er­ken­nen

Wortart:
unregelmäßiges Verb
Häufigkeit:
▒▒▒▒
Aussprache:
Betonung
🔉erkennen

Rechtschreibung

Worttrennung
er|ken|nen
Beispiele
sich zu erkennen geben; auf eine Freiheitsstrafe erkennen (Rechtssprache als Urteil verkünden); ein noch nicht erkannter Fehler

Bedeutungen (5)

  1. so deutlich sehen, dass jemand weiß, wen oder was er vor sich hat
    Beispiele
    • in der Dunkelheit niemanden erkennen können
    • hier sind noch Bremsspuren zu erkennen
    • der Stern ist gerade noch mit bloßem Auge zu erkennen
    1. aufgrund bestimmter Merkmale ausmachen, identifizieren
      Beispiele
      • seinen Freund [nicht gleich] erkennen
      • ich erkenne ihre Stimme, sie an der Stimme
      • ich gab mich als Deutscher/(veraltet:) Deutschen zu erkennen
      • sie gab sich zu erkennen (nannte ihren Namen)
    2. Klarheit über jemanden, etwas gewinnen; richtig einschätzen
      Beispiele
      • seinen Irrtum erkennen
      • etwas als falsch, als seine Pflicht erkennen
      • du bist erkannt (durchschaut)
  2. [mit einer Frau] Geschlechtsverkehr haben
    Herkunft
    biblische, auf den hebräischen Urtext zurückgehende Lehnübersetzung von lateinisch cognoscere feminam
    Gebrauch
    gehoben veraltet
    1. ein Urteil fällen, einen Beschluss verkünden
      Gebrauch
      Rechtssprache
      Beispiel
      • die Richter erkannten auf Freispruch, auf eine Geldstrafe
    2. (als Schieds- oder Linienrichter[in]) entscheiden
      Gebrauch
      Sport
      Beispiel
      • der Schiedsrichter erkannte auf Elfmeter
  3. (einem Konto eine Summe) gutschreiben
    Gebrauch
    Bankwesen

Herkunft

mittelhochdeutsch erkennen, althochdeutsch irchennan = geistig erfassen, sich erinnern, zu kennen

Grammatik

unregelmäßiges Verb; Perfektbildung mit „hat“

Wussten Sie schon?

  • Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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