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schme­cken

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: schme|cken

Bedeutungsübersicht

    1. mit der Zunge, dem Gaumen den Geschmack von etwas feststellen, erkennen
    2. (süddeutsch, österreichisch, schweizerisch) riechen
    1. eine bestimmte Empfindung im Mund hervorrufen, einen bestimmten Geschmack haben
    2. [bei jemandem] eine angenehme Empfindung im Mund hervorrufen; für jemanden einen guten Geschmack haben; jemandem munden

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu schmecken

  • kosten, probieren, prüfen, versuchen; (besonders schweizerisch) degustieren; (österreichisch umgangssprachlich) gustieren; (Fachsprache) verkosten
  • nach jemandes Geschmack sein, zusagen; (gehoben) eine Gaumenfreude sein, munden; (meist gehoben) dem Gaumen schmeicheln, den Gaumen kitzeln, etwas für den verwöhnten Gaumen sein
  • angenehm sein, Anklang/Beifall finden, ansprechen, behagen, Behagen bereiten, den Geschmack treffen, entzücken, es angetan haben, gefallen, Gefallen finden, Geschmack abgewinnen, liegen, mögen, passen, recht sein, schön finden, sympathisch sein, zusagen; (gehoben) genehm sein, Zuspruch finden; (umgangssprachlich) ankommen, jemandes Fall sein, nach jemandes Nase sein; (österreichisch, sonst bildungssprachlich veraltend) konvenieren

Aussprache

Betonung: schmẹcken🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch smecken (Nebenform smacken) = kosten, wahrnehmen; riechen, duften, althochdeutsch smecken = Geschmack empfinden

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich schmeckeich schmecke 
 du schmeckstdu schmeckest schmeck, schmecke!
 er/sie/es schmeckter/sie/es schmecke 
Pluralwir schmeckenwir schmecken 
 ihr schmecktihr schmecket
 sie schmeckensie schmecken 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich schmeckteich schmeckte
 du schmecktestdu schmecktest
 er/sie/es schmeckteer/sie/es schmeckte
Pluralwir schmecktenwir schmeckten
 ihr schmecktetihr schmecktet
 sie schmecktensie schmeckten
Partizip I schmeckend
Partizip II geschmeckt
Infinitiv mit zu zu schmecken

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. mit der Zunge, dem Gaumen den Geschmack von etwas feststellen, erkennen

      Beispiele

      • wenn man Schnupfen hat, kann man nichts schmecken
      • <auch ohne Akkusativ-Objekt>: er schmeckte mit der Zunge
    2. riechen (1a)

      Gebrauch

      süddeutsch, österreichisch, schweizerisch

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      jemanden nicht schmecken können (salopp emotional: riechen 1a)
    1. eine bestimmte Empfindung im Mund hervorrufen, einen bestimmten Geschmack haben

      Beispiele

      • das Essen schmeckt gut, würzig, angebrannt
      • die Suppe schmeckt heute nach gar nichts (ist zu wenig gewürzt)
      • der Wein schmeckt nach [dem] Korken
      • <unpersönlich>: es hat [mir] sehr gut geschmeckt

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      das schmeckt nach mehr (umgangssprachlich: schmeckt so gut, dass man mehr davon essen möchte)
    2. [bei jemandem] eine angenehme Empfindung im Mund hervorrufen; für jemanden einen guten Geschmack haben; jemandem munden

      Beispiele

      • das Essen hat [mir] geschmeckt
      • <meist unpersönlich>: schmeckt es?
      • <in übertragener Bedeutung>: (umgangssprachlich) diese Kritik schmeckte ihm gar nicht (missfiel ihm sehr)

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