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Not, die

Wortart: Substantiv, feminin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Not
  • ohne Not; zur Not; mit Müh und Not
  • wenn Not am Mann ist; seine [liebe] Not haben
  • Aber: nottun; Seefahrt tut not
  • not sein, not werden (veraltend für nötig sein, werden)
  • in Not, in Nöten sein
  • Aber: vonnöten sein

Bedeutungsübersicht

  1. besonders schlimme Lage, in der jemand dringend Hilfe braucht
  2. Mangel an lebenswichtigen Dingen; Elend, äußerste Armut
    1. durch ein Gefühl von Ausweglosigkeit, durch Verzweiflung, Angst gekennzeichneter seelischer Zustand, unter dem der davon Betroffene sehr leidet; Bedrängnis
    2. belastendes [Not verursachendes] Problem; Schwierigkeit, Sorge
  3. durch etwas, jemanden verursachte Mühe
  4. (veraltend) äußerer Zwang, Notwendigkeit, Unvermeidlichkeit

Wussten Sie schon?

Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch.

Synonyme zu Not

Aussprache

Betonung: Not🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch nōt, Herkunft ungeklärt

Grammatik

 SingularPlural
Nominativdie Notdie Nöte
Genitivder Notder Nöte
Dativder Notden Nöten
Akkusativdie Notdie Nöte

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. besonders schlimme Lage, in der jemand dringend Hilfe braucht

    Grammatik

    Plural selten

    Beispiele

    • Rettung aus, in höchster Not
    • sie waren in diesem Moment wirklich in Not (befanden sich in einer Notsituation)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • in Not und Tod (gehoben: auch unter schwierigsten Umständen, in größter Gefahr)
    • wenn die Not am größten, ist Gottes Hilfe am nächsten
  2. Not - Mann in Not
    Mann in Not - © Gina Sanders - Fotolia.com
    Mangel an lebenswichtigen Dingen; Elend, äußerste Armut

    Grammatik

    ohne Plural

    Beispiele

    • unverschuldete, wirtschaftliche Not
    • jemandes Not lindern
    • (gehoben) Not [und Mangel] leiden
    • die Not leidende Bevölkerung
    • die Not Leidenden umsorgen
    • er kennt keine Not (ihm geht es wirtschaftlich gut)
    • jemandem [mit etwas] aus der Not helfen

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • Not macht erfinderisch (wenn wichtige Dinge fehlen, hat man Ideen, wie man sich ohne sie helfen kann)
    • in der Not frisst der Teufel Fliegen (umgangssprachlich: wenn man überhaupt nichts hat, begnügt man sich mit Dingen, die man sonst verschmäht)
    1. durch ein Gefühl von Ausweglosigkeit, durch Verzweiflung, Angst gekennzeichneter seelischer Zustand, unter dem der davon Betroffene sehr leidet; Bedrängnis

      Grammatik

      ohne Plural

      Beispiele

      • innere, seelische Not
      • in ihrer Not wusste sie sich nicht anders zu helfen
    2. belastendes [Not (3a) verursachendes] Problem; Schwierigkeit, Sorge

      Grammatik

      meist im Plural

      Beispiele

      • die Ängste und Nöte des kleinen Mannes
      • in [höchsten, tausend] Nöten sein (große Schwierigkeiten, viele Sorgen haben)
  3. durch etwas, jemanden verursachte Mühe

    Beispiel

    seine [liebe] Not mit jemandem, etwas haben (mit jemandem, etwas große Schwierigkeiten, viel Mühe haben)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    mit knapper/(seltener:) genauer Not (nur mit Mühe; gerade noch)
  4. äußerer Zwang, Notwendigkeit, Unvermeidlichkeit

    Grammatik

    ohne Plural

    Gebrauch

    veraltend

    Beispiele

    • tun, was die Not gebietet
    • damit hat es keine Not (das ist nicht dringend, das eilt nicht)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    • wenn, wo Not am Mann ist (wenn, wo etwas [Bestimmtes] dringend getan werden, geschehen muss; wenn jemand gebraucht wird, der mithilft)
    • aus der Not eine Tugend machen (eine missliche Situation zu seinem Vorteil nutzen; nach dem Kirchenvater Hieronymus, Epistolae 54,6: »fac de necessitate virtutem«)
    • ohne Not (gehoben: ohne dazu gezwungen zu sein, ohne zwingenden Grund)
    • zur Not (wenn es nicht anders geht)
    • der Not gehorchend [nicht dem eignen Trieb(e)] (gehoben: notgedrungen; nach Schiller, Die Braut von Messina, Vers 1)

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