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wün­schen

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: wün|schen
Beispiel: du wünschst

Bedeutungsübersicht

  1. in Bezug auf jemanden, etwas einen bestimmten Wunsch hegen; sich sehnlich etwas erhoffen
  2. von jemandem mit einem gewissen Anspruch auf Verwirklichung des entsprechenden Wunsches haben wollen
  3. jemandem gegenüber zum Ausdruck bringen, dass man sich für ihn wünscht, es möge ihm etwas bestimmtes Gutes zuteilwerden
  4. wünschen, dass jemand an einem anderen Ort wäre

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu wünschen

Aussprache

Betonung: wụ̈nschen🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch wünschen, althochdeutsch wunsken, wohl zu Wunsch

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich wünscheich wünsche 
 du wünschstdu wünschest wünsch, wünsche!
 er/sie/es wünschter/sie/es wünsche 
Pluralwir wünschenwir wünschen 
 ihr wünschtihr wünschet
 sie wünschensie wünschen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich wünschteich wünschte
 du wünschtestdu wünschtest
 er/sie/es wünschteer/sie/es wünschte
Pluralwir wünschtenwir wünschten
 ihr wünschtetihr wünschtet
 sie wünschtensie wünschten
Partizip I wünschend
Partizip II gewünscht
Infinitiv mit zu zu wünschen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. in Bezug auf jemanden, etwas einen bestimmten Wunsch (1) hegen; sich sehnlich etwas erhoffen

    Beispiele

    • etwas aufrichtig, heimlich, von Herzen wünschen
    • jemandem nichts, nur Gutes wünschen
    • das würde ich selbst meinem schlimmsten Feind nicht wünschen
    • das ist ihr nicht zu wünschen
    • sie wünschten sich ein Kind
    • sich jemanden als/zum Freund wünschen
    • Karl wünschte nichts sehnlicher, als dass er wieder zu Hause wäre
    • was wünschst du dir zum Geburtstag von deiner Großmutter [als Geschenk]?
    • er war so, wie man sich einen Lehrer wünscht
    • sie hätten sich kein besseres Wetter wünschen können (es war das ideale Wetter)
    • <im Konjunktiv II als Ausdruck eines irrealen Wunsches>: ich wünschte, wir könnten gehen
  2. von jemandem mit einem gewissen Anspruch auf Verwirklichung des entsprechenden Wunsches haben wollen

    Beispiele

    • eine Änderung wünschen
    • sich an etwas zu beteiligen wünschen
    • wir wünschen [und hoffen], dass der Vertrag unterzeichnet wird
    • er wünscht eine baldige Antwort
    • es wünscht Sie jemand zu sprechen
    • was wünschen Sie [zum Abendbrot]?
    • ihre Mitwirkung wurde nicht gewünscht
    • ich wünsche das nicht (ich verbiete das)
    • den gewünschten Preis zahlen
    • die gewünschte Auskunft haben wir erhalten
    • <auch ohne Akkusativ-Objekt>: wie Sie wünschen
    • Sie wünschen bitte? (womit kann ich Ihnen dienen?; was darf ich Ihnen verkaufen?)
    • es verlief alles wie gewünscht

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • [viel, einiges] zu wünschen übrig lassen (nicht hinreichend sein: der Komfort lässt zu wünschen übrig)
    • nichts zu wünschen übrig lassen (völlig befriedigend sein: die Kür ließ nichts zu wünschen übrig)
  3. jemandem gegenüber zum Ausdruck bringen, dass man sich für ihn wünscht, es möge ihm etwas bestimmtes Gutes zuteilwerden

    Beispiele

    • jemandem [eine] gute Nacht, angenehme Ruhe, guten Appetit, gute Besserung, alles Gute, Gottes Segen, gutes Gelingen, [eine] gute Reise, [viel] Glück, ein gutes neues Jahr, fröhliche Weihnachten wünschen
    • <auch ohne Dativ-Objekt>: [ich] wünsche, wohl zu speisen, wohl geruht zu haben
  4. wünschen (1), dass jemand an einem anderen Ort wäre

    Beispiele

    • er wünschte ihn an einen sehr weit entfernten Ort
    • ich wünschte mich auf eine einsame Insel

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