Dudenverlag Duden Located at Mecklenburgische Str. 53, Berlin, 14171, Berlin , . Phone: +49 30 897 85 82-81. .
Anzeige
Anzeige

Stirn, die

Wortart: Substantiv, feminin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
Weitere Informationen zum korrekten Zitieren aus Duden online
Anzeige

Rechtschreibung

Worttrennung: Stirn

Bedeutungsübersicht

  1. (beim Menschen und bei bestimmten Wirbeltieren) obere Gesichtspartie; [sich vorwölbender] Teil des Vorderkopfes über den Augen und zwischen den Schläfen
  2. (Geologie) unterster Rand einer Gletscherzunge

Aussprache

Betonung: Stịrn 🔉
Anzeige

Herkunft

mittelhochdeutsch stirn(e), althochdeutsch stirna, eigentlich = ausgebreitete Fläche, zu Strahl

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdie Stirndie Stirnen
Genitivder Stirnder Stirnen
Dativder Stirnden Stirnen
Akkusativdie Stirndie Stirnen
Anzeige

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Stirn - Frau mit Zettel auf der Stirn
    Frau mit Zettel auf der Stirn - © MEV Verlag, Augsburg
    (beim Menschen und bei bestimmten Wirbeltieren) obere Gesichtspartie; [sich vorwölbender] Teil des Vorderkopfes über den Augen und zwischen den Schläfen

    Beispiele

    • eine hohe, niedrige, flache, breite, gewölbte, fliehende, glatte, zerfurchte Stirn
    • ihre Stirn verfinsterte sich, umwölkte sich
    • die Stirn runzeln, in Falten ziehen, legen
    • sich die Stirn wischen, trocknen, kühlen
    • sich an die Stirn greifen, tippen
    • die Schweißtropfen, Schweißperlen standen ihm auf der Stirn
    • über jemanden, etwas die Stirn runzeln (etwas an jemandem missbilligen, es [moralisch] beanstanden)
    • man konnte ihm ansehen, was hinter seiner Stirn vorging (was er dachte)
    • sich das Haar aus der, in die Stirn kämmen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • jemandem, einer Sache die Stirn bieten (jemandem, einer Sache furchtlos entgegentreten)
    • die Stirn haben, etwas zu tun (die Unverschämtheit, Dreistigkeit besitzen, etwas zu tun; verkürzt aus älter „eine eherne Stirn haben“ [= unbeugsam sein], nach Jesaja 48, 4)
    • sich <Dativ> an die Stirn fassen/greifen (umgangssprachlich; Kopf 1)
    • jemandem an der/auf der Stirn geschrieben stehen (deutlich an jemandes Gesicht abzulesen, jemandem sogleich anzumerken sein)
    • jemandem etwas an der Stirn ablesen (an seinem Gesicht merken, was in ihm vorgeht, was er denkt)
    • mit eiserner Stirn (1. unerschütterlich: mit eiserner Stirn standhalten; nach Jesaja 48, 4. 2. dreist, unverschämt: mit eiserner Stirn leugnen.)
  2. unterster Rand einer Gletscherzunge

    Gebrauch

    Geologie

Blättern