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matt

Wortart: Adjektiv
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: matt
Beispiele: jemanden matt setzen oder mattsetzen (im Schach; vgl. aber mattsetzen); Schach und matt!; mattblau u. a.; ein Auto in Blaumatt oder in Blau matt, in Mattblau oder in matt Blau

Bedeutungsübersicht

    1. von Müdigkeit, Erschöpfung o. Ä. schwach; ermattet, zerschlagen
    2. nicht kräftig, von nur geringer Stärke
    1. ohne [rechten] Glanz; nicht spiegelnd
    2. nur schwach leuchtend, nicht intensiv, gedämpft
  1. als Äußerung o. Ä. im Gehalt zu schwach und daher nicht überzeugend
  2. in »jemanden matt setzen/mattsetzen« und anderen Wendungen, Redensarten oder Sprichwörtern

Synonyme zu matt

Aussprache

Betonung: mạtt🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch mat = schwach; glanzlos durch romanische Vermittlung (französisch mat, italienisch matto, spanisch mate) < arabisch māta = (ist) gestorben, tot, in: šāh māta, schachmatt

Grammatik

Steigerungsformen

Positivmatt
Komparativmatter
Superlativam mattesten

Starke Beugung

(ohne Artikel)
 SingularPlural
MaskulinumFemininumNeutrumMaskulinum/​Femininum/​Neutrum
ArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektiv
Nominativ-matter-matte-mattes-matte
Genitiv-matten-matter-matten-matter
Dativ-mattem-matter-mattem-matten
Akkusativ-matten-matte-mattes-matte

Schwache Beugung

(mit bestimmtem Artikel)
 SingularPlural
MaskulinumFemininumNeutrumMaskulinum/​Femininum/​Neutrum
ArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektiv
Nominativdermattediemattedasmattediematten
Genitivdesmattendermattendesmattendermatten
Dativdemmattendermattendemmattendenmatten
Akkusativdenmattendiemattedasmattediematten

Gemischte Beugung

(mit ein, kein, Possessivpronomen u. a.)
 SingularPlural
MaskulinumFemininumNeutrumMaskulinum/​Femininum/​Neutrum
Artikel-
wort
AdjektivArtikel-
wort
AdjektivArtikel-
wort
AdjektivArtikel-
wort
Adjektiv
Nominativkeinmatterkeinemattekeinmatteskeinematten
Genitivkeinesmattenkeinermattenkeinesmattenkeinermatten
Dativkeinemmattenkeinermattenkeinemmattenkeinenmatten
Akkusativkeinenmattenkeinemattekeinmatteskeinematten

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. von Müdigkeit, Erschöpfung o. Ä. schwach; ermattet, zerschlagen

      Beispiele

      • die matten Glieder ausstrecken
      • sie war nach der Krankheit ganz matt
    2. nicht kräftig, von nur geringer Stärke

      Beispiele

      • ein mattes (nur angedeutetes) Lächeln
      • sie winkte nur matt
    1. ohne [rechten] Glanz; nicht spiegelnd

      Beispiele

      • sie hatte ganz matte (trübe, glanzlose) Augen
      • matt gebeizte Möbel
    2. nur schwach leuchtend, nicht intensiv, gedämpft

      Beispiele

      • ein matter Lichtschein
      • die Farben wirkten matt
      • matt erleuchtete Fenster
  1. als Äußerung o. Ä. im Gehalt zu schwach und daher nicht überzeugend

    Beispiele

    • eine matte Entschuldigung
    • er protestierte matt (ohne Nachdruck)
  2. Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • jemanden matt setzen/mattsetzen (Schach: jemanden besiegen)
    • matt sein (Schach: besiegt sein, die Schachpartie verloren haben)
    • [Schach und] matt! (Schach: [von Laien gemachte] Bemerkung, die den Gegner informiert, dass er das Spiel verloren hat)

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