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aus­las­sen

Wortart: starkes Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: aus|las|sen

Bedeutungsübersicht

  1. (selten) aus etwas austreten, entweichen, herausfließen lassen
    1. (süddeutsch, österreichisch) freilassen, loslassen, nicht länger fest-, eingeschlossen halten
    2. (süddeutsch, österreichisch) in Ruhe lassen, nicht weiter belästigen
    1. weglassen, wegfallen lassen
    2. in einer Reihenfolge überspringen, übergehen
    3. versäumen, verpassen; sich etwas entgehen lassen
  2. (Ärger, Zorn o. Ä.) an einem Unschuldigen abreagieren; einen Unschuldigen etwas entgelten lassen
  3. sich in bestimmter Weise äußern; sich [urteilend] über jemanden, etwas verbreiten
  4. (Kochkunst) durch längeres Erhitzen zum Schmelzen bringen und dadurch den reinen Fettanteil herauslösen; ausschmelzen
  5. (Schneiderei) durch Auftrennen einer Naht länger, weiter machen
  6. (umgangssprachlich) (ein Kleidungsstück) weglassen, darauf verzichten, es anzuziehen
    1. (umgangssprachlich) (einen elektrischen Apparat, eine Lampe o. Ä.) ausgeschaltet lassen, nicht einschalten
    2. (umgangssprachlich) etwas, das angezündet werden kann (eine Kerze, einen Ofen o. Ä.), nicht anzünden, nicht in Gang setzen

Synonyme zu auslassen

Aussprache

Betonung: auslassen🔉

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich lasse ausich lasse aus 
 du lässt ausdu lassest aus lass aus, lasse aus!
 er/sie/es lässt auser/sie/es lasse aus 
Pluralwir lassen auswir lassen aus 
 ihr lasst ausihr lasset aus
 sie lassen aussie lassen aus 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich ließ ausich ließe aus
 du ließest ausdu ließest aus
 er/sie/es ließ auser/sie/es ließe aus
Pluralwir ließen auswir ließen aus
 ihr ließt ausihr ließet aus
 sie ließen aussie ließen aus
Partizip I auslassend
Partizip II ausgelassen
Infinitiv mit zu auszulassen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. aus etwas austreten, entweichen, herausfließen lassen

    Gebrauch

    selten

    Beispiele

    • Dampf auslassen
    • das Wasser [aus dem Kessel] auslassen
    1. freilassen, loslassen, nicht länger fest-, eingeschlossen halten

      Gebrauch

      süddeutsch, österreichisch

      Beispiel

      wer hat den Hund ausgelassen?
    2. in Ruhe lassen, nicht weiter belästigen

      Gebrauch

      süddeutsch, österreichisch

      Beispiel

      kannst du mich denn nicht auslassen?
    1. weglassen, wegfallen lassen

      Beispiel

      ein Wort, einen Satz [beim Schreiben versehentlich] auslassen
    2. in einer Reihenfolge überspringen, übergehen

      Beispiel

      das Dessert werde ich auslassen
    3. versäumen, verpassen; sich etwas entgehen lassen

      Beispiel

      kein Geschäft, keine Chance auslassen
  2. (Ärger, Zorn o. Ä.) an einem Unschuldigen abreagieren; einen Unschuldigen etwas entgelten lassen

    Beispiel

    seinen Ärger an den Untergebenen auslassen
  3. sich in bestimmter Weise äußern; sich [urteilend] über jemanden, etwas verbreiten

    Grammatik

    sich auslassen

    Beispiel

    er ließ sich eingehend über ihr Missgeschick aus
  4. durch längeres Erhitzen zum Schmelzen bringen und dadurch den reinen Fettanteil herauslösen; ausschmelzen

    Gebrauch

    Kochkunst

    Beispiele

    • Butter auslassen
    • ausgelassener Speck
  5. durch Auftrennen einer Naht länger, weiter machen

    Gebrauch

    Schneiderei

    Beispiel

    den [Rock]saum, die Ärmel auslassen
  6. (ein Kleidungsstück) weglassen, darauf verzichten, es anzuziehen

    Gebrauch

    umgangssprachlich

    Beispiel

    es ist so warm, du kannst die Weste, den Mantel auslassen
    1. (einen elektrischen Apparat, eine Lampe o. Ä.) ausgeschaltet lassen, nicht einschalten

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiel

      das Radio, das Licht auslassen
    2. etwas, das angezündet werden kann (eine Kerze, einen Ofen o. Ä.), nicht anzünden, nicht in Gang setzen

      Gebrauch

      umgangssprachlich

      Beispiel

      wir lassen den Heizofen aus

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