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Ket­te, die

Wortart: Substantiv, feminin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Ket|te

Bedeutungsübersicht

    1. Reihe aus beweglich ineinandergefügten oder mit Gelenken verbundenen [Metall]gliedern
    2. [Hals]schmuck aus beweglich ineinandergefügten Metallgliedern, miteinander verbundenen Plättchen, auf eine Schnur aufgereihten Perlen, Schmucksteinen o. Ä.
    1. Reihe von Menschen, die sich an den Händen fassen, unterhaken o. Ä. [und die etwas von einem zum anderen geben]
    2. ununterbrochene Reihe von gleichartigen Dingen
    3. Aufeinanderfolge von gleichartigen Ereignissen, Geschehnissen, Handlungen o. Ä.
    4. Gesamtheit von gleichartigen und unter gleichem Namen geführten Betrieben, die sich an verschiedenen Orten befinden, aber zu demselben Unternehmen gehören
    5. (Sprachwissenschaft) syntaktisch zusammengehörende Wortgruppe
  1. Gesamtheit der in Längsrichtung verlaufenden Fäden in einem Gewebe oder der in Längsrichtung aufgespannten Fäden auf einem Webstuhl; Zettel
    1. (Jägersprache) Familie von Rebhühnern
    2. (Militär) Gruppe von drei in Formation fliegenden Flugzeugen

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Synonyme zu Kette

Aussprache

Betonung: Kẹtte🔉

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdie Kettedie Ketten
Genitivder Ketteder Ketten
Dativder Ketteden Ketten
Akkusativdie Kettedie Ketten

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. Kette - Kette eines Fahrrads
      Kette eines Fahrrads - © gunnar3000 - Fotolia.com
      Reihe aus beweglich ineinandergefügten oder mit Gelenken verbundenen [Metall]gliedern

      Herkunft

      mittelhochdeutsch keten(e), althochdeutsch ketī̆na < lateinisch catena

      Beispiele

      • eine eiserne, stählerne Kette
      • die Ketten der Panzer
      • die Ketten ölen
      • die Kette (Sicherheitskette) an der Haustür vorlegen
      • der Hofhund liegt an der Kette
      • der Anker ist mit einer Kette befestigt
      • das Fahrrad wird mit einer Kette angetrieben
      • <in übertragener Bedeutung>: die Ketten abwerfen, sprengen, zerreißen (gehoben; sich [von Unterdrückung] befreien)

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      jemanden an die Kette legen (jemanden in seiner [Bewegungs]freiheit einschränken)
    2. Kette
      © MEV Verlag, Augsburg
      [Hals]schmuck aus beweglich ineinandergefügten Metallgliedern, miteinander verbundenen Plättchen, auf eine Schnur aufgereihten Perlen, Schmucksteinen o. Ä.

      Herkunft

      mittelhochdeutsch keten(e), althochdeutsch ketī̆na < lateinisch catena

      Beispiele

      • eine goldene Kette
      • sie trug eine Kette aus Korallen um den Hals
      • der Anhänger hängt an einer silbernen Kette
      • der Bürgermeister hatte die Kette (Amtskette) umgehängt
    1. Reihe von Menschen, die sich an den Händen fassen, unterhaken o. Ä. [und die etwas von einem zum anderen geben]

      Herkunft

      mittelhochdeutsch keten(e), althochdeutsch ketī̆na < lateinisch catena

      Beispiel

      die Polizisten bildeten eine, standen in einer Kette
    2. ununterbrochene Reihe von gleichartigen Dingen

      Herkunft

      mittelhochdeutsch keten(e), althochdeutsch ketī̆na < lateinisch catena

      Beispiele

      • die Kette der Berge
      • eine Kette von Autos, von Molekülen

      Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

      Kette rauchen (umgangssprachlich: Kettenraucher[in] sein)
    3. Aufeinanderfolge von gleichartigen Ereignissen, Geschehnissen, Handlungen o. Ä.

      Herkunft

      mittelhochdeutsch keten(e), althochdeutsch ketī̆na < lateinisch catena

      Beispiele

      • eine Kette von Unfällen
      • die Kette der Enttäuschungen wollte nicht abreißen
      • die Kette von Ursache und Wirkung lässt sich kaum überblicken
      • er ist ein Glied in der Kette der Generationen
    4. Gesamtheit von gleichartigen und unter gleichem Namen geführten Betrieben, die sich an verschiedenen Orten befinden, aber zu demselben Unternehmen gehören

      Herkunft

      mittelhochdeutsch keten(e), althochdeutsch ketī̆na < lateinisch catena

      Beispiele

      • eine Kette von Läden, Kinos, Hotels
      • die Übernahme der Kette
    5. syntaktisch zusammengehörende Wortgruppe

      Herkunft

      mittelhochdeutsch keten(e), althochdeutsch ketī̆na < lateinisch catena

      Gebrauch

      Sprachwissenschaft

  1. Gesamtheit der in Längsrichtung verlaufenden Fäden in einem Gewebe oder der in Längsrichtung aufgespannten Fäden auf einem Webstuhl; Zettel

    Herkunft

    mittelhochdeutsch keten(e), althochdeutsch ketī̆na < lateinisch catena

    Beispiele

    • eine Kette aus Baumwolle
    • die Kette am Webstuhl aufziehen
    1. Familie von Rebhühnern

      Herkunft

      mittelhochdeutsch kütti, althochdeutsch kutti, Herkunft ungeklärt, heute als identisch mit Kette (1–3) empfunden

      Gebrauch

      Jägersprache

      Beispiel

      eine Kette aufscheuchen
    2. Gruppe von drei in Formation fliegenden Flugzeugen

      Herkunft

      mittelhochdeutsch kütti, althochdeutsch kutti, Herkunft ungeklärt, heute als identisch mit Kette (1–3) empfunden

      Gebrauch

      Militär

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