Ge­bot, das

Wortart:
Substantiv, Neutrum
Häufigkeit:
▒▒▒░░
Aussprache:
Betonung
🔉Gebot

Rechtschreibung

Worttrennung
Ge|bot
Beispiele
zu Gebot[e] stehen; das erste, zweite Gebot, aber die Zehn Gebote

Bedeutungen (4)

  1. moralisches oder religiöses Gesetz, das ein bestimmtes Handeln, Verhalten [allgemein] verbindlich vorschreibt, fordert
    Beispiele
    • ein göttliches, sittliches, moralisches Gebot
    • das oberste Gebot
    • ein Gebot halten (erfüllen, nicht übertreten)
    • das Gebot der Menschlichkeit, Nächstenliebe, der Höflichkeit beachten, befolgen
    • die Zehn Gebote (die [zuerst im 2. und 5. Buch Mose formulierten] zehn Gesetze der christlichen Moral)
    • das erste, sechste Gebot (der Zehn Gebote)
    • (umgangssprachlich scherzhaft verhüllend) das elfte Gebot (das Gebot der Lebensklugheit: „Lass dich nicht erwischen!“)
  2. von einer höheren Instanz ausgehende Willenskundgebung in schriftlicher oder mündlicher Form, die den Charakter eines Befehls oder einer Anweisung hat
    Beispiele
    • ein Gebot [miss]achten, befolgen, übertreten
    • ein Gebot erlassen
    • etwas auf jemandes Gebot hin tun
    • (Verkehrswesen) Gebot für Fußgänger (durch Gebotszeichen ausgedrückte Vorschrift, dass ein bestimmter Weg o. Ä. nur von Fußgängern benutzt werden soll)
    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter
    • zu Gebot[e] stehen (zur Verfügung stehen: ihm steht das Wort, die Kunst der Rede zu Gebote wie kaum einem anderen)
  3. Erfordernis, Notwendigkeit
    Beispiele
    • Besonnenheit ist ein/das Gebot der Stunde
    • das ist ein Gebot der Vernunft
  4. Preisangebot des Bieters bei Versteigerungen
    Gebrauch
    Kaufmannssprache
    Beispiel
    • ein höheres Gebot machen, abgeben

Herkunft

mittelhochdeutsch gebot, althochdeutsch gibot, zu (ge)bieten

Grammatik

das Gebot; Genitiv: des Gebot[e]s, Plural: die Gebote

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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Gebot
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