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war­ten

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▮
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Rechtschreibung

Worttrennung: war|ten

Bedeutungsübersicht

    1. dem Eintreffen einer Person, einer Sache, eines Ereignisses entgegensehen, wobei einem oft die Zeit besonders langsam zu vergehen scheint
    2. sich, auf jemanden, etwas wartend, an einem Ort aufhalten und diesen nicht verlassen
    3. etwas hinausschieben, zunächst noch nicht tun
    1. (veraltend) sich um jemanden, etwas kümmern, für jemanden, etwas sorgen; pflegen, betreuen
    2. (Technik) (an etwas) Arbeiten ausführen, die zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit von Zeit zu Zeit notwendig sind
    3. (selten) (eine Maschine, eine technische Anlage) bedienen

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu warten

Aussprache

Betonung: wạrten🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch warten, althochdeutsch wartēn = ausschauen, aufpassen, erwarten, zu Warte, also eigentlich = Ausschau halten

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich warteich warte 
 du wartestdu wartest wart, warte!
 er/sie/es warteter/sie/es warte 
Pluralwir wartenwir warten 
 ihr wartetihr wartet 
 sie wartensie warten 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich warteteich wartete
 du wartetestdu wartetest
 er/sie/es warteteer/sie/es wartete
Pluralwir wartetenwir warteten
 ihr wartetetihr wartetet
 sie wartetensie warteten
Partizip I wartend
Partizip II gewartet
Infinitiv mit zu zu warten

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. dem Eintreffen einer Person, einer Sache, eines Ereignisses entgegensehen, wobei einem oft die Zeit besonders langsam zu vergehen scheint

      Beispiele

      • geduldig, sehnsüchtig, vergeblich auf etwas warten
      • ich warte schon seit sechs Wochen auf Post von ihr, auf ihre Rückkehr
      • es war nicht nett, sie so lange auf eine Antwort warten zu lassen
      • auf einen Studienplatz warten
      • er wartet nur auf eine Gelegenheit, sich zu rächen
      • auf diese Ankündigung habe ich schon lange gewartet (ich habe sie vorausgesehen, geahnt)
      • der Erfolg lässt noch auf sich warten (ist bislang nicht erreicht worden)
      • die Katastrophe ließ nicht lange auf sich warten (es kam bald zur Katastrophe)
      • auf Typen wie dich haben wir hier gerade gewartet! (salopp ironisch; dich brauchen wir hier gar nicht)
      • worauf wartest du noch? (warum handelst du nicht?)
      • worauf warten wir noch? (lass[t] uns handeln!)
      • sie warten nur noch auf ihren Tod (erwarten nichts mehr vom Leben)
      • <auch ohne Präpositionalobjekt>: (umgangssprachlich) der soll ruhig/kann warten
      • da kannst du lange warten/wirst du vergebens warten (umgangssprachlich; das, worauf du wartest, wird nicht eintreffen)
      • na, warte! (umgangssprachlich; du kannst dich auf etwas gefasst machen)
      • <veraltet mit Genitiv>: einer Antwort warten
      • <substantiviert>: zermürbendes Warten
      • <in übertragener Bedeutung>: das Essen kann warten (damit ist es nicht so eilig)
    2. sich, auf jemanden, etwas wartend (1a), an einem Ort aufhalten und diesen nicht verlassen

      Beispiele

      • am Hintereingang, im Foyer [auf jemanden] warten
      • warte hier, ich bin gleich zurück
      • auf den Bus warten
      • [an der Ampel stehen und] auf Grün warten
      • ich werde mich in das Café setzen und dort warten, bis du wiederkommst
      • beeilt euch, der Zug wartet nicht!
      • die Reifen können wir sofort montieren, Sie können gleich [darauf] warten
      • warten Sie, bis Sie aufgerufen werden!
      • er stieg in das wartende Taxi
      • warte mal (einen Augenblick Geduld bitte!), es fällt mir gleich ein
      • <in übertragener Bedeutung>: zu Hause wartete eine Überraschung auf uns (erlebten wir, als wir eintrafen, eine Überraschung)
      • <in übertragener Bedeutung>: das Buch wartet darauf, dass du es abholst (liegt für dich zur Abholung bereit)
      • <in übertragener Bedeutung; veraltet mit Genitiv>: dort wartete ihrer eine neue Überraschung
    3. etwas hinausschieben, zunächst noch nicht tun

      Beispiele

      • sie wollen mit der Heirat noch [ein paar Monate, bis nach seinem Examen] warten
      • sie wird so lange warten (zögern), bis es zu spät ist
      • wir wollen mit dem Essen warten, bis alle da sind
    1. sich um jemanden, etwas kümmern, für jemanden, etwas sorgen; pflegen, betreuen

      Herkunft

      aus der mittelhochdeutschen Bedeutung »auf etwas achthaben«

      Gebrauch

      veraltend

      Beispiel

      Kranke, Kinder, Pflanzen warten
    2. (an etwas) Arbeiten ausführen, die zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit von Zeit zu Zeit notwendig sind

      Herkunft

      aus der mittelhochdeutschen Bedeutung »auf etwas achthaben«

      Gebrauch

      Technik

      Beispiele

      • die Maschine, das Gerät, das Auto muss regelmäßig gewartet werden
      • wann ist die Batterie zuletzt gewartet worden?
    3. (eine Maschine, eine technische Anlage) bedienen

      Herkunft

      aus der mittelhochdeutschen Bedeutung »auf etwas achthaben«

      Gebrauch

      selten

      Beispiel

      die ganze Anlage kann von einer einzigen Person gewartet werden

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