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auf­brin­gen

Wortart: unregelmäßiges Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: auf|brin|gen

Bedeutungsübersicht

  1. (Geldmittel) beschaffen, zusammenbringen, auftreiben
  2. (umgangssprachlich) mit Mühe öffnen [können]
  3. einführen, in Umlauf setzen
    1. in Wut bringen, erzürnen
    2. aufreizen, aufwiegeln, erzürnt machen
    1. beim Auftakeln Rahen u. a. montieren
    2. (Seemannssprache) (ein [feindliches] Schiff) zwingen, einen bestimmten Hafen anzulaufen
  4. auf etwas anbringen, auftragen, verteilen
  5. (veraltet) großziehen

Synonyme zu aufbringen

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Aussprache

Betonung: aufbringen
Lautschrift: [ˈaʊ̯fbrɪŋən]

Herkunft

mittelhochdeutsch ūfbringen = großziehen; erfinden, zustande bringen

Grammatik

unregelmäßiges Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich bringe aufich bringe auf 
 du bringst aufdu bringest auf bring auf, bringe auf!
 er/sie/es bringt aufer/sie/es bringe auf 
Pluralwir bringen aufwir bringen auf 
 ihr bringt aufihr bringet auf
 sie bringen aufsie bringen auf 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich brachte aufich brächte auf
 du brachtest aufdu brächtest auf
 er/sie/es brachte aufer/sie/es brächte auf
Pluralwir brachten aufwir brächten auf
 ihr brachtet aufihr brächtet auf
 sie brachten aufsie brächten auf
Partizip I aufbringend
Partizip II aufgebracht
Infinitiv mit zu aufzubringen
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Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. (Geldmittel) beschaffen, zusammenbringen, auftreiben

    Beispiele

    • die notwendigen Mittel, eine Kaution von 10 000 Euro aufbringen
    • viel Geld für Reparaturen aufbringen müssen
    • <in übertragener Bedeutung>: Kraft, Energie, Geduld, den Mut zu etwas aufbringen (zusammennehmen, aufbieten)
  2. mit Mühe öffnen [können]

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    die Tür, das Schloss kaum aufbringen
  3. einführen, in Umlauf setzen

    Beispiele

    • eine neue Mode, ein Schlagwort aufbringen
    • wer hat denn nur dieses Gerücht aufgebracht?
    1. in Wut bringen, erzürnen

      Beispiele

      • der geringste Anlass bringt ihn auf
      • mit aufgebrachter Stimme
    2. aufreizen, aufwiegeln, erzürnt machen

      Beispiel

      sie versucht, ihn gegen seine Eltern aufzubringen
    1. beim Auftakeln Rahen u. a. montieren
    2. (ein [feindliches] Schiff) zwingen, einen bestimmten Hafen anzulaufen

      Gebrauch

      Seemannssprache

      Beispiel

      der Tanker wurde auf hoher See aufgebracht
  4. auf etwas anbringen, auftragen, verteilen

    Beispiele

    • eine Isolierschicht, Farben aufbringen
    • Creme auf das Gesicht aufbringen
  5. großziehen

    Gebrauch

    veraltet

    Beispiele

    • er ist von Pflegeeltern aufgebracht worden
    • einen Jungvogel aufbringen

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