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Be­sitz, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Be|sitz

Bedeutungsübersicht

  1. Gesamtheit der (materiellen) Güter, die jemand geerbt oder erworben hat, sodass er bzw. sie darüber verfügen kann
  2. etwas, was jemandem gehört
  3. das Besitzen; Zustand des Besitzens
  4. (veraltend) Land-, Grundbesitz; Landgut

Synonyme zu Besitz

Aussprache

Betonung: Besịtz🔉

Herkunft

im 15. Jahrhundert für mittelhochdeutsch beseʒ

Grammatik

der Besitz; Genitiv: des Besitzes, Plural: die Besitze

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Gesamtheit der (materiellen) Güter, die jemand geerbt oder erworben hat, sodass er bzw. sie darüber verfügen kann

    Beispiele

    • privater, staatlicher Besitz
    • seinen Besitz vergrößern, verlieren
    • nach Besitz streben
    • ein Konzern in amerikanischem Besitz
    • etwas kommt in jemandes Besitz, geht in jemandes Besitz über
    • etwas in seinen Besitz bringen
    • <in übertragener Bedeutung>: die Klassiker gehören heute nicht mehr zum geistigen Besitz (zu den verfügbaren Kenntnissen) der Jugend
  2. etwas, was jemandem gehört

    Beispiele

    • die paar Sachen sind mein ganzer Besitz
    • das ist ein Stück aus ihrem persönlichen Besitz
  3. das Besitzen; Zustand des Besitzens

    Beispiele

    • unerlaubter Besitz von Waffen wird bestraft
    • im Besitz von etwas sein (etwas besitzen)
    • etwas in Besitz haben (etwas besitzen)
    • etwas in Besitz nehmen, von etwas Besitz ergreifen (etwas an sich nehmen, sich einer Sache bemächtigen)
    • <in übertragener Bedeutung>: Traurigkeit, ein Gefühl der Leere ergriff Besitz von ihm
    • <in übertragener Bedeutung>: im vollen Besitz seiner Kräfte sein
  4. Land-, Grundbesitz; Landgut

    Gebrauch

    veraltend

    Beispiele

    • sich auf seinen Besitz zurückziehen
    • einen verwahrlosten Besitz in eine Musterwirtschaft verwandeln

    Besonderer Hinweis

    Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Besitz meist gleichbedeutend mit Eigentum gebraucht. Juristisch wird Besitz dagegen definiert als »das, worüber jemand die tatsächliche [nicht unbedingt aber die rechtliche] Herrschaft hat«.

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