gie­ßen

Wortart:
starkes Verb
Aussprache:
Betonung
🔉gießen

Rechtschreibung

Worttrennung
gie|ßen
Beispiele
du gießt; ich goss, du gossest; du gössest; gegossen; gieß[e]!

Bedeutungen (4)

    1. (eine Flüssigkeit) aus einem Gefäß an eine bestimmte Stelle, in ein anderes Gefäß fließen lassen, über etwas rinnen, laufen lassen, schütten
      Beispiele
      • Kaffee in die Tassen, Wasser an/auf/über den Braten gießen
      • 〈in übertragener Bedeutung:〉 (dichterisch) der Mond goss sein Licht über die Felder
    2. (eine Flüssigkeit) versehentlich über etwas ausgießen, verschütten
      Beispiele
      • er hat die Tinte auf die Tischdecke, übers Heft gegossen
      • du hast ihr den [ganzen] Wein aufs Kleid gegossen
  1. (mit einer Gießkanne) mit Wasser versorgen; begießen
    Beispiele
    • die Blumen gießen
    • er muss fast jeden Abend [die Pflanzen, die Beete] gießen
  2. heftig regnen
    Gebrauch
    umgangssprachlich
    Grammatik
    unpersönlich
    Beispiel
    • es goss in Strömen
    1. durch Schmelzen flüssig gemachtes Metall in dafür vorgesehene Hohlformen gießen (1a) und darin erstarren lassen
      Beispiele
      • Silber, Kupfer gießen
      • in diesem Werk wurde früher nur Eisen gegossen
    2. aus einer durch Schmelzen flüssig gemachten Masse dadurch herstellen, dass man diese in eine entsprechende Form fließen und darin zu dem gewünschten Gegenstand erstarren lässt
      Beispiele
      • Lettern, Glocken gießen
      • Kerzen gießen
      • der Stuhl wurde aus einem neuartigen Kunststoff in einem Stück gegossen

Synonyme zu gießen

Herkunft

mittelhochdeutsch gieʒen, althochdeutsch gioʒan

Grammatik

starkes Verb; Perfektbildung mit „hat“

Wussten Sie schon?

  • Dieses Wort gehört zum Wortschatz des Goethe-Zertifikats B1.

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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gießen
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