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Leib, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Leib
Beispiele: gut bei Leibe (wohlgenährt) sein, aber beileibe nicht; jemandem zu Leibe rücken; Leib und Leben wagen

Bedeutungsübersicht

    1. (gehoben) Körper
    2. (gehoben) äußere Erscheinung eines Menschen, Gestalt
    3. (gehoben) Rumpf (von Menschen oder Tieren)
  1. (gehoben) unterer Teil des Körpers, besonders der Bauch
  2. in »Leib und Leben«

Synonyme zu Leib

Aussprache

Betonung: Leib🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch līp, althochdeutsch līb, zu leben

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Leibdie Leiber
Genitivdes Leibes, Leibsder Leiber
Dativdem Leibden Leibern
Akkusativden Leibdie Leiber

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. Körper (1a)

      Gebrauch

      gehoben

      Beispiele

      • ein kranker, abgemagerter, ausgemergelter Leib
      • die dampfenden Leiber der gehetzten Pferde
      • mir klebten die Kleider am Leib
      • am ganzen Leib zittern, frieren, schwitzen
      • bei lebendigem Leibe/lebendigen Leibes verbrennen
      • diese Krankheit steckte mir schon lange im Leib (ich fühlte mich schon krank, bevor es zum eigentlichen Ausbruch kam)
      • du bist so stark erkältet – bleib mir vom Leib[e]! (komm nicht zu nah an mich heran!)

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • etwas am eigenen Leib erfahren/(ver)spüren/erleben (etwas selbst durchmachen müssen)
      • jemandem auf den Leib, zu Leibe rücken (umgangssprachlich: jemanden bedrängen, auf jemanden Druck ausüben)
      • mit Leib und Seele (1. mit Begeisterung und innerer Beteiligung: er ist mit Leib und Seele Arzt. 2. ganz und gar: sie war mit Leib und Seele dem Alkohol verfallen.)
      • sich jemanden, etwas vom Leib[e] halten (salopp: näheren Kontakt mit jemandem vermeiden; sich von etwas fernhalten: ich will versuchen, ihn mir vom Leibe zu halten; sie hat sich alles, was mit Politik zu tun hat, vom Leibe gehalten)
      • jemandem [mit etwas] vom Leibe gehen/bleiben (jemanden [mit etwas] in Ruhe lassen, nicht behelligen, belästigen)
      • einer Sache zu Leibe gehen/rücken (eine schwierige, unangenehme Aufgabe angehen 5)
    2. äußere Erscheinung eines Menschen, Gestalt

      Gebrauch

      gehoben

      Beispiele

      • ein schöner, ebenmäßig gewachsener, zarter, jugendlicher Leib
      • sie besaß nur noch das, was sie auf dem Leibe trug

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • jemandem [wie] auf den Leib geschnitten/zugeschnitten/geschneidert sein (zu jemandem genau passen, jemandes Bedürfnissen, Wünschen o. Ä. genau entsprechen: seine neue Aufgabe ist ihm wie auf den Leib geschneidert)
      • jemandem [wie] auf den Leib geschrieben sein (wie geschaffen, genau passend für jemanden sein; ursprünglich vom Schauspieler)
    3. Rumpf (von Menschen oder Tieren)

      Gebrauch

      gehoben

      Beispiel

      ein rundlicher, geschundener, zerschlagener Leib
  1. unterer Teil des Körpers (1a), besonders der Bauch

    Gebrauch

    gehoben

    Beispiele

    • ein dicker, aufgetriebener, voller Leib
    • nichts [Ordentliches] im Leib haben, in den Leib bekommen haben (gegessen haben)
  2. Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    Leib und Leben (emotional verstärkend: die körperliche Unversehrtheit und das Leben: Leib und Leben [alles] riskieren; eine Gefahr für Leib und Leben darstellen (lebensgefährlich sein))

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