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Wald, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Wald

Bedeutungsübersicht

  1. größere, dicht mit Bäumen bestandene Fläche
  2. (Literaturwissenschaft veraltet) Sammlung von Schriften, Dichtungen o. Ä.

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu Wald

Forst, Gehölz, Schonung, Waldung; (dichterisch) Hain, Tann; (landschaftlich) Busch; (bayrisch und hessisch) Loh

Aussprache

Betonung: Wạld🔉

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Walddie Wälder
Genitivdes Waldes, Waldsder Wälder
Dativdem Waldden Wäldern
Akkusativden Walddie Wälder

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Wald - Bachlauf im Wald
    Bachlauf im Wald - © MEV Verlag, Augsburg
    größere, dicht mit Bäumen bestandene Fläche

    Herkunft

    mittelhochdeutsch, althochdeutsch walt, ursprünglich = nicht bebautes Land, vielleicht verwandt mit lateinisch vellere = rupfen, zupfen, raufen, also eigentlich = gerupftes Laub

    Beispiele

    • ein lichter, tiefer, dunkler, verschneiter, winterlicher Wald
    • ein naturnaher Wald
    • endlose, undurchdringliche Wälder
    • für den Bau der Straße müssen 30 Hektar Wald abgeholzt werden
    • einen Wald roden, anpflanzen, forstlich nutzen
    • die Wälder durchstreifen
    • dort gibt es viel, kaum noch Wald
    • durch Wald und Feld, Wald und Flur streifen
    • die Tiere des Waldes
    • in der Kühle des Waldes
    • sich im Wald verirren

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • ein Wald von …/(seltener:) aus … ([im Allgemeinen bezogen auf eine größere Menge dicht nebeneinanderstehender emporragender Dinge] eine große Menge von …)
    • den Wald vor [lauter] Bäumen nicht sehen (scherzhaft: über zu vielen Einzelheiten das größere Ganze nicht erfassen; nach Chr. M. Wieland [1733–1813], Musarion, Buch 2)
    • einen ganzen Wald absägen (umgangssprachlich scherzhaft: sehr laut schnarchen)
    • nicht für einen Wald voll Affen (umgangssprachlich: unter keinen Umständen, auf keinen Fall; nach W. Shakespeare, Der Kaufmann von Venedig III, 1)
    • einen vom Wald erzählen (umgangssprachlich: etwas Unwahres erzählen)
    • wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus (wie man andere behandelt o. Ä., so werden sie einen selbst auch behandeln o. Ä.)
    • ich denk, ich steh im Wald (umgangssprachlich: Ausdruck der Verwunderung, Entrüstung)
  2. Sammlung von Schriften, Dichtungen o. Ä.

    Grammatik

    Pluraletantum

    Herkunft

    Lehnübersetzung von lateinisch silvae (Plural)

    Gebrauch

    Literaturwissenschaft veraltet

    Beispiel

    poetische, kritische Wälder

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