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Ge­dächt­nis, das

Wortart: Substantiv, Neutrum
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Ge|dächt|nis

Bedeutungsübersicht

  1. Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen oder psychische Vorgänge (im Gehirn) zu speichern, sodass sie bei geeigneter Gelegenheit ins Bewusstsein treten können; Vermögen, Bewusstseinsinhalte aufzubewahren, zu behalten, zu speichern und sich ins Bewusstsein zurückzurufen, wieder zu beleben; Erinnerung[svermögen]
  2. [ehrendes] Andenken, Gedenken
  3. (schweizerisch) (in der katholischen Kirche) Gedächtnisgottesdienst; Gedächtnismesse

Synonyme zu Gedächtnis

Aussprache

Betonung: Gedạ̈chtnis🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch gedæhtnisse, althochdeutsch kithēhtnissi = das Denken an etwas

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdas Gedächtnisdie Gedächtnisse
Genitivdes Gedächtnissesder Gedächtnisse
Dativdem Gedächtnisden Gedächtnissen
Akkusativdas Gedächtnisdie Gedächtnisse

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen oder psychische Vorgänge (im Gehirn) zu speichern, sodass sie bei geeigneter Gelegenheit ins Bewusstsein treten können; Vermögen, Bewusstseinsinhalte aufzubewahren, zu behalten, zu speichern und sich ins Bewusstsein zurückzurufen, wieder zu beleben; Erinnerung[svermögen]

    Beispiele

    • ihr Gedächtnis reicht weit zurück
    • mein Gedächtnis lässt nach, lässt mich oft im Stich
    • wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, war es so
    • ein gutes, schlechtes Gedächtnis [für Zahlen] haben
    • im kollektiven Gedächtnis der Nation
    • das Gedächtnis verlieren
    • sein Gedächtnis nicht mit etwas belasten
    • sein Gedächtnis auffrischen
    • (umgangssprachlich) er hat ein kurzes Gedächtnis (vergisst schnell)
    • etwas dem Gedächtnis [fest] einprägen
    • ihr Name ist meinem Gedächtnis entfallen (ich habe ihren Namen vergessen)
    • jemandes Gedächtnis nachhelfen (1. jemanden erinnern, indem man ihm Anhaltspunkte gibt. 2. ironisch; jemanden, der sich an bestimmte Tatsachen nicht erinnern will bzw. angeblich nicht erinnert, auf diese Tatsachen hinweisen)
    • aus dem Gedächtnis (ohne Vorlage, auswendig) zitieren
    • etwas im Gedächtnis behalten, bewahren (nicht vergessen)
    • jemandem, sich etwas ins Gedächtnis [zurück]rufen (jemanden, sich an etwas erinnern)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    ein Gedächtnis wie ein Sieb haben (umgangssprachlich: sehr vergesslich sein)
  2. [ehrendes] Andenken, Gedenken

    Beispiele

    • dem Verstorbenen ein ehrenvolles Gedächtnis bewahren
    • zum Gedächtnis der Opfer
    • zum Gedächtnis an die Katastrophe ein Denkmal errichten
  3. (in der katholischen Kirche) Gedächtnisgottesdienst; Gedächtnismesse

    Gebrauch

    schweizerisch

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