er­lau­ben

Wortart:
schwaches Verb
Häufigkeit:
▒▒▒░░
Aussprache:
Betonung
erlauben
Lautschrift
🔉[ɛɐ̯ˈlaʊ̯bn̩]

Rechtschreibung

Worttrennung
er|lau|ben
Beispiele
sich erlauben; ich erlaube mir[,] zu fragen

Bedeutungen (3)

  1. die Zustimmung zu etwas geben; gestatten; jemandem die Möglichkeit, die Freiheit, das Recht geben, etwas, was er gern tun möchte, zu tun
    Beispiele
    • ich erlaubte ihr zu gehen
    • meine Eltern erlauben [mir] das nicht
    • dem Kranken das Aufstehen erlauben
    • Fotografieren ist hier nicht erlaubt
    • erlauben Sie, dass ich rauche?
    • (umgangssprachlich) [na] erlauben Sie mal! (wie kommen Sie dazu, so etwas zu sagen, sich so zu benehmen?)
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • erlaubt ist, was gefällt
  2. bei jemandem die Voraussetzung für etwas bieten; jemanden in eine bestimmte Lage versetzen; ermöglichen, zulassen
    Beispiele
    • meine Zeit erlaubt mir nicht, euch zu besuchen
    • ihre Mittel erlauben ihr kein eigenes Auto
    • seine Gesundheit erlaubt diese Anstrengung nicht
    • wenn es das Wetter erlaubt
    1. sich die Freiheit zu etwas nehmen
      Grammatik
      sich erlauben
      Beispiele
      • sich einen Scherz [mit jemandem] erlauben
      • Sie meinen wohl, Sie können sich alles erlauben
      • ich erlaube mir, Sie morgen aufzusuchen
      • ich kann mir hierüber kein Urteil erlauben
      • was erlaubst du dir denn! (empört-ärgerlicher Ausruf der Ablehnung)
      • die Abwehr erlaubte sich reihenweise Fehlpässe (ihr unterliefen zahlreiche Fehlpässe)
    2. sich etwas leisten
      Grammatik
      sich erlauben
      Beispiel
      • endlich kann ich mir eine größere Wohnung erlauben

Herkunft

mittelhochdeutsch erlouben, erlöuben, althochdeutsch irlouben, verwandt mit lieb; vgl. Urlaub

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit „hat“

Wussten Sie schon?

  • Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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