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Sack, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Sack
Beispiele: 5 Sack Mehl; mit Sack und Pack

Bedeutungsübersicht

    1. größeres, längliches Behältnis aus [grobem] Stoff, starkem Papier, Kunststoff o. Ä., das dem Transport oder der Aufbewahrung von festen Stoffen, Gütern dient
    2. (landschaftlich, besonders süddeutsch, österreichisch, schweizerisch) Tasche
  1. (salopp abwertend) Mann, Mensch
  2. sackförmige Hautfalte unterm Auge; Tränensack
  3. (derb) Hodensack

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu Sack

Aussprache

Betonung: Sạck🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch sac < lateinisch saccus < griechisch sákkos= grober Stoff aus Ziegenhaar; (aus solchem Material hergestellter) Sack

Grammatik

der Sack; Genitiv: des Sack[e]s, Plural: die Säcke (als Maßangabe auch: Sack)
 SingularPlural
Nominativder Sackdie Säcke
Genitivdes Sackes, Sacksder Säcke
Dativdem Sackden Säcken
Akkusativden Sackdie Säcke

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. Sack
      © MEV Verlag, Augsburg
      größeres, längliches Behältnis aus [grobem] Stoff, starkem Papier, Kunststoff o. Ä., das dem Transport oder der Aufbewahrung von festen Stoffen, Gütern dient

      Beispiele

      • ein voller, leerer Sack
      • drei Säcke voll Kastanien
      • drei Sack Kartoffeln
      • etwas in einen Sack stecken, stopfen, füllen
      • er lag da, fiel um wie ein [nasser] Sack (salopp; wie leblos)
      • <in übertragener Bedeutung>: ein Sack voll Lügen (viele Lügen)

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • schlafen wie ein Sack (salopp: tief und fest schlafen)
      • etwas im Sack haben (umgangssprachlich: einer Sache sicher sein können)
      • in Sack und Asche gehen (gehoben: Buße tun; wohl nach dem Alten Testament [Esther 4, 1], wo von dem altorientalischen Brauch berichtet wird, dass die Menschen sich zum Zeichen der Trauer in grobes Tuch [Säcke] kleideten und sich Asche auf die Haare streuten)
      • mit Sack und Pack (mit aller Habe; eigentlich = alles das, was man in Säcken oder Packen verstaut)
      • Sack Zement! (salopp: Ausruf des Erstaunens, der Verwünschung; entstellt aus Sakrament)
      • ihr habt zu Hause wohl Säcke an den Türen? (salopp; Aufforderung, die Tür zu schließen)
      • es ist einfacher o. Ä., einen Sack [voll] Flöhe zu hüten (im Hinblick auf die Beaufsichtigung einer Gruppe von Personen, meist Kindern, die sich wenig diszipliniert verhält)
    2. Tasche (2a)

      Gebrauch

      landschaftlich, besonders süddeutsch, österreichisch, schweizerisch

      Beispiele

      • er zog plötzlich ein Messer aus dem Sack
      • keinen Cent im Sack haben (überhaupt kein Geld bei sich haben)
  1. Mann, Mensch

    Gebrauch

    salopp abwertend

    Beispiele

    • ein alter, blöder, vollgefressener Sack
    • ein bisschen dalli, ihr faulen Säcke!
  2. sackförmige Hautfalte unterm Auge; Tränensack

    Grammatik

    meist im Plural

    Beispiel

    [dicke] Säcke unter den Augen haben
  3. Hodensack

    Gebrauch

    derb

    Beispiel

    sich am Sack kratzen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    jemandem auf den Sack fallen/gehen (derb: jemandem lästig fallen)

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