ho­len

Wortart:
schwaches Verb
Häufigkeit:
▒▒▒▒
Aussprache:
Betonung
🔉holen

Rechtschreibung

Worttrennung
ho|len

Bedeutungen (6)

    1. von einem Ort, einer Stelle, an der sich etwas befindet, her[bei]bringen, herbeischaffen
      Beispiele
      • Kartoffeln [aus dem Keller] holen
      • Brot [vom Bäcker] holen (einkaufen)
      • ein Kleid aus dem Schrank holen (herausholen, herausnehmen)
      • jemandem/für jemanden einen Stuhl holen
      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
      • bei jemandem/da ist nicht viel/nichts [mehr] zu holen (jemand besitzt nicht viel/nichts [mehr] an materiellen Gütern, man kann ihm daher nicht viel/nichts [mehr] wegnehmen [wenn er Schulden hat o. Ä.])
    2. jemanden [schnell] herbeirufen, an einen bestimmten Ort bitten, wo er gebraucht, gewünscht wird
      Beispiele
      • die Polizei holen
      • den Arzt zu dem Kranken holen
    3. von einem bestimmten Ort abholen [und wegschaffen]
      Beispiele
      • morgen wird Sperrmüll geholt
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 (verhüllend) der Tod hat sie geholt (sie ist gestorben)
  1. sich etwas geben lassen, verschaffen, von jemandem erbitten
    Grammatik
    sich holen
    Beispiele
    • sich Anregungen holen
    • du solltest dir bei einem Fachmann Rat holen
  2. gewinnen, erlangen, erwerben
    Gebrauch
    umgangssprachlich
    Beispiele
    • [in einem Wettbewerb, beim Sport] einen Preis, eine Medaille holen
    • 〈auch holen + sich:〉 morgen musst du dir den Meistertitel holen
  3. sich etwas (Krankmachendes, Unangenehmes, Schlimmes) zuziehen
    Gebrauch
    umgangssprachlich
    Grammatik
    sich holen
    Beispiele
    • sich die Grippe holen
    • dabei kannst du dir ja den Tod holen (auf den Tod krank werden)
  4. herab-, heranziehen
    Gebrauch
    Seemannssprache
    Beispiele
    • die Segel straff holen
    • das Boot längsseits holen
  5. Gebrauch
    landschaftlich
    Beispiel
    • ich muss mir einen neuen Mantel holen

Synonyme zu holen

  • sich beschaffen, sich besorgen, bitten, sich geben lassen

Herkunft

mittelhochdeutsch hol(e)n, althochdeutsch holōn, eigentlich = (herbei)rufen, verwandt mit hell

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit „hat“

Wussten Sie schon?

  • Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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