übel

Wortart:
Adjektiv
Aussprache:
Betonung
🔉übel

Rechtschreibung

Worttrennung
übel
  • üble Nachrede; übler Ruf
  • die Verhältnisse sind hier am übelsten
  • ich habe nicht übel Lust, das zu tun (ich möchte es tun)

Großschreibung D 72:

  • er hat nichts, etwas Übles getan
  • es wäre das Übelste, wenn …

Schreibung in Verbindung mit Verben und adjektivisch gebrauchten Partizipien:

  • übel sein; mir ist übel
  • übel riechen
  • jemandem übel mitspielen
  • sie wäre übel beraten, wenn sie sich darauf einließe
  • sie wird es uns nicht übel nehmen oder übelnehmen
  • ein übel gelaunter oder übelgelaunter Chef
  • übel gesinnte oder übelgesinnte Nachbarn
  • übel riechende oder übelriechende Abfälle
  • ein übel beratener oder übelberatener Kunde
  • Aber:

  • jemandem übelwollen; übelwollende Menschen

Bedeutungen (4)

  1. ein unangenehmes Gefühl hervorrufend; dem Empfinden sehr unangenehm, zuwider; mit Widerwillen wahrgenommen
    Beispiele
    • übler Fusel
    • übel schmecken
    • eine übel riechende Flüssigkeit
    • nicht übel (umgangssprachlich; eigentlich recht gut)
  2. nicht so, wie es dem Wunsch, der Absicht entsprochen hätte; sich zum Nachteil entwickelnd; mit Widrigkeiten, Beschwernissen verbunden
    Beispiele
    • übles Wetter
    • eine üble Situation
    • das kann übel ausgehen
    • ein übel beleumundeter, übel beleumdeter Zeitgenosse
    • ein übel gesinnter (nicht wohlwollend gesinnter) Nachbar
    • das ist ihr übel bekommen
    • er hat dies übel vermerkt (war ärgerlich, böse darüber)
    • jemandem etwas übel nehmen (verübeln, mit Verärgerung oder gekränkt aufnehmen)
    • er hat deine Bemerkung sehr, ernstlich übel genommen
    • sie ist wirklich übel dran (befindet sich in einer misslichen Lage)
    • jemandem übel mitspielen
  3. Unbehaglichkeit, Unwohlsein ausdrückend; nicht heiter und angenehm
    Beispiele
    • eine üble Laune
    • ein übel gelaunter Kollege
    • jemandem ist, wird übel (jemand hat das Gefühl, sich übergeben zu müssen)
    1. (in Bezug auf sittlich-moralische Werte) schlecht; sehr fragwürdig, anrüchig
      Beispiele
      • ein übler Ruf
      • in üble Gesellschaft geraten
      • eine üble Spelunke
    2. (dem Grad nach) schlimm, arg
      Beispiele
      • jemandem übel mitspielen
      • übel zugerichtet werden

Herkunft

mittelhochdeutsch übel, ubel, althochdeutsch ubil

Grammatik

Adjektiv; Steigerungsformen: übler, übelste

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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übel
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