rei­ben

Wortart:
starkes Verb
Häufigkeit:
▒▒░░░
Aussprache:
Betonung
🔉reiben

Rechtschreibung

Worttrennung
rei|ben
Beispiele
du riebst; du riebest; gerieben; reib[e]!; D 82: durch kräftiges Reiben säubern

Bedeutungen (6)

    1. mit etwas unter Anwendung eines gewissen Drucks über etwas in [mehrmaliger] kräftiger Bewegung hinfahren
      Beispiele
      • jemandes Hände/jemandem die Hände reiben
      • sich die Backen reiben
      • ich rieb meine, die, (häufiger:) mir die Augen, die Stirn, die Schläfen, die Nase
    2. durch Reiben (1a) in einen bestimmten Zustand versetzen
      Beispiele
      • das Tafelsilber blank reiben
      • die Armlehnen sind blank gerieben (durch Abnutzung blank geworden)
    3. reibend (1a) an, in, über etwas hinfahren
      Beispiele
      • an seinen Fingern reiben
      • mit einem Tuch über die Schuhe reiben
    4. durch Reiben (1a) entfernen
      Beispiele
      • einen Fleck aus dem Kleid, sich <Dativ> die Farbe von den Fingern reiben
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 sie rieb sich <Dativ> den Schlaf aus den Augen
    5. durch Reiben (1a) in etwas hineinbringen, an eine Stelle bringen
      Beispiel
      • die Creme auf die Haut, in die Haare reiben
  1. durch Reiben (1a) auf einer Raspel (2) zerkleinern
    Beispiele
    • Kartoffeln, Nüsse, Käse reiben
    • der Kuchen war mit geriebenen Mandeln bestreut
  2. sich in allzu enger Berührung ständig über etwas bewegen, scheuern (2a)
    Beispiel
    • der Kragen reibt
  3. sich einen Körperteil, die Haut durch Reiben (1a) verletzen
    Beispiel
    • ich habe mir die Haut wund gerieben
  4. [im Zusammenleben, in einer Gemeinschaft o. Ä.] auf jemanden, etwas als einen Widerstand stoßen [und eine Auseinandersetzung suchen]
    Grammatik
    sich reiben
    Beispiele
    • sich mit seinen Kollegen, Nachbarn reiben
    • sich an einem Problem reiben
  5. mit der Reibahle glätten
    Gebrauch
    Technik

Synonyme zu reiben

  • aneinandergeraten, sich anlegen, auf Widerstand stoßen, die Auseinandersetzung suchen

Herkunft

mittelhochdeutsch rīben, althochdeutsch rīban, ursprünglich wohl = drehend zerkleinern

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit „hat“

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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reiben
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