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Stamm, der

Wortart: Substantiv, maskulin
Häufigkeit: ▮▮▮▯▯
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Rechtschreibung

Worttrennung: Stamm

Bedeutungsübersicht

  1. Baumstamm
  2. (besonders bei Naturvölkern) größere Gruppe von Menschen, die sich besonders im Hinblick auf Sprache, Kultur, wirtschaftliche o. ä. Gemeinsamkeiten, gemeinsames Siedlungsgebiet o. Ä. von anderen Gruppen unterscheidet
    1. (Biologie) (im System der Lebewesen, besonders der Tiere) Kategorie mit gemeinsamen, sich von anderen unterscheidenden Merkmalen (zwischen Reich, Unterreich oder Stammesgruppe und Klasse); Phylum
    2. (Biologie) (in der Mikrobiologie) kleinste Einheit von Mikroorganismen
    3. (Biologie) (in der Pflanzenzucht) aus einer einzelnen Pflanze hervorgegangene Nachkommenschaft
    4. (Biologie) (in der Tierzucht) Gruppe von enger verwandten Tieren eines Schlages, die sich durch typische Merkmale wie Größe, Farbe, Zeichnung von den anderen unterscheiden
    5. (Biologie) (in der Tierhaltung) zusammengehörender Bestand von bestimmten Tieren
    1. Gruppe von Personen als fester Bestand von etwas
    2. größere Einheit einer Jugendorganisation
  3. (Sprachwissenschaft) zentraler Teil eines Wortes, dem andere Bestandteile (wie Vor-, Nachsilben, Flexionsendungen) zugesetzt, angehängt werden (z. B. leb-en, ge-leb-t, leb-endig)
  4. (umgangssprachlich) Stammgericht

Synonyme zu Stamm

Aussprache

Betonung: Stạmm
Lautschrift: [ʃtam] 🔉

Herkunft

mittelhochdeutsch, althochdeutsch stam, wohl im Sinne von »Ständer«, verwandt mit stehen

Grammatik

 SingularPlural
Nominativder Stammdie Stämme
Genitivdes Stammes, Stammsder Stämme
Dativdem Stammden Stämmen
Akkusativden Stammdie Stämme

Bedeutungen, Beispiele und Wendungen

  1. Stamm
    © MEV Verlag, Augsburg
    Baumstamm

    Beispiele

    • ein dünner, starker, knorriger, bemooster Stamm
    • die Stämme zersägen, ins Sägewerk transportieren
  2. (besonders bei Naturvölkern) größere Gruppe von Menschen, die sich besonders im Hinblick auf Sprache, Kultur, wirtschaftliche o. ä. Gemeinsamkeiten, gemeinsames Siedlungsgebiet o. Ä. von anderen Gruppen unterscheidet

    Beispiele

    • nomadisierende, rivalisierende Stämme
    • die germanischen Stämme
    • ein westafrikanischer Stamm
    • (biblisch) die zwölf Stämme Israels
    • (biblisch) der Stamm Ephraim
    • der Letzte seines Stammes
    • sie sind vom, gehören zum selben Stamm (haben gemeinsame Vorfahren)

    Wendungen, Redensarten, Sprichwörter

    vom Stamme Nimm sein (umgangssprachlich scherzhaft: stets auf seinen Vorteil, auf Gewinn bedacht sein; immer alles nehmen, was man bekommen kann)
    1. (im System der Lebewesen, besonders der Tiere) Kategorie mit gemeinsamen, sich von anderen unterscheidenden Merkmalen (zwischen Reich, Unterreich oder Stammesgruppe und Klasse); Phylum

      Gebrauch

      Biologie

      Beispiele

      • der Stamm der Ringelwürmer umfasst über 8 000 Arten
      • diese Klasse gehört zum Stamm der Chordatiere
    2. (in der Mikrobiologie) kleinste Einheit von Mikroorganismen

      Gebrauch

      Biologie

      Beispiel

      ein resistenter Stamm
    3. (in der Pflanzenzucht) aus einer einzelnen Pflanze hervorgegangene Nachkommenschaft

      Gebrauch

      Biologie

    4. (in der Tierzucht) Gruppe von enger verwandten Tieren eines Schlages (15b), die sich durch typische Merkmale wie Größe, Farbe, Zeichnung von den anderen unterscheiden

      Gebrauch

      Biologie

    5. (in der Tierhaltung) zusammengehörender Bestand von bestimmten Tieren

      Gebrauch

      Biologie

      Beispiele

      • ein Stamm Bienen (ein Bienenvolk)
      • ein Stamm Hühner (Hennen und Hahn)
    1. Gruppe von Personen als fester Bestand von etwas

      Grammatik

      ohne Plural

      Beispiel

      das Haus hat einen [festen] Stamm von Mitarbeitern, Kunden, Gästen
    2. größere Einheit einer Jugendorganisation

      Beispiele

      • ein Stamm der Pfadfinder
      • (nationalsozialistisch) drei bis fünf Fähnlein bildeten einen Stamm
  3. zentraler Teil eines Wortes, dem andere Bestandteile (wie Vor-, Nachsilben, Flexionsendungen) zugesetzt, angehängt werden (z. B. leb-en, ge-leb-t, leb-endig)

    Gebrauch

    Sprachwissenschaft

  4. Stammgericht

    Gebrauch

    umgangssprachlich

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