ko­chen

Wortart:
schwaches Verb
Häufigkeit:
▒▒▒░░
Aussprache:
Betonung
kochen
Lautschrift
🔉[ˈkɔxn̩]

Rechtschreibung

Worttrennung
ko|chen
Beispiele
kochend heißes Wasser; das Wasser ist kochend heiß

Bedeutungen (6)

    1. (ein festes Nahrungsmittel) auf dem Herd, auf einer Feuerstelle o. Ä. durch Hitze in einer oder unter Zusatz einer Flüssigkeit gar werden lassen
      Beispiele
      • Fleisch, Gemüse, Kartoffeln kochen
      • diese Früchte müssen gekocht werden (sind nur in gekochtem Zustand genießbar)
      • etwas lange, auf kleiner Flamme, bei mittlerer Hitze kochen
      • gekochtes Gemüse
      • gekochte Eier
    2. eine Speise durch Kochen (1a) zubereiten
      Beispiele
      • eine Suppe, Pudding kochen
      • für das Kind/dem Kind einen Brei kochen
      • das Mittagessen ist schon fertig gekocht
      • Marmelade kochen
      • Tee, Kaffee kochen (durch Übergießen mit kochendem Wasser zubereiten)
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 Stahl kochen (herstellen)
    3. (einem Nahrungsmittel) durch Kochen (1a) eine bestimmte Beschaffenheit verleihen
      Beispiele
      • etwas gar, weich kochen
      • die Eier hart, den Reis körnig, die Nudeln al dente kochen
    1. Speisen durch Kochen (1a) zubereiten, herstellen
      Beispiele
      • wer kocht heute?
      • er kocht in einer Kantine
      • sie hat bei ihrer Mutter kochen gelernt
      • sie kann nicht kochen
      • 〈substantiviert:〉 das Kochen macht ihm Spaß
      • 〈substantiviert:〉 sie versteht sich aufs Kochen
    2. in bestimmter Weise kochen (2a)
      Beispiele
      • gut, vorzüglich kochen
      • sie kocht gerne
      • er kocht viel mit Reis, Knoblauch
      • du kochst zu fett
      • sie hat mit Liebe (mit großer Sorgfalt) gekocht
    1. bis zum Siedepunkt erhitzt und unter Dampfentwicklung in wallender Bewegung sein
      Beispiele
      • das [Kaffee]wasser, die Milch, der Brei, die Suppe kocht
      • kochendes Wasser
      • kochend heißes Wasser
      • 〈substantiviert:〉 die Milch zum Kochen bringen
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 das Blut kochte in seinen Adern (er befand sich in einem Zustand höchster Erregung)
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 die See kochte (war wild bewegt)
    2. zum Zweck des Garwerdens in kochendem Wasser liegen
      Beispiele
      • die Kartoffeln kochen
      • der Reis muss 20 Minuten kochen
      • fest, mehlig kochende Kartoffeln (Kartoffeln, die nach dem Kochen feste, mehlige Konsistenz haben)
      • 〈substantiviert:〉 die Äpfel eignen sich zum Kochen
  1. (Textilien) bei einer Temperatur knapp unter dem Siedepunkt waschen
    Beispiel
    • die Handtücher können gekocht werden
  2. durch starkes Erhitzen verflüssigen
    Beispiel
    • Teer, Leim kochen
  3. innerlich sehr erregt, wütend sein
    Gebrauch
    umgangssprachlich
    Beispiele
    • [vor Wut oder Zorn] kochen
    • die Volksseele kocht (die Bevölkerung ist aufgebracht)

Herkunft

mittelhochdeutsch kochen, althochdeutsch kochōn < lateinisch coquere (vulgärlateinisch cocere) = kochen, sieden

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit „hat“

Wussten Sie schon?

  • Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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