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gön­nen

Wortart: schwaches Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: gön|nen

Bedeutungsübersicht

  1. Glück und Erfolg eines andern ohne Neid sehen, jemandem etwas neidlos zugestehen
  2. jemandem, sich zuteilwerden, zukommen lassen; jemandem etwas gewähren

Synonyme zu gönnen

Antonyme zu gönnen

missgönnen

Aussprache

Betonung: gọ̈nnen🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch gunnen, althochdeutsch giunnan, zu althochdeutsch unnan = gönnen; gewähren, gestatten, Herkunft ungeklärt

Grammatik

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich gönneich gönne 
 du gönnstdu gönnest gönn, gönne!
 er/sie/es gönnter/sie/es gönne 
Pluralwir gönnenwir gönnen 
 ihr gönntihr gönnet 
 sie gönnensie gönnen 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich gönnteich gönnte
 du gönntestdu gönntest
 er/sie/es gönnteer/sie/es gönnte
Pluralwir gönntenwir gönnten
 ihr gönntetihr gönntet
 sie gönntensie gönnten
Partizip I gönnend
Partizip II gegönnt
Infinitiv mit zu zu gönnen

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Glück und Erfolg eines andern ohne Neid sehen, jemandem etwas neidlos zugestehen

    Beispiele

    • jemandem sein Glück, den Erfolg gönnen
    • das sei dir gegönnt (das neide ich dir nicht [weil es mich gar nicht reizt])
    • die Freude, mich verlieren zu sehen, gönne ich denen nicht (ich möchte verhindern, dass sie Grund zur Schadenfreude über meine Niederlage haben)
    • (ironisch) diese Blamage gönne ich ihr
  2. jemandem, sich zuteilwerden, zukommen lassen; jemandem etwas gewähren

    Beispiele

    • sich etwas [Gutes], einige Tage Ruhe, ein Glas Sekt gönnen
    • er gönnt ihr kein gutes Wort (hat für sie kein freundliches, anerkennendes Wort übrig)
    • sie gönnte ihm keinen Blick (sie würdigte ihn keines Blickes, beachtete ihn nicht)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    man gönnt sich ja sonst nichts (scherzhaft; entschuldigend gebraucht, wenn man sich etwas Besonderes leistet)

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