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schen­ken

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: schen|ken

Bedeutungsübersicht

  1. jemandem etwas zum Geschenk machen, zu dauerndem Besitz geben
  2. geben, zuteilwerden lassen, verleihen
    1. jemandem, sich sparen, ersparen
    2. (auf etwas) verzichten; sparen
    1. (gehoben veraltend) (als Getränk) ausschenken, reichen, anbieten
    2. (gehoben) (ein Getränk) eingießen, einschenken

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu schenken

Aussprache

Betonung: schẹnken🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch schenken, althochdeutsch scenken, ursprünglich = zu trinken geben, eigentlich = schief halten (von einem Gefäß, aus dem eingeschenkt wird) und zu dem unter Schinken genannten Adjektiv mit der Bedeutung »schief, krumm« gehörend

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich schenkeich schenke 
 du schenkstdu schenkest schenk, schenke!
 er/sie/es schenkter/sie/es schenke 
Pluralwir schenkenwir schenken 
 ihr schenktihr schenket 
 sie schenkensie schenken 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich schenkteich schenkte
 du schenktestdu schenktest
 er/sie/es schenkteer/sie/es schenkte
Pluralwir schenktenwir schenkten
 ihr schenktetihr schenktet
 sie schenktensie schenkten
Partizip I schenkend
Partizip II geschenkt
Infinitiv mit zu zu schenken

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. jemandem etwas zum Geschenk machen, zu dauerndem Besitz geben

    Beispiele

    • jemandem Geld schenken
    • die Eltern schenkten ihr zum Abitur eine Reise
    • wir schenken uns dieses Jahr nichts zu Weihnachten
    • <ohne Dativobjekt>: sie wollten gern etwas schenken (ein Geschenk machen)
    • <ohne Dativ- und Akkusativobjekt>: sie schenkt gerne (macht gerne Geschenke)
    • [von jemandem] etwas geschenkt bekommen
    • sie trägt meist geschenkte Sachen
    • (umgangssprachlich) etwas ist [fast, halb] geschenkt (ist sehr billig)
    • nichts geschenkt nehmen (nichts umsonst haben wollen)
    • <in übertragener Bedeutung>: sie schenkte (gehoben veraltend; gebar) ihm fünf Kinder
    • <in übertragener Bedeutung>: (dichterisch) sich jemandem schenken (sich jemandem hingeben 2b)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    geschenkt ist geschenkt (was man verschenkt hat, kann man nicht wieder zurückverlangen)
  2. geben, zuteilwerden lassen, verleihen

    Beispiele

    • einem Tier die Freiheit schenken (es freilassen)
    • jemandem seine Freundschaft schenken (jemanden als seinen Freund betrachten)
    • (gehoben) jemandem ein Lächeln schenken (jemanden anlächeln)
    • (gehoben) jemandem das Leben schenken (jemanden nicht töten, hinrichten [lassen])
    • (gehoben) kannst du mir ein wenig Zeit schenken? (hast du ein wenig Zeit für mich?)
    1. jemandem, sich sparen (3a), ersparen (2)

      Beispiele

      • der Klasse die Hausaufgaben schenken
      • er hat sich und seinen Mitarbeitern nie etwas geschenkt (immer sehr viel abverlangt)
      • ihr wird nichts geschenkt (sie hat es nicht leicht)

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      [das ist] geschenkt (umgangssprachlich: darüber brauchen wir nicht zu reden, zu streiten; das ist gar keine Frage)
    2. (auf etwas) verzichten; sparen (3b)

      Grammatik

      sich schenken

      Beispiele

      • den Vortrag werde ich mir schenken
      • die Mühe hättest du dir schenken können
    1. (als Getränk) ausschenken, reichen, anbieten

      Gebrauch

      gehoben veraltend

    2. (ein Getränk) eingießen, einschenken

      Gebrauch

      gehoben

      Beispiel

      Kaffee in die Tassen schenken

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