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Fa­den, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Fa|den

Bedeutungsübersicht

  1. langes, sehr dünnes, aus Fasern gedrehtes, aus Kunststoff, Metall u. a. hergestelltes Gebilde
  2. etwas, was die Form eines Fadens hat, einem Faden ähnlich sieht
  3. (Seemannssprache) Maßeinheit, die etwa 1,80 m entspricht und besonders zur Angabe der Wassertiefe dient

Synonyme zu Faden

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Aussprache

Betonung: Faden 🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch vaden, vadem, althochdeutsch fadum, ursprünglich = so viel Garn, wie man mit ausgespanntem Arm messen kann

Grammatik

der Faden; Genitiv: des Fadens, Fäden und Faden
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Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Faden - Faden in einer Nähnadel
    Faden in einer Nähnadel - © MEV Verlag, Augsburg
    langes, sehr dünnes, aus Fasern gedrehtes, aus Kunststoff, Metall u. a. hergestelltes Gebilde

    Grammatik

    Plural Fäden

    Beispiele

    • ein dünner, langer, seidener Faden
    • Fäden aus Gold
    • der Faden verknotet sich, ist gerissen
    • einen Faden einfädeln, abschneiden
    • der Arzt zieht morgen die Fäden
    • hast du Nadel und Faden (Nähzeug) bei dir?
    • etwas mit Nadel und Faden annähen, mit einem Faden umwickeln
    • die Marionetten hängen an Fäden
    • einen Knoten in den Faden machen
    • <in übertragener Bedeutung>: wir wollen den Faden nicht weiterspinnen (den Gedanken nicht weiterverfolgen)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • der rote Faden (der leitende, verbindende Grundgedanke: sich als roter Faden/wie ein roter Faden durch etwas hindurchziehen; nach Goethes „Wahlverwandtschaften“ [2, 2], wo eine alles verbindende Hauptidee mit dem durchlaufenden roten Faden im Tauwerk der englischen Marine verglichen wird)
    • alle Fäden laufen in jemandes Hand zusammen/ jemand hat, hält alle Fäden [fest] in der Hand (jemand überschaut und lenkt alles, übt entscheidenden Einfluss auf alles aus; ursprünglich bezogen auf die Spinn- oder Webearbeit, dann mit Bezug auch auf den Marionettenspieler, der mithilfe der Fäden die Puppen bewegt)
    • keinen trockenen Faden [mehr] am Leibe haben (umgangssprachlich: völlig durchnässt sein)
    • die Fäden ziehen ([insgeheim] den entscheidenden Einfluss haben, die eigentliche Macht ausüben; bezogen auf den Marionettenspieler)
    • den Faden verlieren (beim Sprechen, Reden plötzlich nicht mehr weiterwissen, den gedanklichen Zusammenhang verlieren; eigentlich = den Faden beim Garnwickeln, Spinnen o. Ä. aus der Hand gleiten lassen)
    • keinen guten Faden an jemandem lassen (umgangssprachlich: nur Schlechtes über jemanden sagen, jemanden gründlich schlechtmachen; aus der Webersprache, eigentlich = bei der Prüfung eines Meisterstückes den Faden [= die Gesamtheit der Fäden, aus der der Stoff gewebt ist] nicht gut genug finden)
    • an einem [dünnen/seidenen] Faden hängen (sehr gefährdet, bedroht sein; in seinem Fortgang, Ausgang äußerst ungewiss sein)
  2. etwas, was die Form eines Fadens (1) hat, einem Faden ähnlich sieht

    Grammatik

    Plural Fäden

    Beispiele

    • ein dünner Faden Blut rann aus seinem Mund
    • sie hat schon silberne Fäden im Haar
    • die Fäden von den Bohnen abziehen
    • der Sirup zieht Fäden
  3. Maßeinheit, die etwa 1,80 m entspricht und besonders zur Angabe der Wassertiefe dient

    Grammatik

    Plural Faden

    Gebrauch

    Seemannssprache

    Beispiel

    der Anker liegt sechs Faden tief

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