Dudenverlag Duden Located at Mecklenburgische Str. 53, Berlin, 14171, Berlin , . Phone: +49 30 897 85 82-81. .

Verlagsgeschichte

Duden - Aus Tradition in die Zukunft

Das Wörterbuch

Der Name „Duden” steht für Standardnachschlagewerke zur deutschen Sprache und bürgt für höchste lexikografische Kompetenz. Die Wörterbücher der Dudenredaktion zeigen nicht nur das breite Spektrum der deutschen Gegenwartssprache, sondern sie geben vor allem Sicherheit in allen sprachlichen Belangen. Das Portfolio des Dudenverlags umfasst (digitale) Wörterbücher und Nachschlagewerke, Ratgeber und Übungsbücher. Die telefonische Duden-Sprachberatung und das Onlineportal www.duden.de vervollständigen das Angebot.
Der Star im heute umfangreichen Dudenprogramm ist nach wie vor der Rechtschreibduden, seit über 130 Jahren Leitfaden, Orientierungshilfe und das deutsche Gebrauchswörterbuch schlechthin: Wo immer Menschen mit Deutsch zu tun haben, ist er zur Hand. Denn in Sachen „richtiges und gutes Deutsch” ist und bleibt der Duden für viele die maßgebliche Instanz.

Kontra den Kanzler

Konrad Duden (1829-1911) – der „Vater” der deutschen Rechtschreibung.

Am Anfang war das Wort – doch wie wird es geschrieben? Im ausgehenden 19. Jahrhundert war das hierzulande keine leicht zu beantwortende Frage. Bis in diese Zeit war die deutsche Rechtschreibung ohne verbindliche Regelung gewachsen. Jeder Verlag hatte seine Hausorthografie. Nicht einmal an den Schulen wurde das Schreiben nach einheitlichen Regeln gelehrt. Diesem Zustand wollte Konrad Duden mit seinem 1880 im Leipziger (heute Berliner) Verlag Bibliographisches Institut veröffentlichten „Vollständigen Orthographischen Wörterbuch der deutschen Sprache” abhelfen. Als Grundlage wählte er die preußische und die bayerische Schulrechtschreibung. Die preußische Schulorthografie hatte Bismarck zwar bei „gesteigerter Ordnungsstrafe” verboten. Doch Konrad Duden setzte sich durch und legte mit dem „Urduden” den Grundstein für eine einheitliche deutsche Rechtschreibung.

Der „Urduden” von 1880.

1901 diente die 6. Auflage des Wörterbuchs von Konrad Duden, das damals bereits ein Bestseller war, als Arbeitsgrundlage der nach Berlin einberufenen II. Orthographischen Konferenz. Diese markiert den Beginn einer einheitlichen amtlichen Rechtschreibregelung für ganz Deutschland. Historisches Kuriosum am Rande: Kaiser Wilhelm II. bestand darauf, dass bei der Eliminierung des Buchstabens h aus Wörtern wie Noth und Thor allein der Thron unangetastet blieb – und das gilt – trotz Rechtschreibreform von 1996 – bekanntlich bis heute.

Um die Ergebnisse dieser Konferenz zügig in das „Vollständige Wörterbuch” einarbeiten zu können, stellte das Bibliographische Institut Konrad Duden einige Mitarbeiter zur Seite. Das war die Geburtsstunde der Dudenredaktion, die 1911, nach dem Tod Konrad Dudens, die Fortentwicklung seines Wörterbuchs übernahm.

Intelligente Wörterbucharbeit

Dr. Kathrin Kunkel-Razum leitet die Wörterbucharbeit der Dudenredaktion:
„Die Duden-Sprach­datenbank folgt mit ihrem kontinuier­lichen Ausbau der Entwicklung unserer Sprache. Parallel dazu halten die von uns erstellten Wörterbücher und Sprachratgeber mit dieser Entwicklung Schritt.”

Heute gilt das Nachschlagewerk als höchste Rechtschreibinstanz. In der Dudenredaktion mit Sitz im Berliner Unternehmen Bibliographisches Institut GmbH arbeitet ein Team von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie beobachten und dokumentieren unter Einsatz modernster Datenbanktechnik Wortschatz und Sprachwandel des Deutschen.

Wesentliche Grundlage der Wörterbucharbeit bildet heute die große und ständig wachsende elektronische Textsammlung, die der Verlag selbst erstellt hat und pflegt: das „Duden-Korpus” mit mittlerweile rund 4 Milliarden Wörtern bzw. Wortformen. Diese Sprachdatenbank sichert eine authentische Dokumentation der sich wandelnden deutschen Gegenwartssprache. Aus dem gesamten deutschen Sprachraum werden Textsorten unterschiedlichster Art – vom literarischen Text über Zeitungsartikel bis hin zu Gebrauchsanleitungen – verarbeitet und ausgewertet. Neben der Ausgewogenheit und Vielfalt der Textquellen spielen genaue linguistische Informationen zu jeder der Millionen von Wortformen eine zentrale Rolle. Die Ergebnisse quantitativer und qualitativer Analyseverfahren schlagen sich unmittelbar in der Qualität der Duden-Nachschlagewerke nieder.

Daneben nutzt die Dudenredaktion selbstverständlich das Internet, verschiedene Wirtschaftsdatenbanken und andere elektronische Textsammlungen als Arbeitswerkzeug.

Die Dudenempfehlungen

In allen Fällen, in denen die neue Rechtschreibung für ein Wort mehrere Schreibweisen zulässt, gibt der Duden eine Empfehlung. Erkennbar ist sie an der gelben Unterlegung.

Auch die aktuelle, 26. Auflage des Standardwerks „Duden – Die deutsche Rechtschreibung” entspricht in allen Teilen der amtlichen, für Schulen und Behörden verbindlichen Rechtschreibregelung.

In allen Fällen, in denen die neue Rechtschreibung für ein Wort mehrere Schreibweisen zulässt, führt der Duden alle zulässigen Varianten auf und empfiehlt eine davon. Die von der Dudenredaktion zum Gebrauch empfohlene Schreibweise ist als solche durch gelbe Unterlegung deutlich gekennzeichnet.
Die Dudenempfehlungen verstehen sich als Entscheidungshilfe für Medien, Unternehmen, Verlage, Lektorate, Korrektorate, Redaktionen und Privatpersonen, die Wert auf eine einheitliche Orthografie legen. Im Dudenverlag sind diese Empfehlungen verbindlicher Standard für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und alle Produkte.

Die elektronische Version des Standardwerkes von Duden sowie andere Software blendet selbstverständlich bei mehreren zulässigen Schreibweisen die Dudenempfehlung ein. 

Der Duden-Newsletter

Seit Juni 2000 gibt die Duden-Sprachberatung einen kostenlosen Newsletter heraus, der sich unter www.duden.de/newsletter abonnieren lässt. Er umfasst eine kurzweilige Mischung aus Informationen zur Rechtschreibung, Tipps zum Sprachgebrauch und Wissenswertem rund um die deutsche Sprache. Über 35 000 Interessenten haben ihn bereits abonniert, und täglich werden es mehr. Zum Stöbern gibt es auf der Website des Dudenverlags außerdem das ebenfalls kostenlos zu nutzende Archiv, in dem alle bisher erschienenen Newsletter-Ausgaben abgerufen werden können.

Wortschatz auf allen Plattformen

Wortschatz auf allen Plattformen

Das seit über 130 Jahren wichtigste deutsche Nachschlagewerk zur Klärung orthografischer Zweifelsfälle, „Duden – Die deutsche Rechtschreibung”, liegt in 26. Auflage vor. Mit 140 000 Stichwörtern ist sie die umfangreichste Ausgabe dieses Rechtschreibklassikers, die es je gab. 5 000 neue Wörter aus allen Lebensbereichen sind in die Neuauflage aufgenommen worden. Das deutsche Gebrauchswörterbuch schlechthin gibt es auf allen etablierten technischen Plattformen: als Software für Windows, Mac und Linux sowie als Software für Handhelds und Smartphones. Mit der Neuauflage steht das Standardwerk der deutschen Rechtschreibung erstmals auch als App für iPhone, iPod touch und iPad zur Verfügung. Alle digitalen Umsetzungen bieten über 15 000 akustische Aussprachehilfen zu schwierigen Wörtern auf Basis der Vertonungen durch die Aussprachedatenbank der ARD.

Die Standardreihe

Sprachberatung, wie sie im Buche steht:
Der Duden in 12 Bänden.

Außer dem gelben Klassiker bieten die Dudenherausgeber im Rahmen der Standardreihe „Der Duden in 12 Bänden” elf weitere Nachschlagewerke an – von Aussprache, Stil und Grammatik über Fremdwörter und Synonyme bis zu Redewendungen und Zitaten. Die wichtigsten von ihnen liegen wie die „Nummer eins” auch digital für die Betriebssysteme Windows, Mac und Linux zum Download vor. Diese leistungsfähigen Programme aus der „Duden-Bibliothek" (früher „Office-Bibliothek”) bieten eine einheitliche, bedienungsfreundliche Benutzeroberfläche für alle Werke, die die gleichzeitige Suche über alle Nachschlagewerke hinweg ermöglicht.

Mobiles Programm

Das Programm der Dudenredaktion ist über die Jahre stabil gewachsen und besteht heute im Wesentlichen aus Wörterbüchern, Nachschlagewerken und Ratgebern rund um die deutsche Sprache und die schriftliche Präsentation. Die digitalen Medien nehmen dabei einen selbstverständlichen Platz ein. Neben den digitalen Wörterbüchern für Windows, Mac und Linux gibt es Duden auch für mobile Anwender(innen): So steht eine eine wachsende Zahl an Wörterbüchern ( wie z.B. der Rechtschreibduden, der Fremdwörterduden und das Deutsche Universalwörterbuch”) als Software für Mobiltelefone auf den Plattformen iPhone OS (für iPhone, iPod touch und iPad) und Android zur Verfügung.

Die cleveren Nachschlageprofis für unterwegs

Duden für Handhelds und Smartphones
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