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Re­de, die

Wortart: Substantiv, feminin
Häufigkeit: ▮▮▮▮
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Rechtschreibung

Worttrennung: Re|de
Beispiele: Rede und Antwort stehen; zur Rede stellen

Bedeutungsübersicht

    1. mündliche Darlegung von Gedanken vor einem Publikum über ein bestimmtes Thema oder Arbeitsgebiet
    2. geübtes Sprechen, rhetorischer Vortrag
    1. das Reden; zusammenhängende Äußerung; Worte [die zum Gespräch werden]; geäußerte Meinung, Ansicht
    2. Gerede; Gerücht
    1. (Sprachwissenschaft) in bestimmter Weise erfolgende Wiedergabe der Aussagen eines andern
    2. (Sprachwissenschaft) sprachliche Form (eines Textes)
    3. (Sprachwissenschaft) Parole

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu Rede

Aussprache

Betonung: Rede🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch rede, althochdeutsch red[i]a, radia = Rede (und Antwort); Sprache; Vernunft; Rechenschaft; ursprünglich = das Gefügte; zum Teil vielleicht Lehnbedeutung aus lateinisch ratio, Ratio

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdie Rededie Reden
Genitivder Rededer Reden
Dativder Rededen Reden
Akkusativdie Rededie Reden

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. mündliche Darlegung von Gedanken vor einem Publikum über ein bestimmtes Thema oder Arbeitsgebiet

      Beispiele

      • eine lange, fesselnde, langweilige, trockene, gut aufgebaute, improvisierte, frei gehaltene, zündende Rede
      • die Rede hat Aufsehen erregt
      • eine Rede [vor dem Parlament] halten
      • er hat sich bei seiner Rede dauernd verhaspelt

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      große Reden schwingen (umgangssprachlich: prahlerisch reden)
    2. geübtes Sprechen, rhetorischer Vortrag

      Beispiele

      • die Kunst der Rede
      • etwas in freier Rede vortragen
    1. das Reden; zusammenhängende Äußerung; Worte [die zum Gespräch werden]; geäußerte Meinung, Ansicht

      Beispiele

      • Rede und Gegenrede
      • plötzlich verstummten alle Reden (Gespräche)
      • (umgangssprachlich) [das war schon immer] meine Rede! (das habe ich schon immer gesagt)
      • von dieser Angelegenheit ist nicht die Rede gewesen (nicht gesprochen worden)
      • lockere, lose, weise, kluge Reden führen
      • die Rede (das Gespräch) auf etwas bringen
      • geschickt nahm sie ihre Rede (ihr Thema) wieder auf

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • von etwas kann keine Rede sein (etwas trifft absolut nicht zu, ist völlig ausgeschlossen)
      • jemandem die Rede verschlagen (umgangssprachlich: jemanden stumm machen [vor Staunen, Überraschung oder Entsetzen])
      • jemandem Rede [und Antwort] stehen (jemandem Rechenschaft geben)
      • nicht der Rede wert sein (unwesentlich, unwichtig sein)
      • jemandem in die Rede fallen (Wort 2)
      • jemanden zur Rede stellen (von jemandem Rechenschaft fordern; ursprünglich Aussage, Rechtfertigung vor Gericht)
      • der langen Rede/langer Rede kurzer Sinn (nach Schiller, Piccolomini I, 2: »Was ist der langen Rede kurzer Sinn?«)
      • vergiss deine Rede nicht! (vergiss nicht, was du sagen wolltest!)
    2. Gerede; Gerücht

      Grammatik

      meist im Plural

      Beispiel

      kümmere dich nicht um die Reden der Leute

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      • es geht die Rede, [dass …] (man sagt …)
      • von jemandem geht die Rede … (von jemandem wird behauptet …)
    1. in bestimmter Weise erfolgende Wiedergabe der Aussagen eines andern

      Gebrauch

      Sprachwissenschaft

      Beispiele

      • direkte Rede (in Anführungszeichen gegebenes Zitat)
      • indirekte, abhängige Rede (in Gliedsätzen und im Konjunktiv wiedergegebene, referierte Aussage eines anderen)
      • erlebte Rede (Wiedergabe innerer Vorgänge, wie sie die erlebende Person empfindet, aber nicht in der Ichform, sondern in der 3. Person)
    2. sprachliche Form (eines Textes)

      Gebrauch

      Sprachwissenschaft

      Beispiele

      • gebundene Rede (Verse)
      • ungebundene Rede (Prosa)
      • die geblümte Rede (gekünstelte Sprachform, besonders in der mittelalterlichen Dichtung)
    3. Parole

      Gebrauch

      Sprachwissenschaft

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