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rei­ben

Wortart: starkes Verb
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: rei|ben
Beispiele: du riebst; du riebest; gerieben; reib[e]!; [Regel 82]: durch kräftiges Reiben säubern

Bedeutungsübersicht

    1. mit etwas unter Anwendung eines gewissen Drucks über etwas in [mehrmaliger] kräftiger Bewegung hinfahren
    2. durch Reiben in einen bestimmten Zustand versetzen
    3. reibend an, in, über etwas hinfahren
    4. durch Reiben entfernen
    5. durch Reiben in etwas hineinbringen, an eine Stelle bringen
  1. durch Reiben auf einer Raspel zerkleinern
  2. sich in allzu enger Berührung ständig über etwas bewegen, scheuern
  3. sich einen Körperteil, die Haut durch Reiben verletzen
  4. [im Zusammenleben, in einer Gemeinschaft o. Ä.] auf jemanden, etwas als einen Widerstand stoßen [und eine Auseinandersetzung suchen]
  5. (Technik) mit der Reibahle glätten

Synonyme zu reiben

Aussprache

Betonung: reiben🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch rīben, althochdeutsch rīban, ursprünglich wohl = drehend zerkleinern

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit »hat«
PräsensIndikativKonjunktiv IImperativ
Singularich reibeich reibe 
 du reibstdu reibest reib, reibe!
 er/sie/es reibter/sie/es reibe 
Pluralwir reibenwir reiben 
 ihr reibtihr reibet 
 sie reibensie reiben 
PräteritumIndikativKonjunktiv II
Singularich riebich riebe
 du riebstdu riebest
 er/sie/es rieber/sie/es riebe
Pluralwir riebenwir rieben
 ihr riebtihr riebet
 sie riebensie rieben
Partizip I reibend
Partizip II gerieben
Infinitiv mit zu zu reiben

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

    1. mit etwas unter Anwendung eines gewissen Drucks über etwas in [mehrmaliger] kräftiger Bewegung hinfahren

      Beispiele

      • jemandes Hände/jemandem die Hände reiben
      • sich die Backen reiben
      • ich rieb meine, die, (häufiger:) mir die Augen, die Stirn, die Schläfen, die Nase
    2. durch Reiben (1a) in einen bestimmten Zustand versetzen

      Beispiele

      • das Tafelsilber blank reiben
      • die Armlehnen sind blank gerieben (durch Abnutzung blank geworden)
    3. reibend (1a) an, in, über etwas hinfahren

      Beispiele

      • an seinen Fingern reiben
      • mit einem Tuch über die Schuhe reiben
    4. durch Reiben (1a) entfernen

      Beispiele

      • einen Fleck aus dem Kleid, sich <Dativ> die Farbe von den Fingern reiben
      • <in übertragener Bedeutung>: sie rieb sich <Dativ> den Schlaf aus den Augen
    5. durch Reiben (1a) in etwas hineinbringen, an eine Stelle bringen

      Beispiel

      die Creme auf die Haut, in die Haare reiben
  1. durch Reiben (1a) auf einer Raspel (2) zerkleinern

    Beispiele

    • Kartoffeln, Nüsse, Käse reiben
    • der Kuchen war mit geriebenen Mandeln bestreut
  2. sich in allzu enger Berührung ständig über etwas bewegen, scheuern (2a)

    Beispiel

    der Kragen reibt
  3. sich einen Körperteil, die Haut durch Reiben (1a) verletzen

    Beispiel

    ich habe mir die Haut wund gerieben
  4. [im Zusammenleben, in einer Gemeinschaft o. Ä.] auf jemanden, etwas als einen Widerstand stoßen [und eine Auseinandersetzung suchen]

    Grammatik

    sich reiben

    Beispiele

    • sich mit seinen Kollegen, Nachbarn reiben
    • sich an einem Problem reiben
  5. mit der Reibahle glätten

    Gebrauch

    Technik

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