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Blut, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Blut

Bedeutungsübersicht

Blut - Ein Tropfen Blut
Ein Tropfen Blut - © manu - Fotolia.com
dem Stoffwechsel dienende, im Körper des Menschen und vieler Tiere zirkulierende rote Flüssigkeit

Beispiele

  • das Blut fließt aus der Wunde
  • jemandem steigt das Blut in den Kopf
  • viel Blut wurde vergossen (gehoben; viele Menschen verloren im Kampf, Krieg ihr Leben)
  • Blut spenden, übertragen
  • das Blut stillen
  • Blut verlieren (stark bluten)
  • er kann kein Blut sehen (ihm wird übel beim Anblick von Blut)
  • ein Blut bildendes (die Bildung roter Blutkörperchen förderndes) Medikament
  • Blut saugende (stechende und sich vom gesaugten Blut ernährende) Insekten
  • Blut reinigender (eine Entschlackung des Blutes bewirkender) Tee
  • sie hatte keinen Tropfen Blut im Gesicht (sie war ganz blass)
  • sein Hemd war voll Blut
  • die Bande des Blutes (gehoben; enge verwandtschaftliche Bindungen)
  • Alkohol im Blut haben
  • er lag in seinem Blut (er lag stark blutend da)
  • <in übertragener Bedeutung>: das mütterliche Blut (Erbe)
  • <in übertragener Bedeutung>: heißes/feuriges Blut (ein leidenschaftliches Temperament)
  • <in übertragener Bedeutung>: französisches Blut in den Adern haben (seiner Abstammung nach [zum Teil] Franzose/Französin sein)
  • <in übertragener Bedeutung>: ihm kocht das Blut in den Adern (gehoben; er ist voller Zorn)
  • <in übertragener Bedeutung>: den Zuschauern gefror/stockte/gerann/erstarrte das Blut in den Adern (die Zuschauer waren starr vor Schreck)
  • <in übertragener Bedeutung>: das Unternehmen braucht frisches Blut (frische Kräfte)

Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

  • das Blut Christi (christliche Religion: der Wein als Bestandteil des Abendmahls)
  • ein junges Blut (dichterisch: ein junger Mensch)
  • an jemandes Händen klebt Blut (gehoben: jemand ist ein Mörder)
  • blaues Blut in den Adern haben (von adliger Abkunft sein; aus gleichbedeutend spanisch sangre azul, nach den durch die weiße Haut durchscheinenden Adern der spanischen Adligen, die meist aus nördlicheren Gegenden stammten)
  • kaltes Blut bewahren (die Ruhe bewahren)
  • böses Blut schaffen/machen (Unzufriedenheit, feindselige Gefühle erregen)
  • Blut und Wasser schwitzen (umgangssprachlich: 1. in großer Aufregung sein, große Angst haben. 2. sich übermäßig anstrengen müssen, um etwas zu schaffen.)
  • Blut geleckt haben (umgangssprachlich: nachdem man sich näher damit befasst hat, Gefallen an etwas finden und nicht mehr darauf verzichten wollen)
  • [nur] ruhig Blut! (umgangssprachlich: nur keine Aufregung!)
  • jemanden bis aufs Blut quälen/peinigen/reizen (jemanden bis zum Äußersten quälen, peinigen, reizen)
  • jemandem im Blut liegen/stecken (jemandem als Begabung, Neigung angeboren sein)
  • im Blut/in jemandes Blut waten (gehoben: ein Blutbad anrichten)
  • etwas in [jemandes] Blut ersticken (gehoben: etwas blutig, mit viel Blutvergießen unterdrücken)
  • nach Blut lechzen, dürsten (gehoben: rachedurstig sein)

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu Blut

(dichterisch) Lebenssaft; (scherzhaft) roter Saft; (Jägersprache) Schweiß

Aussprache

Betonung: Blut
Lautschrift: [bluːt] 🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch bluot, wohl eigentlich = Fließendes

Grammatik

das Blut; Genitiv: des Blut[e]s, (Fachsprache) Blute

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