssprachlich) typisch Mann! (das entspricht ganz der männlichen im Unterschied zur weiblichen Art; so kann auch nur ein Mann denken, handeln, fühlen)
    • sei ein Mann! (zeige dich als mutiger Mann!)
    • (umgangssprachlich; als Anrede) junger Mann, können Sie mir mal helfen?
    • (veraltet) der gemeine Mann (der Durchschnittsbürger)
    • der dritte Mann (Mitspieler) beim Skat
    • ein Mann von Geist (jemand, der Geist hat)
    • er ist für uns der geeignete, richtige Mann (Mitarbeiter)
    • ein Mann des Volkes (jemand, der mit dem Volk eng verbunden ist und in seiner übergeordneten Stellung dessen Vertrauen hat)
    • ein Mann aus dem Volk (jemand, der aus dem Volk, aus einem einfachen Milieu kommt und in seiner übergeordneten Stellung das Vertrauen des Volkes hat)
    • (Seemannssprache) (Notruf, wenn jemand vom Schiff ins Wasser gefallen ist) Mann über Bord!
    • (Seemannssprache) alle Mann an Bord! (alle sind anwesend)
    • morgen fahren wir alle Mann [hoch] (umgangssprachlich; alle zusammen) nach München
    • meine Männer (familiär; Ehemann und Sohn, Söhne) sind nicht zu Hause
    • (umgangssprachlich) die Kosten betragen 5 Euro pro Mann (für jeden)
    • ein Kampf Mann gegen Mann (zwischen Einzelnen)
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • der kleine Mann (1. umgangssprachlich; jemand, der finanziell nicht besonders gut gestellt ist. 2. salopp scherzhaft; Penis.)
    • der böse/Böse Mann; der schwarze/Schwarze Mann (Schreckgestalt für Kinder)
    • freier Mann (besonders Fußball: Libero)
    • letzter Mann (besonders Fußball: Ausputzer)
    • der Wilde Mann (Mythologie: [in der Volkssage, Volkskunst] am ganzen Körper mit langen Haaren bedeckter, meist mit einer Keule in der Hand dargestellter, im Wald lebender Riese)
    • der [kleine] Mann auf der Straße (der den Durchschnitt der Bevölkerung repräsentierende Bürger; vielleicht nach englisch the man in the street)
    • der Mann im Mond (aus den Mondflecken gedeutete Sagengestalt)
    • ein Mann von Welt (jemand, der gewandt im [gesellschaftlichen] Auftreten ist)
    • [mein lieber] Mann! (salopp: Ausruf des Erstaunens, des Unwillens)
    • wie ein Mann (ganz spontan einmütig, geschlossen; nach Richter 20; 1, 8, 11)
    • ein gemachter Mann sein (umgangssprachlich: [von männlichen Personen] aufgrund eines wirtschaftlichen Erfolges in gesicherten Verhältnissen leben)
    • ein toter Mann sein (umgangssprachlich: [von männlichen Personen] erledigt sein, keine Zukunftsaussichten mehr haben)
    • der Mann sein, etwas zu tun ([als Mann] eine bestimmte Handlungsweise, Fähigkeit erwarten lassen)
    • jemandes Mann sein (umgangssprachlich: für jemanden, für jemandes Zwecke, Pläne genau der Richtige sein: er hat jahrelange Erfahrung, das ist genau unser Mann)
    • den toten Mann machen (umgangssprachlich scherzhaft: sich ohne Bewegung auf dem Rücken im Wasser treiben lassen)
    • den starken, großen o. ä. Mann markieren/mimen (salopp: sich als besonders stark, bedeutend, einflussreich o. ä. darstellen)
    • seinen Mann stehen/stellen (auf sich gestellt tüchtig sein und sich bewähren)
    • Mann decken (Ballspiele: seinen unmittelbaren Gegenspieler decken)
    • Manns genug sein, etwas zu tun (die [Entschluss]kraft, Energie, den Mut besitzen, es fertigbringen, etwas Nötiges zu tun)
    • etwas an den Mann bringen (umgangssprachlich: 1. etwas verkaufen. 2. im Gespräch o. Ä. etwas mitteilen, äußern, erzählen.)
    • mit Mann und Maus untergehen (untergehen, ohne dass einer gerettet wird)
    • von Mann zu Mann (unter Männern und dabei vertraulich und sachlich)
    • ein Mann, ein Wort (in Bezug auf einen Mann, auf den Verlass ist)
    • selbst ist der Mann (jeder muss sich selbst helfen; nach Goethe, Faust II, 4. Akt, 10 467)
    • ein alter Mann ist doch kein D-Zug (umgangssprachlich scherzhaft: ich kann mich nicht so schnell bewegen, wie es gewünscht wird)
  2. Ehemann (hebt weniger die rechtliche Bindung als die Zusammengehörigkeit mit der Frau oder dem Mann hervor)
    Grammatik
    Plural: Männer
    Beispiele
    • ihr [verstorbener] Mann
    • als Mann und Frau, wie Mann und Frau (wie Eheleute) leben
    • er hat dort einen Mann gefunden (kennengelernt und geheiratet)
  3. Lehns-, Gefolgsleute
    Grammatik
    Plural: Mannen
    Beispiel
    • 〈in übertragener Bedeutung:〉 seine Mannen (besonders Sport scherzhaft; Anhänger; Mannschaft) um sich scharen
  4. als burschikose Anrede, ohne persönlichen Bezug in Ausrufen des Staunens, Erschreckens, der Bewunderung
    Gebrauch
    salopp
    Grammatik
    ohne Plural
    Beispiele
    • Mann, bist du braun!
    • [mein lieber] Mann, das gibts doch nicht!

Synonyme zu Mann

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Herkunft

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mittelhochdeutsch, althochdeutsch man, vielleicht ursprünglich = Denkender

Grammatik

Info

der Mann; Genitiv: des Mann[e]s, Plural: die Männer, Mannen und (als Mengenangabe nach Zahlen): Mann

SingularPlural
Nominativder Manndie Männer, Mannen
Genitivdes Mannes, Mannsder Männer, Mannen
Dativdem Mannden Männern, Mannen
Akkusativden Manndie Männer, Mannen

Wussten Sie schon?

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  • Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Aussprache

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Betonung
🔉Mann

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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