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Herkunft

Jedes Wort hat seine Geschichte – und darüber geben die etymologischen Angaben Auskunft. Bei allen deutschen Grundwörtern werden die mittelhochdeutschen wie auch die althochdeutschen Formen angeführt, wenn sie belegt sind. Die Entwicklung von Lehn- oder Fremdwörtern wird gewöhnlich bis in die Ursprungssprache zurückverfolgt.

Was die Bedeutung anbelangt, wird bei sogenannten „wichtigen″ Wörtern die ursprüngliche und damit eigentliche Bedeutung angegeben, um das Verständnis der heutigen Verwendung zu ermöglichen.

Bei den etymologischen Angaben zu Lehn- und Fremdwörtern werden bedeutungsgleiche Entlehnungen in anderen Sprachen durch das Zeichen < verbunden, z. B.:
„Butter ... mittelhochdeutsch buter, althochdeutsch butera, über das Vulgärlateinische < lateinisch butyrum < griechisch boútyron, zu: boũs = Kuh, Rind und eigentlich = Quark aus Kuhmilch"
Gehört die Wurzel eines Wortes einer anderen Wortart an, steht die Präposition „zu", z. B.:
„basieren ... französisch baser, zu: base < lateinisch basis ..."

Durch den Bindestrich zwischen den Herkunftsangaben wird gezeigt, dass das Wort über die angegebenen Sprachen zu uns gekommen ist, z. B. „lateinisch-französisch".

Steht dabei eine Sprachbezeichnung in runden Klammern, so heißt das, dass dieser Sprache, zumindest für bestimmte Bedeutungen oder Verwendungsweisen des betreffenden Wortes, wahrscheinlich eine bestimmte Mittlerrolle bei der Entlehnung zukommt, z. B. „lateinisch-italienisch(-französisch)".

Durch das Semikolon zwischen den Herkunftsangaben wird deutlich gemacht, dass es sich um eine künstliche Zusammensetzung aus Wortelementen der angegebenen Sprachen handelt, z. B. „lateinisch; griechisch".

Mit Kunstwort wird angezeigt, dass es sich bei dem betreffenden Wort um ein künstlich gebildetes Wort aus frei erfundenen Bestandteilen handelt.
Mit Kurzwort wird angegeben, dass es sich um ein künstlich gebildetes Wort aus Bestandteilen anderer Wörter handelt.

Zusammengesetzte Wörter erhalten nur dann etymologische Angaben, wenn die Wortteile oder ein Wortteil als solche nicht im Wörterbuch vorkommen (z. B. Manuskript) oder wenn sie durch ihre sprachgeschichtliche Entwicklung hindurch stets als Einheit interpretiert wurden (z. B. Maulwurf). Auch wenn die Kompositumbildung eine besondere semantische Qualität aufweist, werden die etymologischen Angaben angeführt (z. B. Weißbuch).

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