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Fass, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Fass
Beispiel: zwei Fass Bier

Bedeutungsübersicht

  1. größeres, zylindrisches, oft bauchig geformtes hölzernes, aus Dauben zusammengesetztes und von Reifen zusammengehaltenes oder aus Metall bestehendes Behältnis, das der Aufnahme, Aufbewahrung meist ganz oder teilweise flüssiger Substanzen, Materialien, Nahrungsmittel usw. dient
  2. (Jugendsprache veraltet) hervorragender Könner, Fachmann

Synonyme zu Fass

Bottich, Tonne; (österreichisch) Gebinde; (norddeutsch) Balge; (landschaftlich, sonst veraltet) Lägel

Aussprache

Betonung: Fạss🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch vaʒ = Behälter, Gefäß, ursprünglich = geflochtenes Behältnis

Grammatik

das Fass; Genitiv: des Fasses, Fässer (als Maßangabe auch: Fass)
 SingularPlural
Nominativdas Fassdie Fässer
Genitivdes Fassesder Fässer
Dativdem Fassden Fässern
Akkusativdas Fassdie Fässer

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Fass - Fässer aus Holz
    Fässer aus Holz - © MEV Verlag, Augsburg
    größeres, zylindrisches, oft bauchig geformtes hölzernes, aus Dauben zusammengesetztes und von Reifen zusammengehaltenes oder aus Metall bestehendes Behältnis, das der Aufnahme, Aufbewahrung meist ganz oder teilweise flüssiger Substanzen, Materialien, Nahrungsmittel usw. dient

    Beispiele

    • drei schwere Fässer aus Eichenholz
    • drei Fässer/Fass Bier
    • ein Fass mit Heringen
    • ein Fass [Bier] anstechen, anzapfen
    • der Wein schmeckt nach [dem] Fass
    • Bier vom Fass
    • er ist so dick wie ein Fass, ist ein richtiges Fass (umgangssprachlich; ist sehr dick)
    • er trinkt, säuft wie ein Fass (salopp; unmäßig viel)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • ein Fass ohne Boden sein (so geartet, beschaffen sein, dass vergeblich immer wieder neue Mittel investiert werden müssen)
    • ein Fass aufmachen (umgangssprachlich: 1. eine ausgelassene Feier, Party veranstalten; etwas Übermütiges tun: wir sollten mal wieder ein Fass zusammen aufmachen. 2. viel Aufhebens machen; eine Auseinandersetzung beginnen: es ist nicht meine Art, wegen Kleinigkeiten ein Fass aufzumachen.)
    • das schlägt dem Fass den Boden aus (jetzt ist es aber genug; mehr kann man sich nicht gefallen lassen; das ist der Gipfel; bezieht sich darauf, dass bei zu starkem Aufschlagen der Reifen der Boden aus dem Fass herausspringt)
  2. hervorragender Könner, Fachmann

    Gebrauch

    Jugendsprache veraltet

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