Sack, der

Wortart:
Substantiv, maskulin
Häufigkeit:
▒▒▒░░
Aussprache:
Betonung
🔉Sack

Rechtschreibung

Worttrennung
Sack
Beispiele
5 Sack Mehl; mit Sack und Pack

Bedeutungen (4)

    1. größeres, längliches Behältnis aus [grobem] Stoff, starkem Papier, Kunststoff o. Ä., das dem Transport oder der Aufbewahrung von festen Stoffen, Gütern dient
      Sack
      © MEV Verlag, Augsburg
      Beispiele
      • ein voller, leerer Sack
      • drei Säcke voll Kastanien
      • drei Sack Kartoffeln
      • etwas in einen Sack stecken, stopfen, füllen
      • er lag da, fiel um wie ein [nasser] Sack (salopp; wie leblos)
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 ein Sack voll Lügen (viele Lügen)
      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
      • schlafen wie ein Sack (salopp: tief und fest schlafen)
      • etwas im Sack haben (umgangssprachlich: einer Sache sicher sein können)
      • in Sack und Asche gehen (gehoben: Buße tun; wohl nach dem Alten Testament [Esther 4, 1], wo von dem altorientalischen Brauch berichtet wird, dass die Menschen sich zum Zeichen der Trauer in grobes Tuch [Säcke] kleideten und sich Asche auf die Haare streuten)
      • mit Sack und Pack (mit aller Habe; eigentlich = alles das, was man in Säcken oder Packen verstaut)
      • Sack Zement! (salopp: Ausruf des Erstaunens, der Verwünschung; entstellt aus Sakrament)
      • Gelber Sack (zur Rückgabe von Verpackungsabfällen)
      • ihr habt zu Hause wohl Säcke an den Türen? (salopp; Aufforderung, die Tür zu schließen)
      • es ist einfacher o. Ä., einen Sack [voll] Flöhe zu hüten (im Hinblick auf die Beaufsichtigung einer Gruppe von Personen, meist Kindern, die sich wenig diszipliniert verhält)
    2. Gebrauch
      landschaftlich, besonders süddeutsch, österreichisch, schweizerisch
      Beispiele
      • er zog plötzlich ein Messer aus dem Sack
      • keinen Cent im Sack haben (überhaupt kein Geld bei sich haben)
  1. Mann, Mensch
    Gebrauch
    salopp abwertend
    Beispiele
    • ein alter, blöder, vollgefressener Sack
    • ein bisschen dalli, ihr faulen Säcke!
  2. sackförmige Hautfalte unterm Auge; Tränensack
    Grammatik
    meist im Plural
    Beispiel
    • [dicke] Säcke unter den Augen haben
  3. Gebrauch
    derb
    Beispiel
    • sich am Sack kratzen
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • jemandem auf den Sack fallen/gehen (derb: jemandem lästig fallen)

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch sac < lateinisch saccus < griechisch sákkos= grober Stoff aus Ziegenhaar; (aus solchem Material hergestellter) Sack

Grammatik

der Sack; Genitiv: des Sack[e]s, Plural: die Säcke (als Maßangabe auch: Sack)

Wussten Sie schon?

  • Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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