Ras­sis­mus, der

Wortart:
Substantiv, maskulin
Häufigkeit:
▒▒▒░░
Aussprache:
Betonung
Rassismus
Lautschrift
[raˈsɪsmʊs]

Rechtschreibung

Worttrennung
Ras|sis|mus

Bedeutungen (3)

  1. (meist ideologischen Charakter tragende, zur Rechtfertigung von Rassendiskriminierung, Kolonialismus o. Ä. entwickelte) Lehre, Theorie, nach der Menschen bzw. Bevölkerungsgruppen mit bestimmten biologischen oder ethnisch-kulturellen Merkmalen anderen von Natur aus über- bzw. unterlegen sein sollen
    Beispiele
    • die Lehre des Rassismus
    • die Politikerinnen rufen zur Distanzierung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auf
  2. dem Rassismus (1) entsprechende (bewusste oder unbewusste) Einstellung, Denk- und Handlungsweise
    Beispiele
    • der offene Rassismus der weißen Regierung, der Nazis
    • aufgrund von Rassismus (Rassendiskriminierung) (verbal oder physisch) angegriffen werden
    • der alltägliche Rassismus
    • versteckter, unterschwelliger Rassismus
    1. dem Rassismus (1) entsprechende institutionelle, gesellschaftliche o. ä. Strukturen, durch die Menschen diskriminiert werden
      Beispiele
      • die Durchsuchungspraxis der Polizei wird als Rassismus kritisiert
      • den Rassismus im deutschen Rechtswesen untersuchen
      • Rassismus auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt erfahren
    2. dem Rassismus (1) entsprechende systematische Unterdrückung von Menschen
      Beispiele
      • die Apartheidsgesetze in Südafrika gründeten auf Rassismus
      • der Rassismus als Basis der Verbrechen während des Dritten Reichs

Grammatik

der Rassismus; Genitiv: des Rassismus (ohne Plural)

Wussten Sie schon?

  • Dieses Wort stand 1973 erstmals im Rechtschreibduden.

Typische Verbindungen (computergeneriert)

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