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weich

Wortart: Adjektiv
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: weich
Schreibung in Verbindung mit Verben [Regel 56]:
  • weich sein, weich werden
  • die Butter ist weich geworden
  • die Kinder bettelten, bis die Mutter weich wurde oder weichwurde (umgangssprachlich für nachgab)
  • ein Steak weich klopfen oder weichklopfen
  • die Eier weich kochen oder weichkochen
  • das Leder weich machen oder weichmachen
  • die Wäsche weich spülen oder weichspülen
Aber:
  • jemanden weichklopfen (umgangssprachlich für zum Nachgeben bewegen)
  • jemanden weichmachen (umgangssprachlich für zum Nachgeben bewegen)
Vgl. auch weichlöten

Bedeutungsübersicht

    1. nicht hart oder fest, sondern einem Druck leicht nachgebend; so beschaffen, dass ein Verändern der Form leicht, mit geringem Kraftaufwand möglich ist
    2. nicht hart oder rau, sondern geschmeidig, sich schmiegsam, zart, seidig, wollig o. ä. anfühlend
    3. (von Wasser) kalkarm
    4. (selten) (von Geld o. Ä.) nicht stabil
    5. (von Drogen) keine physische Abhängigkeit auslösend
    6. ohne Wucht erfolgend; nicht abrupt, sondern behutsam; sanft
    1. nicht entschlossen, nicht energisch, sondern leicht zu beeindrucken, zu bewegen; empfindsam und voller Mitgefühl; nachgiebig
    2. (von jemandes Äußerem) nicht scharf und streng, sondern Milde, Empfindsamkeit ausstrahlend
    3. durch das Fehlen von scharfen Konturen, Kontrasten, von Spitzen, Ecken, Kanten gekennzeichnet
    1. nicht schrill, sondern angenehm warm, gedämpft klingend
    2. nicht grell, vom Auge als angenehm, warm o. ä. empfunden

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu weich

Aussprache

Betonung: weich🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch weich, althochdeutsch weih, eigentlich = nachgebend, verwandt mit weichen

Grammatik

Steigerungsformen

Positivweich
Komparativweicher
Superlativam weichsten

Starke Beugung

(ohne Artikel)
 SingularPlural
MaskulinumFemininumNeutrumMaskulinum/​Femininum/​Neutrum
ArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektiv
Nominativ-weicher-weiche-weiches-weiche
Genitiv-weichen-weicher-weichen-weicher
Dativ-weichem-weicher-weichem-weichen
Akkusativ-weichen-weiche-weiches-weiche

Schwache Beugung

(mit bestimmtem Artikel)
 SingularPlural
MaskulinumFemininumNeutrumMaskulinum/​Femininum/​Neutrum
ArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektivArtikelAdjektiv
Nominativderweichedieweichedasweichedieweichen
Genitivdesweichenderweichendesweichenderweichen
Dativdemweichenderweichendemweichendenweichen
Akkusativdenweichendieweichedasweichedieweichen

Gemischte Beugung

(mit ein, kein, Possessivpronomen u. a.)
 SingularPlural
MaskulinumFemininumNeutrumMaskulinum/​Femininum/​Neutrum
Artikel-
wort
AdjektivArtikel-
wort
AdjektivArtikel-
wort
AdjektivArtikel-
wort
Adjektiv
Nominativkeinweicherkeineweichekeinweicheskeineweichen
Genitivkeinesweichenkeinerweichenkeinesweichenkeinerweichen
Dativkeinemweichenkeinerweichenkeinemweichenkeinenweichen
Akkusativkeinenweichenkeineweichekeinweicheskeineweichen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. nicht hart oder fest, sondern einem Druck leicht nachgebend; so beschaffen, dass ein Verändern der Form leicht, mit geringem Kraftaufwand möglich ist

      Beispiele

      • weiche Kissen, Polster
      • ein relativ weicher Stein, Stahl
      • ein weicher Bleistift (Bleistift mit weicher Mine)
      • das Bett ist mir zu weich
      • die Butter ist ganz weich geworden
      • das Fleisch weich kochen, klopfen
      • den Kunststoff weich machen
      • weich gekochtes Fleisch
      • das Gemüse ist noch nicht weich
      • etwas ist weich wie Wachs, wie Butter
      • weich gekochte Eier
      • der Wagen ist zu weich gefedert
      • hier sitzt, liegt man weich (auf einer weichen Unterlage)
      • ein weich gepolsterter Stuhl
      • <in übertragener Bedeutung>: sich weich betten (sich das Leben bequem machen)
    2. nicht hart oder rau, sondern geschmeidig, sich schmiegsam, zart, seidig, wollig o. ä. anfühlend

      Beispiele

      • ein weicher Pullover, Pelz
      • ein weiches Fell
      • weiche Federn, Daunen
      • eine weiche Zahnbürste
      • der Stoff, die Wolle, das Leder ist schön weich
      • etwas ist weich wie Seide, wie Samt
      • die Creme macht die Haut weich
      • die Wäsche weich spülen (mit Weichspülmittel behandeln)
      • <in übertragener Bedeutung>: der Cognac ist wunderbar weich
    3. (von Wasser) kalkarm

      Beispiele

      • weiches Wasser
      • der Enthärter macht das Wasser weich
    4. (von Geld o. Ä.) nicht stabil

      Gebrauch

      selten

      Beispiele

      • eine weiche Währung
      • weiche Preise
    5. (von Drogen) keine physische Abhängigkeit auslösend

      Beispiel

      weiche Drogen
    6. ohne Wucht erfolgend; nicht abrupt, sondern behutsam; sanft

      Beispiele

      • eine weiche Landung
      • weich landen
      • möglichst weich abbremsen
      • <in übertragener Bedeutung>: weiche (umweltschonende) Techniken, Energien
    1. nicht entschlossen, nicht energisch, sondern leicht zu beeindrucken, zu bewegen; empfindsam und voller Mitgefühl; nachgiebig

      Beispiele

      • ein weiches Gemüt, Herz haben
      • er ist ein sehr weicher Mensch
      • für dieses Geschäft ist er viel zu weich
      • ihm wurde weich ums Herz (er war gerührt)

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      weich werden/weichwerden (umgangssprachlich: seinen Widerstand, Einspruch aufgeben: die Kinder bettelten so lange, bis die Mutter weich wurde)
    2. (von jemandes Äußerem) nicht scharf und streng, sondern Milde, Empfindsamkeit ausstrahlend

      Beispiele

      • weiche Züge
      • sie hat ein weiches Gesicht
    3. durch das Fehlen von scharfen Konturen, Kontrasten, von Spitzen, Ecken, Kanten gekennzeichnet

      Beispiele

      • weiche Linien, Übergänge
      • weiche, weibliche Körperformen
    1. nicht schrill, sondern angenehm warm, gedämpft klingend

      Beispiele

      • er hat einen weichen Tenor
      • die Geige hat einen weichen Klang
      • weiche (stimmhafte) Konsonanten
      • eine weiche Stimme
      • weich klingen
    2. nicht grell, vom Auge als angenehm, warm o. ä. empfunden

      Beispiele

      • weiche Brauntöne
      • weiches Licht

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